Randale beim Fußball DFB verschärft Stadionverbote

Derzeit kann der Deutsche Fußball-Bund gewalttätige Fans für drei Jahre aus deutschen Stadien ausschließen. Das soll sich ändern: Nach SPIEGEL-Informationen verschärft der Verband seine Regeln bei Stadionverboten - und erweitert die Maximaldauer auf fünf Jahre. So sollen Wiederholungstäter bestraft werden.

Fußballfans mit Pyrotechnik: Bis zu fünf Jahre Stadionverbot
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Fußballfans mit Pyrotechnik: Bis zu fünf Jahre Stadionverbot


Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seinen Rahmen für Stadionverbote erweitert und kann gegen Randalierer in Zukunft noch härter vorgehen. Nach den verschärften Richtlinien, die eine Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung von Fanprojekten und Vereinen formuliert hat und die dem SPIEGEL vorliegen, wird zum 1. Januar 2014 das Höchstmaß für Stadionverbote in deutschen Spielstätten der ersten bis vierten Liga von drei auf fünf Jahre ausgedehnt.

Hausverbote von einem, zwei oder drei Jahren bei Gewalt, Verwendung von Pyrotechnik oder verfassungsfeindlichen Umtrieben soll es weiter geben. Der Fünfjahresausschluss kann bei besonders schweren Vergehen gegen Wiederholungstäter verhängt werden.

Der DFB übermittelt gemäß dem Beschluss einmal wöchentlich der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) sowie der Bundespolizei die Namen der ausgesperrten Fans. Vor Spielen der deutschen Nationalmannschaft wird wie bisher eine Namensliste an die internationalen Verbände Uefa und Fifa weitergegeben.



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herthafan77 17.11.2013
1. Der DFB sollte sich um die wirklichen Probleme kümmern
Was ist denn an Pyro schlimm? Durch Polizeigewalt werden viel mehr Leute verletzt. An die die jetzt gleich wieder gegen die Pyrotechnik und die Ultras meckern: Ohne die Ultras gäbe es niemals die gute Stimmung und die guten Choreos. Der DFB sollte sich auch lieber mal um die größeren Probleme kümmern z.B. das immer mehr Traditionsklubs aus den unteren Liga pleite gehen!
inf0rmant 17.11.2013
2. Datenweitergabe?
"Der DFB übermittelt gemäß dem Beschluss einmal wöchentlich der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) sowie der Bundespolizei die Namen der ausgesperrten Fans." - Das klingt für mich so, als ob hier gegen den Datenschutz verstossen wird. Im Klartext: Ich erhalte also von einer "Privatperson" ein örtliches Hausverbot und diese Information wird also an die NSA und weitere rechtschaffende Institutionen: BND, BKA, BP, ZIS usw. weitergegeben? Wo ist eigentlich der Datenschutzbeauftragte dieses Rechtstaates wenn man ihn mal braucht?
tennislehrer 17.11.2013
3. ...da werden einerseits Millionensummen...
....für Spieler ausgegeben, aber der Steuerzahler kommt dann für die Sicherheit dieser Veranstaltungen bezahlen. Da läuft doch gewaltig was schief! Wann endlich zahlen die Vereine das selber?
ginotico 17.11.2013
4. Stimmung?
Ultras machen keine gute Stimmung. Sie singen 30 Minuten am Stück einen einzigen Refrain. Das ist langweilig und geht einem Besucher auf der Tribüne spätestens nach 10 Minuten gehörig auf die Nerven. Ultras feiern im Stadion ihre eigene Party, die nichts mit dem Spielverlauf des Fussballspiels zu tun hat. Das ist für viele im Stadion keine gute Atmosphäre und die Mannschaft wird dadurch auch nicht unterstützt.
auditi 17.11.2013
5. Solange
die Polizeieinsätze mit Steuergeldern finanziert werden wird sich in deutschen Stadien nichts ändern. Politiker wagen sich nicht an die heilige Kuh Fußball heran. Den DFB Bossen gehts eh nur um die Kohle, also bleibt alles beim Alten. Hipp Hipp Hurra.
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