Fußball-Bundesliga DFL vermeldet 14. Umsatzrekord in Folge

Neue Bestmarke im deutschen Profifußball: Die Bundesliga hat in der vergangenen Saison 3,91 Milliarden Euro umgesetzt. In der zweiten Liga ging der Umsatz hingegen zurück.

Serge Gnabry von Bayern München und Dortmunds Achraf Hakimi (v.l.)
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Serge Gnabry von Bayern München und Dortmunds Achraf Hakimi (v.l.)


Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2017/18 zum 14. Mal in Folge einen Umsatzrekord erzielt. Das geht aus dem Wirtschaftsreport 2019 der Deutschen Fußball Liga (DFL) hervor. Der Umsatz aller 36 Profiklubs in Bundesliga und zweiter Liga stieg in der vergangenen Spielzeit auf 4,42 Milliarden Euro. Die vorherige Bestmarke aus der Saison 2016/2017 hatte bei 4,01 Milliarden Euro gelegen. Auf die höchste deutsche Spielklasse entfielen davon 3,81 Milliarden Euro (Saison 2016/2017: 3,37 Milliarden Euro).

Aus dem Report geht hervor, dass 17 von 18 Bundesligisten einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro in der vergangenen Spielzeit verzeichneten. In der zweiten Liga hingegen ging der Umsatz leicht zurück. Die DFL erklärt dies mit "der veränderten Zusammensetzung der Spielklasse infolge von Auf- und Abstiegen". Während der FC Ingolstadt und Darmstadt 98 neu in die zweite Liga kamen, stiegen der VfB Stuttgart und Hannover 96 aus dieser auf.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sieht den Anstieg der Zahlen auch in den TV-Geldern begründet. "Der deutsche Profifußball hat sich unverändert positiv entwickelt. Dazu tragen wesentlich die Erlöse aus den aktuellen Medienverträgen bei, die sich erstmals in den Bilanzen niederschlagen", sagte er. Im Frühjahr 2020 sollen die TV-Rechte laut Seifert neu vergeben werden.

Trotz des Wachstums, das zu 65 Prozent auf den Medienvertrag zurückzuführen ist, sank der Gesamtgewinn der Bundesliga in der zurückliegenden Saison auf 102 Millionen Euro. Bereits im vorangegangenen Spieljahr war das Plus auf 150 Millionen Euro geschrumpft, nachdem der Gewinn in der Saison 2015/2016 noch die Rekordhöhe von 206 Millionen Euro betragen hatte.

ngo/dpa/sid

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insgesamt 25 Beiträge
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Seite 1
isi-dor 13.02.2019
1.
Verschwiegen wird, dass der Steuerzahler Abermillionen reinbuttert, damit die Spiele überhaupt stattfinden können, denn die so genannten "Vereine", also die Wirtschaftsunternehmen, die den Spielbetrieb in realiter ableisten, zahlen nicht angemessen selbst für die Sicherheit der Besucher. Wenn mir der Staat meine Betriebsstätte hinstellt, dann kann ich auch Rekordgewinne einfahren.
karton 13.02.2019
2. @ 1
Die Vereine haben aber auch lt. dem Bericht 1,218 Milliarden an Steuern bezahlt.
Oihme 13.02.2019
3. Falsch!
Zitat von isi-dorVerschwiegen wird, dass der Steuerzahler Abermillionen reinbuttert, damit die Spiele überhaupt stattfinden können, denn die so genannten "Vereine", also die Wirtschaftsunternehmen, die den Spielbetrieb in realiter ableisten, zahlen nicht angemessen selbst für die Sicherheit der Besucher. Wenn mir der Staat meine Betriebsstätte hinstellt, dann kann ich auch Rekordgewinne einfahren.
Allein die 36 Vereine der 1. und 2. Liga (ohne deren Umfeld Handel/Gastronomie/Verkehr) zahlen nach Angaben der DFL im Jahre 2016 rund 1,13 Milliarden Steuern, die Kosten für die Polizeieinsätze zu den Spielen der Bundesligaclubs der obersten beiden deutschen Ligen schlagen hingegen mit "nur" rund 70 Millionen Euro oder 1,4 Millionen Arbeitsstunden bei der Polizei pro Jahr zu Buche. Die Angaben sind überall nachzulesen. Der Staat verdient sich also am Profi-Fußball eine goldene Nase, wo sehen Sie ein "Abermillionen reinbuttern" des Steuerzahlers?
super-m 13.02.2019
4.
Wann hören diese Unwahrheiten wie in Beitrag #1 endlich auf? Die Clubs führen an jedem Spieltag auf verschiedenesten Wegen Unmengen an Steuern ab, von denen natürlich auch ein Teil auch für Sicherheitsvorkehrungen und Stadionfinanzierungen wieder ausgegeben werden. Trotzdem ist das für Staat und Steuerzahler insgesamt ein gutes Geschäft. Alleine die Tickets... Wenn man mal mit durchschnittlich 40? pro Karte und mit 40000 Zuschauern pro Spiel rechnet, wären über eine viertel Million Euro, sprich an einem Spieltag um die 2,5 Millionen Euro alleine aus dem Ticketverkauf. Und hier sind noch keine Steuereinnahmen aus Fanartikeln, Verpflegung, Anreise etc eingerechnet. Eine gewisse Naivität scheint bei der Betrachtung dazu zu gehören, anders kann ich mir nicht vorstellen, warum man ernsthaft denken kann, dass der Staat auf lange Sicht ein Minusgeschäft tolerieren würde.
trojanspirit 13.02.2019
5. @isi-dor
Zum einen wurden von den Vereinen in Summe über 1,2 Mrd Euro an Steuern gezahlt. Das dürfte einen Gutteil der Kosten decken und noch ein Häppchen überbleiben. Die Betriebsstätten, also die Stadien, gehören entweder den Clubs oder auch den Städten. Die bekommen in dem Fall Mietzahlungen. Für die Sicherheit in den Stadien sind die Vereine verantwortlich, außerhalb die Polizei. Das ist auch gut so. Ich möchte auch nicht auf der Staße von irgendwelchen selbsternannten Sicherheitskräften belästigt werden. Ansonsten profitieren die Städte durch die Spiele nicht unwesentlich durch Einnahmen drumherum, insbesondere die Gastronomie. Nach Ihrer werten Darstellung müsste sonst alle Veranstaltungen mit gewissen Sicherheitspotential (also alle wo eine gewisse Anzahl von Personen aufeinander trifft) vom Betreiber bezahlt werden. Volks- oder Stadtfeste bis hin zu Theaterveranstaltungen. Es ist nunmal Aufgabe der Polizei auch das zu sichern. Dafür ist sie da.
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