Sieg im letzten Pflichtspiel unter Hrubesch Deutschlands Fußball-Frauen fahren zur WM

Endlich einmal gute Nachrichten für den DFB: Das Frauen-Nationalteam hat sich für die Endrunde in Frankreich qualifiziert. Zudem könnte Interimscoach Horst Hrubesch mit einem Rekord verabschiedet werden.

Alexandra Popp jubelt mit ihren Teamkolleginnen
DPA

Alexandra Popp jubelt mit ihren Teamkolleginnen


Horst Hrubesch hat seine Mission WM-Qualifikation mit den deutschen Fußball-Frauen mit einem 8:0 (3:0) auf den Färöer Inseln erfolgreich abgeschlossen. Die Olympiasiegerinnen wurden in ihrer Gruppe Erste und fahren zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr nach Frankreich.

Vor rund 700 Zuschauern im Nationalstadion von Torshavn trafen Lea Schüller (3. Minute), Lina Magull (25.) und Leonie Maier (27.) vor der Pause. Nach dem Wechsel schossen Carolin Simon (58., 73.), Magull (68.) und Alexandra Popp (71., 90.+2) die Tore. Hrubesch hatte das Traineramt bei den DFB-Frauen nach der Trennung von Steffi Jones im Frühjahr interimsweise übernommen.

Hrubesch könnte mit einer Bestmarke gehen: Drei Tage nach dem wichtigen 2:0 (1:0) in Island feierte der 67-Jährige seinen fünfen Sieg in Serie und egalisierte so den Startrekord von Silvia Neid aus dem Jahr 2005. Da Nachfolgerin Martina Voss-Tecklenburg noch mit der Schweiz in die Playoffs muss, kann Hrubesch seine Bilanz in den kommenden Testspielen sogar noch ausbauen.

Horst Hrubesch mit seinen Spielerinnen
Getty Images

Horst Hrubesch mit seinen Spielerinnen

Für die Vorbereitung zur WM ist das für die DFB-Auswahl keine glückliche Situation. "Wir hätten es gerne anders gehabt", sagte Hrubesch in der ARD, freute sich aber erst einmal über die sichere WM-Teilnahme: "Insgesamt können wir mit diesem Spiel zufrieden sein."

Die Fußball-WM findet vom 7. Juni bis zum 7. Juli 2019 statt. Deutschland wurde mit den Siegen 2003 und 2007 bisher zwei Mal Weltmeister.



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Crom 04.09.2018
1.
Der DFB sollte zumindest bis zur WM mit Hrubesch weiter machen, vielleicht sogar bis zu den Olympischen Spielen 2020, falls man sich dafür qualifiziert.
Prussia Culé 05.09.2018
2. Hrubesch will Karriere beenden
Zitat von CromDer DFB sollte zumindest bis zur WM mit Hrubesch weiter machen, vielleicht sogar bis zu den Olympischen Spielen 2020, falls man sich dafür qualifiziert.
Hrubesch hatte bereits mehrfach erklärt, dass er über die Quali hinaus (bzw. nun möglicherweise für 2 weitere Spiele, da die Schweiz in die Play-Offs muss) nicht zur Verfügung stehen und seine Karriere als Trainer - auch seiner Familie zuliebe - beenden wird.
xxgreenkeeperxx 05.09.2018
3. Danke Horst
Für mich war Horst Hrubesch, das Kopfballungeheuer, im Vergleich zu Herrn Löw sowohl der bessere Spieler als auch der bessere Trainer, auch wenn er nie Weltmeister war.
zaunreiter35 05.09.2018
4. Martina Voss-Tecklenburg
Was man sich so ausgedacht hat beim DFB. Jetzt muss sie mit den Schweizerinnen in die Play-Offs, weil man aus den letzten beiden Spielen nur einen Punkt herausgeholt hat. Aber: Glückwunsch an die Töchter Schottlands: Gle mhath! Der gestrige Abend wirbelte nochmal alles durcheinander. Durch zwei frühe Tore kamen die Frauen im Oranjetrikot im norwegischen Oslo schnell auf die Verliererstraße, schafften aber nur noch ein Tor und verloren mit 1:2 auch noch die Direktqualifikation. Wolfsburgs Sara Björk verschoß einen Elfmeter zum Schluß, der letztendlich auch ihre Isländerinnen aus der Relegation beförderte. Leider verloren die Frauen um Pernille Harder zuhause gegen ihre Nachbarinnen, die mit dreckiger Spielweise und einer alles laufenlassenden Schiri gewannen. Jetzt streiten sich - ausgerechnet - die Niederlande, die Schweiz, Dänemark und Belgien um den letzten europäischen Platz.
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