Bundesliga Wolfsburg schlägt das nächste Topteam - Werder siegt in der Nachspielzeit

Schalke geschlagen, jetzt auch in Leverkusen gewonnen: Wolfsburg ist die große Überraschung der ersten zwei Spieltage. Bremen verlor seinen Stammkeeper - gewann aber spät das Spiel in Frankfurt.

Jubelnde VfL-Spieler
DPA

Jubelnde VfL-Spieler


Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg 1:3 (1:1)

Wolfsburg hat durch einen Sieg in Leverkusen die Tabellenführung übernommen. Die Gastgeber waren zwar in der 24. Minute durch eine starke Einzelleistung von Leon Bailey in Führung gegangen, doch noch vor der Pause patzte Bayer-Torwart Ramazan Özcan und wehrte einen harmlosen Ball von VfL-Verteidiger Yannick Gerhardt ins eigene Tor ab (37. Minute). Im zweiten Durchgang wurde Wolfsburg in der Offensive zwingender und Bayer zunehmend wackeliger. Wout Weghorst (55.) und Renato Steffen (60.) nutzten diese Unsicherheiten konsequent und trafen zum 3:1-Endstand.

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 1:2 (0:1)

Beinahe hätte Eintracht Frankfurt in Unterzahl einen Punkt gegen Werder Bremen gerettet. Ab der 32. Minute agierte die Eintracht mit zehn Mann, Jetro Willems hatte nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen - und bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit hielt die Eintracht das Remis. Dann aber traf Milot Rashica per Freistoß zum 2:1-Auswärtssieg.

Der erste Treffer der Partie war zunächst fälschlicherweise nicht gegeben worden, erst nach Intervention des Videoschiedsrichters war aber klar: Bremens Yuya Osako stand beim Zuspiel von Maximilian Eggestein nicht im Abseits (22.). Osako überwand Keeper Kevin Trapp, der nur einen Tag nach seiner Rückkehr zur Eintracht sofort im Tor der Gastgeber stand. Die prominenteste Nachverpflichtung der Gäste, Nuri Sahin, fehlte dagegen im Bremer Kader.

Mijat Gacinovic (l.), Jirí Pavlenka
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Mijat Gacinovic (l.), Jirí Pavlenka

Ein Fehler von Ludwig Augustinsson brachte die Bremer jedoch um ihren Vorsprung: Mijat Gacinovic nahm die zu kurze Rückgabe auf, umkurvte Werder-Keeper Jirí Pavlenka, der den Frankfurter nur noch durch ein Foulspiel stoppen konnte. Pavlenka verletzte sich bei dieser Aktion, bekam den Ellbogen seines Gegenspielers ins Gesicht und konnte das Spiel nicht fortsetzen. Der erst 18 Jahre alte Luca Plogmann ersetzte ihn, war beim Strafstoß von Sébastien Haller allerdings machtlos (54.).

FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach 1:1 (1:0)

Augsburg hat durch ein Unentschieden gegen Gladbach den zweiten Saisonsieg verpasst. Michael Gregoritsch erzielte die Führung für die Gastgeber, nachdem Borussia-Verteidiger Tony Jantschke eine Hereingabe von Philipp Max unterschätzt hatte (12.). Borussia-Trainer Dieter Hecking wechselte früh und brachte zum Beginn des zweiten Durchgangs Alassane Pléa, der in der 68. Minute den 1:1-Endstand erzielte.

TSG Hoffenheim - SC Freiburg 3:1 (0:1)

Im Badener Duell hat Hoffenheim den SC Freiburg 2:1 geschlagen. Die Gastgeber waren von Beginn an stärker und trafen früh durch Leonardo Bittencourt (6.). Nach Prüfung der Videobilder entschied Schiedsrichter Robert Hartmann jedoch auf Abseits. Verteidiger Dominique Heintz erzielte nach 36 Minuten die Führung für Freiburg, als er eine schlechte Kopfballabwehr des eingewechselten Kevin Akpoguma nutzte (36.). Doch Hoffenheim kam zurück und drehte die Partie durch zwei Treffer von Adam Szalai (50., 63.). In der vierten Minute der Nachspielzeit traf Andrej Kramaric zum Endstand ins leere SC-Tor.

Adam Szalai
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Adam Szalai

1. FC Nürnberg - FSV Mainz 05 1:1 (0:1)

Die schwarze Serie des Clubs hat ein Ende: Acht Bundesligaspiele in Folge hatte der 1. FC Nürnberg verloren - die letzten sieben Partien im Abstiegsjahr 2014, dazu den Auftakt in der Vorwoche bei Hertha BSC, diesmal gab es zumindest ein 1:1-Unentschieden gegen Mainz 05. Jean-Philippe Mateta hatte die Gäste nach 25 Minuten in Führung geköpft, Mikael Ishak erzielte kurz nach der Pause den Ausgleich (48.).

chh/tip

insgesamt 3 Beiträge
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der_dr_Nickel 01.09.2018
1. Gebt das Hanf frei...
...dann wäre unser Nieder(Schläger)länder auch besser drauf https://m.youtube.com/watch?v=r_XC3Yyka1g Was bleibt? Kevin ist back! Auch zu zehnt können die Adlerträger ansprechenden Fußball spielen! In DO müssen drei Punkte her!
Franke aus Hamburg 01.09.2018
2. Wolfsburg...
... auf der Erfolgsspur. Klasse Leistung. Und unten pendeln sich langsam die farblosen Stehgeiger ein, die in der BuLi schon seit Jahren nichts mehr verloren haben: Freiburg ist schon da, Mainz und Augsburg folgen noch.
mariomeyer 01.09.2018
3. @frange_aus_hamburch
Ich verstehe, dass man als in Hamburg lebender Franke doppelt vom Leben bestraft ist - aber warum haben Sie zudem auch so wenig Fingerspitzengefühl dafür, welche Clubs/Vereine/Werkselfen (haha) und Promo-Aktionen in die 1. Bundesliga gehören und welche nicht? Für mich gibt es noch einige andere Mannschaften, die mir weniger lieb sind als die von Ihnen aufgezählten. Aber natürlich bin ich weder Franke, noch lebe ich in Hamburg. Vielleicht hat es damit zu tun.
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