Fußball-Bundesliga: Stuttgart gewinnt auch in Nürnberg

Die Serie hält: Auch in Nürnberg gewann der VfB Stuttgart und feierte damit bereits den fünften Sieg in Folge. In einer spannenden Partie kamen beide Teams zu zahlreichen Chancen. In einer turbulenten Schlussphase sicherte sich der VfB dann den Erfolg.

Stuttgarter Tasci (vorn): Sieg mit dem VfB gegen Nürnberg Zur Großansicht
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Stuttgarter Tasci (vorn): Sieg mit dem VfB gegen Nürnberg

Hamburg - Der VfB Stuttgart hat seine Siegesserie fortgesetzt und die Abstiegssorgen des 1. FC Nürnberg weiter vergrößert. Dank eines späten Tores von Roberto Hilbert (87.) gewannen die Schwaben beim Club 2:1 (1:0) und feierten damit ihren fünften Sieg in Serie. Der VfB blieb im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und belegt nun zumindest vorübergehend Tabellenplatz acht.

"Die Mannschaft hat Moral gezeigt und alles in die Waagschale geworfen", sagte Nürnbergs Bayern-Leihgabe Andreas Ottl. "Wir haben gut gespielt und unglücklich verloren, wir machen eben nicht die nötigen Tore."

Vor 40.384 Zuschauern brachte Timo Gebhart den VfB, der unter Trainer Christian Gross noch kein Pflichtspiel verloren hat, in der 22. Minute in Führung. Mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze nach Zuspiel von Sami Khedira ließ er FCN-Keeper Raphael Schäfer keine Abwehrmöglichkeit. In der 60. Minute glich Albert Bunjaku aus. Beim zehnten Saisontor des Schweizers kam VfB-Torwart Jens Lehmann zwar noch an den Ball, den Gegentreffer konnte er aber nicht verhindern. Kurz vor dem Abpfiff traf dann Hilbert nach wunderbarem Pass von Khedira. Schäfer verschätzte sich zudem beim Herauslaufen.

Zunächst konnten die Nürnberger gegen die gut gestaffelte Abwehr des VfB kaum Druck entwickeln. Ein Kopfball von Angelos Charisteas nach Eckball von Bunjaku war in der Anfangsphase deshalb die einzige Möglichkeit der Gastgeber. Stuttgart begann abwartend. Erst nach gut 15 Minuten verstärkten die Schwaben ihre Offensivbemühungen. Nach Flanke von Cristian Molinaro konnte FCN-Innenverteidiger Breno aber vor dem anstürmenden Pawel Pogrebnjak klären, ehe Gebhart das 1:0 erzielte. Begünstigt wurde das zweite Saisontor des 20-Jährigen von einem Fehler von FCN-Kapitän Andreas Wolf, der nach einer Gelbsperre wieder im Team stand.

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21. Spieltag: Bayerns Siegesserie geht weiter
Nach dem Wechsel drängte Nürnberg einigermaßen planlos, Stuttgart lauerte auf Konter. Einer davon hätte in der 46. Minute beinahe das 2:0 gebracht. Ciprian Marica scheiterte aber freistehend an Schäfer. Der Nürnberger Keeper verhinderte zudem gegen Gebhart eine Vorentscheidung (55.). Nach dem überraschenden Ausgleich von Bunjaku drängte der FCN auf den Sieg.

Die beste Chance in einer hektischen Schlussphase hatte aber der VfB durch Pogrebnjak, dessen Kopfball erneut Schäfer parierte (72.). Bunjaku für Nürnberg und Gebhart auf der Gegenseite hatten vor dem 1:2 ebenfalls noch Gelegenheiten.

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 1:2 (0:1)
Tore: 0:1 Gebhart (22.), 1:1 Bunjaku (60.), 1:2 Hilbert (87.)
Nürnberg: Schäfer (90.+1 Stephan) - Diekmeier, Wolf (62. Maroh), Breno, Pinola - Tavares, Ottl - Mintal, Eigler (74. Risse) - Bunjaku, Charisteas. - Trainer: Hecking Stuttgart: Lehmann - Celozzi, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Träsch, Khedira - Gebhart, Hleb (61. Hilbert) - Marica (51. Kuzmanovic), Pogrebnjak. - Trainer: Gross Schiedsrichter: Felix Zwayer
Zuschauer: 40.384
Gelbe Karten: Schäfer, Breno - Marica, Gebhart

