Fußball-Bundesliga: Freiburg bejubelt späten Sieg gegen Düsseldorf

Freiburg-Profi Krmas: Siegtreffer in der 87. Minute Zur Großansicht
Getty Images

Freiburg-Profi Krmas: Siegtreffer in der 87. Minute

Was für eine dramatische Schlussphase: Als alles auf ein torloses Remis zwischen Freiburg und Düsseldorf hindeutete, traf Pavel Krmas für die Gastgeber. Er köpfte den SC auf Platz fünf. Kurz zuvor hatte die Fortuna den möglichen Sieg vergeben.

Hamburg - Es war ein typisches 0:0-Spiel zwischen dem SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf. Kein Team mit einem Tor, dafür beide Mannschaften mit einem Punkt - es wäre ein glanzloser Abschluss des 21. Spieltags gewesen. Und womöglich hatte sich die Fortuna mit diesem friedlichen Ende schon abgefunden, denn drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit leistete sich Düsseldorfs Defensive einen Aussetzer mit Folgen: Ecke Max Kruse, Kopfball Pavel Krmas, 1:0 für Freiburg, der Endstand.

Durch diesen ersten Rückrunden-Sieg kletterte der SC in der Tabelle auf Platz fünf, hat wie Mainz auf Platz sechs und der Siebte HSV 31 Punkte. Düsseldorf rutschte auf Platz 15 ab, hat aber beruhigende acht Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16, den Hoffenheim belegt.

"Der Dreier war sehr wichtig. Wir mussten drei Spiele in der Rückrunde auf einen Sieg warten. Das gibt jetzt Selbstvertrauen", sagte Torschütze Krmas. Den Tabellenplatz wollte der Tscheche nicht überbewerten: "Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt."

Freiburg übernahm im Sonntagabendspiel von Beginn an die Initiative und war die aktivere Mannschaft. Nach 17 Minuten hatte SC-Profi Jonathan Schmid die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß. Doch nach einer Hereingabe von Kruse traf der Franzose nur den Pfosten.

Freiburgs Makiadi verfehlt das leere Tor

Die Gäste konnten in dieser Phase nur auf die Freiburger Angriffsbemühungen reagieren und sich selbst keine Torgelegenheiten erspielen. Die größte Chance für den SC hatte Cedrick Makiadi (41.), der nach einem Klasse-Reflex von Fortuna-Torwart Fabian Giefer aus rund sechs Metern das leere Tor verfehlte. Auf Düsseldorfer Seite scheiterte der Ex-Freiburger Stefan Reisinger in der 32. Minute an Keeper Oliver Baumann.

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild, Freiburg dominierte. Nach einem Freistoß von Kruse köpfte Makiadi knapp über das Fortuna-Tor (52.). Doch auch die Gäste hatten nun Chancen: Einen Freistoß von Robert Tesche köpfte Martin Latka knapp am Freiburger Tor vorbei (55.). In der 81. Minute hatte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz die große Chance zum Siegtreffer, scheiterte mit seinem Schuss aus kurzer Distanz aber am hervorragend postierten Baumann.

Auf der Gegenseite köpfte dann Krmas zur Freiburger Führung ein. Der ansonsten starke Giefer agierte dabei unglücklich, als er aus seinem Tor herauskam, den Ball aber nicht klären konnte. Auch sonst fand sich kein Düsseldorfer, der gegen Krmas hochstieg. Kurz vor dem Abpfiff traf Kruse dann noch den Pfosten des Düsseldorfer Tores.

SC Freiburg - Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)
1:0 Krmas (87.)
Freiburg: Baumann - Hedenstad (46. Günter), Diagne, Krmas, Sorg - Schuster, Makiadi - Schmid (66. Caligiuri), M. Kruse - Rosenthal, Flum (77. Ginter)
Düsseldorf: Giefer - Balogun, Latka, Malezas (89. Schahin), van den Bergh - Bodzek, Tesche - R. Kruse (83. Bellinghausen), Lambertz - Ilsö (65. Oliver Fink), Reisinger
Schiedsrichter: Drees
Zuschauer: 21.200
Gelbe Karten: Schuster (7) - Balogun (3), Lambertz (5), Bodzek (5)

ham/sid/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Champoins League
johanna_v_w.-a. 10.02.2013
Sollte Eintracht Frankfurt noch schwächeln ist der SC Freiburg womöglich noch ein Überraschungskandidat für Platz 4 und damit die Champions League. Doch auch wenn am Ende der Saison nicht mehr als Platz 10 herausspiringen sollte: Freiburg ist die heimliche Hauptstadt Fußball-Europas. Man kann guten Gewissens von der "Freiburger Schule" sprechen, die seit 1992 den euräischen Fußball inspiriert, und in Personae Löw, Finke, Streich, dazu mit den vielen in Freiburg ausgebildeten Spielern in allen wichtigen Ligen einen neuen Stil gebildet hat, der durchaus vergleichbar ist mit den Erfolgen des FC Barcelona und einstmals Ajax Amsterdam.
2. Peinlich....
tylerdurdenvolland 11.02.2013
Zitat von sysopGetty ImagesWas für eine dramatische Schlussphase: Als alles auf ein torloses Remis zwischen Freiburg und Düsseldorf hindeutete, traf Pavel Krmas für die Gastgeber. Er köpfte den SC auf Platz fünf. Kurz zuvor hatte die Fortuna den möglichen Sieg vergeben. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-sc-freiburg-gewinnt-gegen-fortuna-duesseldorf-a-882508.html
Dass so ein Spiel als Bundesliga durchgeht ist schon peinlich. Gibt es jemand der sich nicht über die verschendeten 90 Minuten geärgert hat?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Fußball-News
RSS
alles zum Thema Fußball-Bundesliga
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare
Themenseiten Fußball
Tabellen