Bundesliga Stuttgart dreht das Spiel gegen Freiburg - und verpasst doch den Sieg

Spektakel in Stuttgart: Lange sah es so aus, als würde der VfB gegen Freiburg verlieren. Dann drehten die Schwaben den Spielstand sogar kurzzeitig - doch der Sport-Club kam Momente vor dem Abpfiff zurück.

Mario Gomez
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Mario Gomez


Der VfB Stuttgart und der SC Freiburg trennen sich in der letzten Partie des 20. Bundesliga-Spieltages 2:2 (0:1). Für die Treffer im Baden-Württemberg-Derby sorgten Freiburgs Janik Haberer (4. Minute) und Florian Niederlechner (90.+4) sowie Emiliano Insua (75.) und Daniel Didavi (83.) für Stuttgart. Der VfB verbleibt nach dem Remis auf Tabellenplatz 16 und hat drei Punkte Rückstand auf den FC Augsburg, der sein Spiel zuvor gegen Mainz gewinnen konnte. Freiburg ist 13.

Die Partie war kaum angepfiffen, da lief der VfB schon einem Rückstand hinterher. Janik Haberer verwandelte nach Vorarbeit von Nils Petersen den ersten Freiburger Torschuss in der vierten Minute zur 1:0-Führung. Zuvor hatte Alexander Esswein für die Hausherren eine Chance im Freiburger Strafraum vergeben (2.).

In der 33. Minute eroberte Esswein den Ball in der eigenen Hälfte, scheiterte aber aus der Distanz an SC-Keeper Alexander Schwolow. Gefährlicher sollte es in der ersten Hälfte für den Torwart der Gäste nicht mehr werden.

Hin und her in Hälfte zwei

Nach Wiederanpfiff wechselte VfB-Trainer Markus Weinzierl Mario Gomez ein, doch für ein Unentschieden konnte dieser nicht sorgen. Durch Lucas Höler (47.) und Keven Schlotterbeck (60.) hatten hingegen die Gäste die Chance, zum 2:0 zu erhöhen.

Emiliano Insua machte dem zuletzt in vier Spieltagen sieglosen VfB mit seinem Ausgleichstreffer (75.) doch wieder Hoffnung, bevor Daniel Didavi mit seinem Tor in der 83. Minute das Spiel drehte und zum 2:1 traf. Nachdem Gomez wegen wiederholten Ellbogenschlags Gelb-Rot sah (88.), kam Freiburg durch den eingewechselten Niederlechner doch noch zum Ausgleich (90.+4).

Für Gomez war es der erste Platzverweis in der seiner Profi-Karriere.

"Ich bin enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Die Entscheidungen des Schiedsrichters waren maßgeblich dafür verantwortlich", sagte VfB-Coach Weinzierl sagte nach der Partie. "Ich habe ihn anschließend gefragt, warum es eine so lange Nachspielzeit gab und warum der Mario die Gelb-Rote Karte gegeben hat. Der Platzverweis war für mich definitiv zu hart", so der Coach.

Unter Weinzierl holte der VfB in 13 Bundesliga-Spielen lediglich zehn von 39 möglichen Punkten und verbuchte neun Niederlagen (drei Siege, ein Remis).

VfB Stuttgart - SC Freiburg 2:2 (0:1)
0:1 Haberer (4.)
1:1 Emiliano Insua (75.)
2:1 Daniel Didavi (83.)
2:2 Niederlechner (90.+4)
Stuttgart: Zieler - Pavard, Kabak, Kempf, Emiliano Insua - Gentner, Ascacibar - Esswein (88. Beck), Zuber - Donis (46. Gomez), Gonzalez
Freiburg: Schwolow - Gulde (38. Schlotterbeck), Lienhart, Heintz (84. Niederlechner) - Haberer, Koch, Kübler, Günter - Höler (79. Gondorf), Petersen, Grifo
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 51.009
Gelb-Rot: Gomez
Gelbe Karten: Donis, Pavard, Kabak

ngo/sid



insgesamt 9 Beiträge
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brandmauerwest77 03.02.2019
1. Der Abstieg
des VFB rückt immer näher. Sollte es tatsächlich so kommen, wäre in Stuttgart so einiges zu klären. Vor allem Manager Reschke und Präsident Dietrich werden dann zu erklären haben, wie es sein kann, dass man eine Menge Geld für nichts verpulvert hat. Ob der Verein einen erneuten Abstieg in die 2. Liga überlebt, steht in den Sternen. Die Unfähigkeit in der Stuttgarter Vereinsspitze hat inzwischen den Status einer Tradition erreicht, seit der letzten Meisterschaft 2007 ging es leider nur noch abwärts. Es fällt immer schwerer andere Ursachen neben der sprichwörtlichen Inkompetenz zu finden. Und das in einem wirtschaftlich extrem starken Umfeld, in dem sich genügend Geld generieren ließe, würde es nur endlich mal in sportlichen Erfolg umgesetzt. Eigentlich unfassbar, die schwäbischen Tüftler bekommen es nicht auf die Reihe.
Levator 03.02.2019
2. Das könnte
den Abstieg bedeuten , möglicherweise zurecht in Anbetracht der Reschke-Rampe und dessen Spieler-Verpflichtigungen
spon1899 03.02.2019
3.
Stuttgart sollte sich keine Sorgen machen. 96 und Nürnberg haben weniger Punkte und spielen bisher schwächer und lassen auch keine Besserung erkennen.
Frankenstein1 03.02.2019
4. SC Fr / VFB S --wer im Ernst schaut denn da eigentlich zu, außer
die näheren "Verwandten"- sprich Zuschauer aus nahegelegenen Ortschaften Das soll niemand persönlich diffamieren oder kränken. Aber die Fahrstuhl-Mannschaft Freiburg zumindest ist samt ihrem Mangement und Streichs meist unbeherrschter Rumpelstilzchen- Tänze am Spielfeldrand doch recht provinziell im negativen Sinn...Ich frage mich nebenbei,- wie wollen die später ihre neue "Arena" mit ausreichend Zuschauern besetzen? Selbst wenn sie derzeit auch auf Platz 13 liegen... Und der vormals bedeutende Fußballverein VFB Stuttgart? Bei dem immer sehr gute Spieler hochkamen - ein Schatten seiner selbst- leider! Was ist denn mit dem VFB eigentlich los? Woran liegt es ? Falsches Management- die Spieler sind es nicht!
wernerz 03.02.2019
5. Obwohl . . .
ich Mario Gomez seit Jahren sehr schätze und auch akzeptiere, dass sein Spiel zwangsläufig nicht mehr auf dem Höhepunkt sein kann, kann ich nicht verstehen, dass er seiner bedrohten Mannschaft und seinem Verein diesen Bärendienst erwiesen hat. Eine Wiederholung eines Foulspiels nach dem Besitz einer Gelben Karte lässt mich an seine bisher bei ihm bewunderten Abeeklärtheit und Lebenserfahrung zweifeln.
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