Ehemaliger VfB-Coach DFB ehrt Hannes Wolf als "Trainer des Jahres"

Auszeichnung "zu einem untypischen Zeitpunkt": Hannes Wolf ist für den DFB der "Trainer des Jahres". Der Coach musste im Januar beim VfB Stuttgart gehen und ist seither ohne Job.

Hannes Wolf
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Hannes Wolf


Er ist der Nachfolger von Vorjahressieger Julian Nagelsmann: Hannes Wolf ist als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet worden. Der 36-Jährige wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der Abschlussveranstaltung des 64. Fußballlehrer-Lehrgang in Neu-Isenburg geehrt. "Wir sind uns bewusst, dass die Auszeichnung von Hannes Wolf zu einem untypischen Zeitpunkt erfolgt", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. "Er erhält den Trainerpreis, weil wir von ihm und seiner Arbeit überzeugt sind."

Wolf hatte im vergangenen Sommer den VfB zurück in die Bundesliga geführt, musste aber am 28. Januar angesichts der Abstiegsgefahr gehen. "Das ist eine Anerkennung für unsere Arbeit in den vergangenen Jahren. Ich freue mich riesig, dass das auch von offizieller Seite gewürdigt wird", wird Wolf in einer DFB-Mitteilung zitiert. Unter seinem Nachfolger Tayfun Korkut ist der Bundesligist seit sieben Spielen unbesiegt. Aktuell steht der VfB als Liga-Achter sechs Punkte hinter den Europapokal-Plätzen.

"Seine Erfolge im Nachwuchs von Borussia Dortmund kann jeder nachlesen, fast noch wichtiger ist, wie häufig es ihm gelungen ist, junge Spieler zu formen und zu entwickeln", sagte Grindel. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Hannes Wolf am Beginn einer sehr erfolgreichen Trainerkarriere steht." Mit dem BVB war der gebürtige Bochumer 2014 und 2015 deutscher B-Jugend-Meister und 2016 A-Jugend-Meister geworden.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (Mitte) und Frank Wormuth beglückwünschen Hannes Wolf (rechts)
DPA

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (Mitte) und Frank Wormuth beglückwünschen Hannes Wolf (rechts)

Vor Wolf hatten bereits Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert, Markus Kauczinski und Julian Nagelsmann den Preis erhalten.

Auf der Ehrung wurde zudem bekannt, dass Daniel Niedzkowski Nachfolger von Frank Wormuth als Leiter der Fußballlehrer-Ausbildung beim DFB wird. Der 41 Jahre alte Niedzkowski arbeitete als Co-Trainer beim Bundesligisten Bayer Leverkusen und ist aktuell Assistent bei der deutschen U21. Wormuth verlässt Ende März den Verband und wird ab dem 1. Juli Cheftrainer des niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Wormuth hatte 2008 die Leitung an der Hennes-Weisweiler-Akademie von Erich Rutemöller übernommen.

jan/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Mike1108 20.03.2018
1. Glückwunsch
.... Aber nachdem sein Nachfolger noch erfolgreicher ist, ist somit dieser Titel für 2018 auch vergeben.... Ich hätte Kovacs oder Streich vorn gesehen
forky 20.03.2018
2. Bvb
Wolf bringt bereits jetzt alles mit, um den BVB im Sommer zu übernehmen. Das ist weniger Risiko, als zum Beispiel die Entscheidungen für Bosz und Stöger. Dass ein Favre, Nagelsmann oder andere besser einschlagen, ist nicht garantiert. Wolf ist ein Eigengewächs, der auf Anhieb funktioniert.
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