Fußball-Bundesliga Schalke siegt - und verhindert Bayerns Meisterparty im Spitzenspiel

0:6! Köln hat am 28. Bundesliga-Spieltag ein Debakel erlebt. Für Schlusslicht Hamburg ist ein Punkt zu wenig, und Schalkes Sieg gegen Freiburg verhindert die vorzeitige Meisterschaft des FC Bayern im Top-Duell gegen den BVB.

AP

TSG Hoffenheim - FC Köln 6:0 (1:0)

Der Gastgeber dominierte im Spiel gegen die abstiegsbedrohten Kölner bei seinem elften Saisonsieg am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga von Beginn an. Serge Gnabry eröffnete die Tor-Gala mit einem sehenswerten Solo und Distanzschuss zum 1:0 (22. Minute).

Kurz nach Wiederanpfiff legte die Leihgabe des FC Bayern mit einem ähnlichen Treffer das 2:0 nach (47.). Mark Uth (56./65.), Lukas Rupp (61.) und Steven Zuber (72.) machten das Kölner Debakel perfekt. Hoffenheim hat nach dem Erfolg weiter die internationalen Ränge im Visier, der FC bleibt im Tabellenkeller auf dem vorletzten Platz.

VfB Stuttgart - Hamburger SV 1:1 (1:1)

Der Tabellenletzte HSV konnte die Niederlage des Effzeh nicht nutzen und wartet weiter auf den ersten Sieg seit dem 13. Spieltag. Der Nordklub steht mit 19 Punkten aktuell sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz, den Mainz 05 belegt.

Christian Titz hatte auch bei seinem zweiten Spiel als HSV-Trainer einige Überraschungen parat: Mit Stephan Ambrosius in der Abwehr sowie den Mittelfeldspielern Mohamed Gouaida und Matti Steinmann gehörten drei Akteure aus dem zweiten Team zur Startelf. Im Mittelpunkt stand aber zunächst ein etablierter Profi: Lewis Holtby brachte Hamburg in der 18. Minute in Führung. Danach hielt der HSV den Gegner vom eigenen Tor fern, aber Stuttgart kam trotzdem zum Ausgleich. Kurz vor der Pause traf Daniel Ginczek zum 1:1 (44. Minute). Mehr passierte nicht.

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Bundesliga: Abgeschossen statt aufgeschlossen

FC Schalke - SC Freiburg 2:0 (0:0)

Schalke 04 darf auf die Vizemeisterschaft hoffen. Das Team hat gegen Freiburg den fünften Sieg in Serie gefeiert. Das vorentscheidende Tor erzielte Daniel Caligiuri per Elfmeter (63.). Damit steht auch fest: Bayern München kann im Abendspiel gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) noch nicht vorzeitig zum 28. Mal Deutscher Meister werden. In der 66. Minute stand Nils Petersen im Mittelpunkt. Er sah binnen drei Minuten für wiederholtes Meckern Gelb-Rot (66.). In der 72. Minute machte Guido Burgstaller den Sieg in Überzahl perfekt.

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 0:0

Mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, bessere Passquote: Bayer Leverkusen war gegen Augsburg klar spielbestimmend. Bis zum ersten Torjubel dauerte es aber bis zur 64. Minute: Julian Brandt sorgte mit einem Flachschuss für das überfällige 1:0. Das Problem für Leverkusen: Der Treffer zählte nicht. Schiedsrichter Frank Willenborg nahm das Tor nach Videobeweis zurück. Augsburg hielt danach das 0:0.

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Hannover 96 - RB Leipzig 2:3 (0:1)

Hannover hat die fünfte Pleite in Serie kassiert, die Tore von Salif Sané (71.) und Niclas Füllkrug (79.) reichten nicht. Gegen Leipzig ging es für 96 schlecht los: Emil Forsberg traf in der 16. Minuten aus kurzer Distanz, zuvor hatte Jean-Kévin Augustin die Szene mit einem schönen Seitenwechsel auf Timo Werner eingeleitet. RB zeigte nach dem Sieg gegen Bayern München (2:1) vor zwei Wochen wieder eine starke Leistung und hat gute Chancen auf die erneute Qualifikation für die Champions League.

Schlechter könnte es bald für den Gegner aussehen, der in der 53. Minute das 0:2 durch einen Kopfball von Willi Orban kassierte. Das dritte Leipziger Tor zum zwischenzeitlichen 1:3 erzielte Yussuf Poulsen (76.). Mit aktuell sieben Punkten vor dem Relegationsplatz befindet sich 96 noch nicht akut in Abstiegsgefahr. Angesichts der Negativserie und dem Restprogramm (unter anderem warten noch Bayern München, Hoffenheim und Leverkusen) könnte es für den Aufsteiger aber noch einmal eng werden.

jan



insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
spon_12 31.03.2018
1.
Und los geht das große Zittern in München. Wenn man heute Abend verliert, sind es nur noch 14 Punkte! Von wegen langweilige Liga. Danke Schalke!
elisenstein 31.03.2018
2. der Videoassistent schaltet sich ein
beim knappen Abseitstor in Hannover. Wo bleibt der Videoassistent beim 1. Tor (Abseitstor) für Bayern? Ist der Einsatz des Videoassistenten von einem Zufallsgenerator abhängig?
rosabalou 31.03.2018
3. Unterschied 96 - Bayern
Bei einem zweifelhaften Abseits von 96 greift der Videoschiedsrichter ein und nimmt den Treffer zurück, beim klaren Abseits von Lewandowski herrscht in Köln Funkstille. So ist der Videobeweis keine Hilfe sondern eine klare Wettbewerbsbeeinflussung.
frietz 31.03.2018
4.
na klar, wenn das 1:0 nicht gegeben worden wäre, würde Dortmund führen. Ganz klare Bevorteilung der Bayern. Merkt ihr noch was? Da war selbst der HSV in München besser. Die erste HZ. war eine Blamage und Schande für Dortmund. Wer da noch was auf den Schiri schieben will, sollte die Sportart wechseln.
garfield53 31.03.2018
5. mmm
Wenn Bayern das Niveau halten kann, also seine Leistungsträger nicht verliert, ist in den nächsten 2 Jahren deren Sonderstellung in Deutschland noch fest zementiert. Wenn Schalke und RB Leipzig ihren Kader mehrheitlich incl. Trainer halten können, werden sie die Einzigen sein, welche Bayern in den nächsten Jahren den Thron streitig machen können. Das Potential ist spielermäßig bei beiden Vereinen vorhanden und sie haben einen biologischen Vorteil, sie sind jünger und in jeder Beziehung "hungriger" als der Bayernstamm, welcher, in die Jahre gekommen, noch 1 bis 2 Jahre von der individuellen Ausnahmeklasse seiner Spieler zehren kann, unwidersprochen und ohne Neid. In Leipzig hat man sehen können, das die Generation nach Bayern, die "Juniorenelf" von RB Leipzig die Zukunft sein "kann"! Von Schalke und seinen Trainer bin ich überraschend begeistert, es geht also mit Trainern unter 50 und Schlips und Kragen, der Trainer mit Fachwissen und sozialer Kompetenz und nicht von Gottes Thron führt.
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