Fußball-Bundesliga Rashica schießt Werder zum Sieg über Augsburg

Nach nicht einmal einer halben Stunde war die Partie entschieden: Beim Bremer Heimerfolg über Augsburg war Milot Rashica der überragende Mann. Dabei stand er nicht einmal eine Halbzeit lang auf dem Platz.

Milot Rashica (M.)
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Milot Rashica (M.)


Werder Bremen hält durch den Heimsieg über den FC Augsburg den Anschluss an die Europacupränge. Die Bremer bezwangen den FCA 4:0 (3:0), im Mittelpunkt stand dabei Milot Rashica. Der 22 Jahre alter Stürmer erzielte zwei spektakuläre Treffer (5. Minute, 28.), ehe er angeschlagen ausgewechselt werden musste (36.). Die anderen Bremer Treffer erzielten Johannes Eggestein (27.) und Kevin Möhwald (83.).

Werder ist zwar Tabellenzehnter. Der Rückstand auf Rang sechs beträgt aber nur drei Punkte. Augsburg bleibt als 15. weiter im Abstiegskampf.

Die Trikots der Bremer, eine vier Grüntöne umfassende Spezialanfertigung zum 120. Geburtstag des Klubs, waren gewöhnungsbedürftig. Der Fußball, den sie spielten, war dafür umso ansehnlicher. Dem 1:0 ging ein Hackenpass von Max Kruse auf Davy Klaassen voraus; der Niederländer spielte den Ball in den Lauf von Rashica, der Bremen früh in Führung brachte.

Auch sein zweiter Treffer resultierte aus einer Kruse-Ablage auf Klaassen und einem sehenswerten Pass des 25-Jährigen. Rashica verlud Augsburgs Reece Oxford mit einem Haken aus vollem Lauf und schlenzte den Ball ins lange Eck. Kurz darauf musste er angeschlagen ausgewechselt werden (36.).

Johannes Eggestein und Möhwald erzielten ihre Tore jeweils nach Eckbällen, die die Augsburger Abwehr nicht klären konnte. Dazu vergaben unter anderem Theodor Gebre Selassie (12.), Maximilian Eggestein (34.), sein Bruder Johannes (39.) und Kruse (49.) gute Gelegenheiten für Werder.

Und Augsburg? Wurde nur selten gefährlich, und wenn, dann scheiterten die Gäste an Jiri Pavlenka. Michael Gregoritsch nach einer schönen Kombination (41.) und Alfred Finnbogason (43.) schafften es nicht, Bremens Torwart zu überwinden.

Werder Bremen - FC Augsburg 4:0 (3:0)
1:0 Rashica (5.)
2:0 Johannes Eggestein (27.)
3:0 Rashica (28.)
4:0 Möhwald (83.)
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Bargfrede - Maximilian Eggestein, Klaassen - Johannes Eggestein (77. Pizarro), Kruse (88. Sargent), Rashica (36. Möhwald). - Trainer: Kohfeldt
Augsburg: Kobel - Oxford, Khedira, Stafylidis - Schmid, Moravek, Baier (88. Stanic), Max (53. Jensen) - Ji - Gregoritsch, Finnbogason (68. Hahn). - Trainer: Baum
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 40.138
Gelbe Karten: - / Baier (5.)

mon



insgesamt 6 Beiträge
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widower+2 10.02.2019
1. Sehe ich etwas anders
Wenn ich mal die Bremer Brille absetze, war das über lange Strecken nicht unbedingt souverän. Ohne einen wieder mal überragenden Pavlenka und mit etwas anders verteiltem Spielglück hätte das zur Halbzeit auch 2:2 oder 3:3 stehen können. Die Augsburger haben auf jeden Fall eine beachtliche Spielkultur und sind klar stärker als Hannover, Düsseldorf und Nürnberg.
Nonvaio01 10.02.2019
2. Bremen mal nicht abstiegsnoeten
wer haette das gedacht...
spon1899 10.02.2019
3.
Jiri schon wieder super. Vorne endlich mal sehr effektiv und nur drei Punkte hinter Europa. Sehr schöne Woche. Und: Gut, dass sie die Trikots nur heute trugen :-)).
bcpt8 10.02.2019
4.
In der Hinrunde auch den Favoriten immer mal wieder Paroli bietend, scheint den Augsburgern ihre Widerborstigkeit mittlerweile abhanden gekommen zu sein. Bereits die Art des Weiterkommens im Pokal gegen den fast absurd überlegenen Zweitligisten Kiel glich einem Offenbarungseid. Der zwar effiziente, manchmal aber auch nachlässige Bremer Schongangmodus nach dem frühzeitigen 3:0 (Rashica mit Speed und treffsicherem "Robben-Move" eine Augenweide) ermöglichte den Fuggerstädtern zwischenzeitlich zwar hochkarätige Chancen (Gregoritsch und Finnbogason nicht clever genug vor dem starken Pavlenka) sowie unbehelligte Distanzsschüsse durch Ji. Greogoristsch brachte es aber unverblümt auf den Punkt: "Jo, mehr Ballbesitz als Bremen - aber gefühlt hatten wir nur Ballverluste vorne und hinten, des is ja da Wahnsinn! Meine Leistung? Ich war scheiße und heute kein Unterschiedsspieler." Hoffentlich finden Baum und Co-Trainer Lehmann bald ein Gegenmittel zum freien Fall auf die Abstiegsplätze. Schiedsrichter Gräfe heute m. E. arg großzügig bei einigen Entscheidungen (Gebre Selassie z. B. unverwarnt nach derbem Tritt auf Moraveks Spann kurz vor Schluss).
charlybird 10.02.2019
5. Die Bremer
sollten nur noch hässliche Trikots tragen, könnte sie womöglich zu noch Höherem tragen. Der/die diese Jerseys verbrochen hat, schöpft sein Talent sicherlich aus einer besonderen Farbenwahrnehmung, die Normalsterblichen zeitlebens verborgen bleiben wird. Ich hörte, dass die Dinger 118,- Tacken gekostet haben sollen. Als Fischkopf würde ich so ein Ding nicht mal nehmen, wenn die Euronen einem dazu gereicht würden. Schüttel. Ansonsten haben sie verdient gewonnen, auch wenn die Abwehr hin und wieder nicht so ganz strukturiert war.
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