luk/sid/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Wiederholt sich die letzte Saison?
Allpacker 06.02.2010
Hmm, wieder 3 Punkte. Nächste Woche zu Hause gegen Hamburg... Der VfB kommt wohl so langsam aus den Puschen... es ist schön zu sehen, wie der neue Trainer Christian Gross das gewaltige Potential dieser jungen und talentierten Spieler abzurufen vermag. Der Trainer hinterlässt zumindest bei mir einen sehr professionellen Eindruck.
2. ...
Jupe, 06.02.2010
Mit dem Abstieg hat der VFB nichts mehr am Hut. Und ein Euroleauge-Platz ist bei der Serie (und bei dem eng zusammenliegenden Großteil der Tabelle) auch nicht mehr so unwahrscheinlich. Ohnehin kann es gut sein, dass über das DFB-Pokalfinale, in welchem vielleicht zwei ohnehin fürs internationale Geschäft qualifizierte Mannschaften stehen, ein weiterer Euroleauge-Platz frei wird. Verwundert bin ich dennoch, dass beim VFB immer nur die Rückrunde so stark ist (vgl. 2007 / 2009) - und die Hinrunde so grausam. Bei einem Sieg gegen den HSV nächste Woche wäre ich überzeugt, dass die Gross-Elf noch den Sprung nach Europa schaffen kann. Und Barcelona schlagen sie ohnehin. Bayern wird Meister, Hannover und Berlin ab nach Liga Zwei. Und Schalke gewinnt die Goldene Himbeere.
3. Ein Schwabenherz schlägt auch in USA
Dominik Menakker, 06.02.2010
Mal wieder ein deutliches Zeichen, wie wichtig ein guter Trainer gerade für junge talentierte Manschaften ist. Freut mich dass die Schwoba wieder im Aufwärtstrend sind.
4. Club war die bessere Mannschaft!
kellitom, 07.02.2010
Das war ein äußerst glücklicher VFB Sieg, begünstigt durch eine schweren Fehler des Clubtorwarts Schäfer. Wenn er schon aus dem Tor rauläuft, muss er vor Hilbert am Ball sein. Er lief zu weit nach rechts und Hilpert war dadurch schneller am Ball. Im übrigen hatten Bunjaku und Charisteas vorher zwei tausendprozentige Chancen vergeben. In dieser Form sollte der Club den Klassenerhalt schaffen!
5. Nürnberg bessere Mannschaft?
fiutare 07.02.2010
Zitat von kellitomDas war ein äußerst glücklicher VFB Sieg, begünstigt durch eine schweren Fehler des Clubtorwarts Schäfer. Wenn er schon aus dem Tor rauläuft, muss er vor Hilbert am Ball sein. Er lief zu weit nach rechts und Hilpert war dadurch schneller am Ball. Im übrigen hatten Bunjaku und Charisteas vorher zwei tausendprozentige Chancen vergeben. In dieser Form sollte der Club den Klassenerhalt schaffen!
Richtig ist, dass der Club in der zweiten Halbzeit richtig Alarm gemacht, allerdings im Abschluss ein ums andere Mal kläglich versagt hat. Richtig ist weiterhin, dass dem VfB zwei klare Handelfmeter versagt wurden, und Nürnberg beim doppelten Pfostenschuss nach dem 1:2 eigentlich noch höher hätte verlieren müssen. Weitere gute Chancen wurden durch Schäfer vereitelt (Kopfball Progrebnjak, Schüsse von Marica, Gebhart etc.). Die klareren Torchancen lagen ganz eindeutig auf Dtuttgarter Seite. Was Schäfer derart zum HB-Männchen werden liess, erschliesst sich mir immer noch nicht. Er wurde im Gewühl bei o.g. Pfostenschüssen unglücklich(!!) und unbeabsichtigt von Tasci getroffen und führte sich auf, als sei er gerade einem Mordanschlag entkommen. Unwürdig. Dass er meinte, beim 1:2 gefoult geworden zu sein, passt zu seiner gestrigen Verfassung. Insgesamt war der VfB-Sieg glücklich, keine Frage, obwohl der Schiedsrichter fast 5 Minuten nachspielen liess. Aber deswegen war Nürnberg noch lange nicht "die bessere Mannschaft".
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