Fußball-Bundesliga Orbans später Treffer rettet Leipzig Remis gegen Hoffenheim 

Nationalspieler Timo Werner fehlte wegen einer Krankheit - dennoch hatte RB Leipzig einige Chancen. Doch nur eine Möglichkeit nutzten die Gastgeber gegen Hoffenheim.

Hoffenheims Ishak Belfodil (r.), Leipzigs Torschütze Willi Orban
DPA

Hoffenheims Ishak Belfodil (r.), Leipzigs Torschütze Willi Orban


RB Leipzig hat dank einer starken Schlussoffensive gegen Hoffenheim ein 1:1-Unentschieden gerettet - und hatte sogar Chancen auf den Sieg. Andrej Kramaric hatte die Gäste in der 22. Minute in Führung gebracht, Willi Orban spät ausgeglichen (89.). Leipzig steht weiterhin auf Rang vier, Hoffenheim bleibt Achter.

Die erste gute Szene hatten die Gäste. Nach einem langen Pass von Hoffenheims Kasim Adams hatte Kramaric eigentlich freie Bahn, doch er konnte den Ball nicht verarbeiten. Besser machte er es in der 22. Minute: Nach einem Schuss von Joelinton, den Péter Gulácsi noch abwehren konnte, staubte Kramaric zur Führung ab.

Der Hoffenheimer Stürmer war auch in der zweiten Hälfte gefährlich: Kramaric kam an der rechten Ecke des Fünfmeterraums an den Ball, Willi Orban und Marcel Halstenberg konnten die Situation gemeinsam entschärfen (59.). Einige Minuten später war er eigentlich schon alleine auf dem Weg zum RB-Tor - doch der Assistenz hob die Fahne wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung.

Sabitzers Fernschuss geht nur Zentimeter drüber

Auch die Leipziger hatten Möglichkeiten - obwohl Starangreifer Timo Werner krank fehlte: Orban versuchte es nach einem Freistoß per Kopf, doch Oliver Baumann parierte stark (54.). Der eingewechselte Kevin Kampl bereitete sieben Minuten später eine Chance von Matheus Cunha vor, die dieser neben das Tor setzte (61.).

In der Schlussphase ging das Vergeben der Chancen munter weiter: Erst schoss Leipzigs Lukas Klostermann vorbei, dann wurde Marcel Sabitzers Versuch abgeblockt (80.) . Auf der anderen Seite scheiterte Hoffenheim-Angreifer Ádám Szalai mit einem Kopfball an Gulácsi.

Dann fiel aber doch noch der Ausgleich: Eine Hereingabe von Halstenberg grätschte Orban ins Tor der Hoffenheimer (89.). Sogar den Siegtreffer hatte Halstenberg auf dem Fuß - doch sein Fernschuss strich wenige Zentimeter über der Latte (90.), Sabitzers Kopfball flog ein paar Meter höher drüber (94.).

RB Leipzig - TSG Hoffenheim 1:1 (0:1)
0:1 Kramaric (22.)
1:1 Orban (89.)
Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Konate, Halstenberg - Ilsanker (46. Adams), Demme (61. Kampl) - Sabitzer, Laimer - Poulsen, Cunha (75. Augustin)
Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Adams, Posch, Schulz - Grillitsch, Demirbay, Amiri (64. Bicakcic) - Joelinton (82. Nelson), Kramaric, Belfodil (69. Szalai)
Schiedsrichter: Felix Brych
Zuschauer: 33.569
Gelbe Karten: - Kaderabek (5)

bka



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
bcpt8 26.02.2019
1.
Temporeicher Schlagabtausch zweier Teams mit Ambitionen auf die CL-Plätze. Mit weiterhin klar besserer Ausgangposition für Leipzig, während 1899 bislang als Remiskönig der Liga trotz viel Potential etwas auf der Stelle tritt und damit punktemäßig doch näher an Düsseldorf und Freiburg verharrt als an Platz vier ranrückt. Die TSG vor allem in der ersten Hälfte mit einer m. E. sehr gelungenen Balance aus defensiv intelligenter, griffiger Zentrumsverdichtung und permanentem Offensivdruck insbesondere über die Außen. Die Leipziger, davon zunächst sichtlich überfordert, fanden dann im Verlauf nicht zuletzt durch Rangniks überraschende "10"er-Besetzung ins Spiel und zur Dominanz im zweiten Durchgang: Laimer wies auf dieser Position polyvalente Befähigung nach, gab mit Halsteberg wertvolle Impulse für torgefährliche Annäherungen der "Bullen" und harmonierte gut mit Poulsen, dem allerdings ohne den kranken Werner weitere Unterstützung im Strafraumzentrum bis zur späten Einwechslung von Augustin fehlte. Die Berechtigung von mindestens zwei Abseitsentscheidungen zum Nachteil der Hoffenheimer blieb fragwürdig, zumal die Szenen entsprechend der Leitlinien zur VAR-Überprüfung besser hätten weiterlaufen sollen. Glück allerdings für Schulz, als er nach verlorenem Zweikampf mit Klostermann am Boden liegend den Ball ungeniert mit der Hand aus der Gefahrenzone zu schubsen versuchte und dabei unbemerkt bzw. unsanktioniert vom Schiedsrichtergespann blieb.
Pela1961 26.02.2019
2. Was soll das?
"Einige Minuten später war er eigentlich schon alleine auf dem Weg zum RB-Tor - doch der Assistenz hob die Fahne wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung." Was soll denn diese Formulierung? War es jetzt Abseits oder war es eine Fehlentscheidung? Was will der Spon denn diesmal wieder andeuten?
meresi 26.02.2019
3. Nichts für schwache Nerven
Warum spielt Forsberg nicht ? und Kampl und Augustin von Beginn an ? Fragen über Fragen...Dank Orban ein mühsames Remis. Hoffenheim taktisch gut eingestellt von Begin an, wär fast ins Auge gegangen.
spon1899 26.02.2019
4.
Ganz gute Lösung, dass am überflüssigen Montag wenigstens nur Betriebssport angesetzt wird und nicht Dortmund-München oder Gladbach-Werder.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.