Fußball-Bundesliga Zweifel am Meister-Tor

Der HSV-Profi Tomas Ujfalusi behauptet, der die Meisterschaft entscheidende Freistoß für Bayern München sei irregulär gewesen.


Ein Tor, das niemals hätte fallen dürfen? Patrik Andersson trifft zum 1:1 für Bayern Müchen
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Ein Tor, das niemals hätte fallen dürfen? Patrik Andersson trifft zum 1:1 für Bayern Müchen

Hamburg - Nach dem Abpfiff im Hamburger Volksparkstadion kam nicht nur die Frage auf, warum Schiedsrichter Dr. Markus Merk im Spiel des HSV gegen Bayern München mehr als vier Minuten hatte nachspielen lassen. Es regten sich auch Zweifel, ob der indirekte Freistoß, den Patrik Andersson zur Meisterschaft in letzter Sekunde für den Rekordmeister verwandelte hatte, berechtigt gewesen sei.

Ujfalusis Unschuldsbeteuerungen

Merk hatte in der Nachspielzeit auf eine irreguläre Rückgabe des Hamburgers Tomas Ujfalusi zu seinem Torwart Mathias Schober und auf indirekten Freistoß im Strafraum des HSV entschieden. Wenn stimmt, was Ujfalusi hinterher beteuerte, hat eine Fehlentscheidung Merks die Meisterschaft für die Bayern und gegen Schalke 04 entschieden. "Sergio und ich haben den Ball berührt", sagte der 30-jährige Tscheche laut "Bild am Sonntag". Damit hätte die Rückpass-Regel keine Anwendung finden dürfen, Merk hätte Abschlag vom HSV-Tor geben müssen.

Und auch die Aussage von HSV-Torwart Mathias Schober könnte als Beleg für eine falsche Regelauslegung des Lauterer Referees gewertet werden. "Für mich war das ein Gestocher, kein Rückpass. Sonst hätte ich den Ball nicht aufgenommen ", sagte Schober, der im September des letzten Jahres von Schalke zum HSV gewechselt war. Sein Sportlicher Direktor, Holger Hieronymus, wollte sich jedoch gar nicht erst auf eine Regeldebatte einlassen und gab Schober die Schuld: "Es wäre besser gewesen, den Ball auf die Tribüne zu dreschen."



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