Bayer Leverkusen Rolfes beerbt Boldt als Sportdirektor

Bayer Leverkusen hat Simon Rolfes als neuen Sportdirektor verpflichtet. Er übernimmt den Posten von Jonas Boldt, der den Verein im Sommer nach nur einem Jahr als Sportdirektor verlassen wird.

Simon Rolfes (Archivbild)
picture alliance/dpa

Simon Rolfes (Archivbild)



Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat überraschend den früheren Nationalspieler Simon Rolfes als neuen Sportdirektor vorgestellt. Wie der Verein mitteilte, wird Rolfes zum 1. Dezember die Nachfolge von Jonas Boldt antreten. Boldt hatte sich den Angaben zufolge entschlossen, den Verein zum Saisonende zu verlassen. Er soll Rolfes bis zu seinem Abschied einarbeiten. Rolfes leitet in Leverkusen seit Beginn der laufenden Spielzeit die Bereiche Jugend und Entwicklung.

Zwischen 2005 und 2015 hat Rolfes selbst für Bayer 04 Leverkusen gespielt, sieben Jahre war er Kapitän, heute ist er Ehrenspielführer. Die Beförderung zum Sportdirektor sei "die Erfüllung eines Traums", wird Rolfes in der Meldung des Vereins zitiert. Das Ziel müsse es sein, "Bayer 04 langfristig dort zu positionieren, wo nicht nur wir selbst uns sehen: in der Spitzengruppe des deutschen Fußballs, als Stammgast auf europäischer Bühne."

Abschied nach 15 Jahren

Es ist schon überraschend, dass Jonas Boldt Bayer Leverkusen ausgerechnet jetzt verlässt. Er hatte 2003 als Praktikant in Leverkusen angefangen und war dann innerhalb des Vereins immer weiter aufgestiegen. Boldt war zunächst Scout, dann Assistent der Geschäftsführung, später Leiter der Scouting-Abteilung und ab 2014 Manager. Seit Juli ist er als Nachfolger von Rudi Völler Sportdirektor von Bayer Leverkusen.

Boldt genießt in der Branche einen hervorragenden Ruf. Er gilt als Spezialist für den südamerikanischen Fußball und war maßgeblich an der Entdeckung und den Transfers von Spielern wie Arturo Vidal beteiligt. Erst vor wenigen Monaten hatte der Hamburger SV vergeblich den 36-jährigen Boldt umworben. Wo Boldt seine Zukunft sieht, ist noch offen.

"Ich bin mir sicher, dass Jonas die kommenden Herausforderungen genauso leidenschaftlich annehmen und seine besonderen Fähigkeiten auch in einem anderen Umfeld entfalten wird", sagt Völler laut Mitteilung des Vereins. "Dass wir ihn auf ganz hohem Niveau wiedersehen werden, ist für mich keine Frage."

tbe



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