Uefa-Entscheidung Fußball-EM 2024 findet in Deutschland statt

Die Endrunde der übernächsten Fußballeuropameisterschaft wird in Deutschland ausgetragen. Der DFB hat sich mit seiner Bewerbung für das Turnier im Jahr 2024 gegen Mitbewerber Türkei durchgesetzt.

Arena Auf Schalke
DPA

Arena Auf Schalke


18 Jahre nach der Weltmeisterschaft 2006 wird in Deutschland wieder ein großes Fußballturnier der Männer stattfinden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Zuschlag für die Austragung der Europameisterschaftsendrunde 2024 erhalten. Einziger Konkurrent bei der Abstimmung des Exekutivkomitees des europäischen Fußballverbands Uefa war die Türkei. Das Komitee stimmte bei einer Enthaltung mit 12:4 für die deutsche Bewerbung.

"Ich bedanke mich für das unglaubliche Vertrauen. Ich spüre Verantwortung. Wir werden alles dafür tun, den Erwartungen gerecht zu werden", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel nach der Bekanntgabe.

Gespielt werden wird in sechs Jahren in Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt/Main. Der DFB rechnet damit, dass insgesamt 2,78 Millionen Zuschauer zu den 51 Spielen in den Stadien kommen können. Zudem wird es wieder große Fanmeilen geben. Welche Stadt welche Partie bekommt, wird noch festgelegt. Für das Finale kommen aber eigentlich nur München und Berlin infrage.

Türkei bewirbt sich zum vierten Mal ohne Erfolg

"Wir bieten politische und wirtschaftliche Stabilität, wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept und verfügen über die Erfahrung in der Organisation großer Turniere", hatte Grindel im Vorfeld gesagt. Die Uefa könne sich "darauf verlassen, dass wir 2024 eine EURO erleben werden, die die Entwicklung des Fußballs in Europa voranbringt und für alle Fans ein unvergessliches Erlebnis sein wird".

Die Türkei hatte sich bereits erfolglos um die EM-Turniere 2008, 2012 und 2016 beworben. Deutschland war bislang nur 1988 EM-Gastgeber. 2020 findet die EM wegen des 60-jährigen Jubiläums des Premierenturniers in zwölf Ländern statt. München ist dabei mit vier Partien einziger deutscher Spielort.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Entscheidung am Fernseher in Berlin verfolgt. "Klar", antwortete ein Begleiter per WhatsApp auf die Frage, ob der Präsident zuschaue. Erdogan war für einen am Freitag beginnenden Staatsbesuch am Mittag in Berlin angekommen.

chh/bam/sid



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