Hamburg - Zwölf Punkte. Das ist der neue Rückstand von Borussia Dortmund auf Tabellenführer Bayern München. Am achten Spieltag der Fußball-Bundesliga musste der BVB im Kampf um die Deutsche Meisterschaft erneut einen Rückschlag verkraften, einen äußerst schmerzhaften noch dazu. Ausgerechnet im Revierderby gegen Schalke 04 verlor der Titelverteidiger 1:2 (0:1).
Während die Königsblauen in der Tabelle als Dritter (17 Punkte) noch Kontakt zum Seriensieger und Spitzenreiter aus München (24) hat, dürfte Dortmund (12 Punkte) vorerst nichts mehr mit dem Titelrennen zu tun haben.
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp musste vor dem Derby improvisieren. Jakub Blaszczykowski? Verletzt. Mario Götze? Verletzt. Ilkay Gündogan? Verletzt. Marcel Schmelzer? Verletzt. Das Revierderby gegen Schalke 04 begann der Deutsche Meister notgedrungen neuformiert, in der Abwehr probierte es der BVB zunächst mit einer Dreierkette.
Nach 14 Minuten war die BVB-Defensive zum ersten Mal bezwungen. Ibrahim Affelay drosch einen zu kurz geklärte Flanke volley ins Netz: 1:0 für Schalke, das in der vergangenen Saison beide Duelle mit dem Erzrivalen verloren hatte. Klopp stellte wieder auf eine Viererkette um, doch Dortmund schaffte es bis zur Pause nicht, die gegnerische Abwehr auch nur im Ansatz in Verlegenheit zu bringen.
Nach dem Seitenwechsel brauchte Schalke nur 120 Sekunden für das 2:0. Lewis Holtby schickte Marco Höger auf die Reise, der frei vor Roman Weidenfeller die Nerven behielt (48.). Für Hoffnung auf Seiten der BVB-Fans sorgte Robert Lewandowski, der nach einem Freistoß von Marco Reus zum 1:2 einköpfte (54.). Schalke wurde nun mehr gefordert, hielt den Vorsprung aber mit Glück und Geschick.
Fortuna Düsseldorf - Bayern München 0:5 (0:2)
28 Minuten lang hielt die Fortuna gegen den FC Bayern ein 0:0. Dann reichte eine Unachtsamkeit der Gastgeber, um den Rekordmeister in einen Torrausch zu versetzen. Franck Ribéry passte von links in die Mitte, wo Mario Mandzukic mühelos zum 1:0 einschob. Nur acht Minuten später war die Partie bereits entschieden. Einen Freistoß von Toni Kroos köpfte Thomas Müller aufs Tor. Düsseldorfs Keeper Fabian Giefer konnte den Ball nicht festhalten und bugsierte ihn über die eigene Linie: 2:0 (36.) für die Bayern, die sich immer wieder nach Belieben nach vorne kombinierten. Müller (55./86.) erhöhte erst auf 3:0, dann auf 4:0. Rafinha gelang sogar noch der fünfte Treffer (87.). Der achte Sieg im achten Bundesliga-Spiel, ein neuer Startrekord, war da schon längst perfekt.
Bayer Leverkusen - Mainz 05 2:2 (1:0)
Drin oder nicht drin? Christian Wetklo, Torwart von Mainz 05, und Stefan Kießling, Angreifer von Bayer Leverkusen, hatten in der 43. Minute unterschiedliche Meinungen. Nach einem Kopfball des ehemaligen Nationalspielers war der Ball hinter der Linie, aber auch in vollem Umfang? Schiedsrichter Peter Sippel gab den Treffer - zu Recht, wie die Fernsehbilder belegten. Kießlings Tor reichte allerdings nicht zum Sieg. Erst schaffte Adam Szalai den Ausgleich (58.), Marcel Risse gelang in der 76. Minute sogar die Führung für die Gäste. Gonzalo Castro verdankt es Bayer, dass es am Ende immerhin noch zu einem Punkt reichte. Der Verteidiger traf in der 87. Minute zum 2:2-Endstand.
VfL Wolfsburg - SC Freiburg 0:2 (0:1)
Humorlos knallte Daniel Caligiuri den Elfmeter ins linke Eck. In der 40. Minute schoss der Mittelfeldspieler den SC Freiburg in Wolfsburg in Führung. Naldo hatte zuvor Erik Jendrisek gefoult. Wolfsburg, das bereits nach Fürths Remis in Hoffenheim auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht war, enttäuschte auf der ganzen Linie. Julian Schuster traf kurz vor dem Abpfiff zum 2:0 (84.), die VfL-Fans feierten das Tor mit höhnischen Gesängen.
Eintracht Frankfurt - Hannover 96 3:1 (2:1)
Schon in der fünften Minute war Mirko Slomka so richtig sauer. Der Coach von Hannover 96 musste mit ansehen, wie sich seine Abwehr von der Eintracht düpieren ließen. Eine Flanke von Sebastian Rode segelte durch den Strafraum, Karim Matmour durfte ungestört zur frühen Führung einköpfen. Und besser wurde es nur für die Gastgeber: Als Sebastian Jung in der 18. Minute aus spitzem Winkel zum 2:0 einschoss, krönte er eine starke Anfangsphase der Eintracht. Spannend machte es Hannovers Stürmer Mohammed Abdellaoue, der kurz vor dem Seitenwechsel zum 1:2 traf (43.). Für die Entscheidung sorgte Alexander Meier, der in der 83. Minute zum 3:1 einköpfte.
chp
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