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TV-Erlöse: Traditionsvereine wollen mehr Geld

Sie fühlen sich benachteiligt und wollen einen größeren Anteil von den Fernsehgeldern: Sechs Traditionsvereine streben eine neue Verteilung der TV-Gelder an.

Kamera am Spielfeldrand Zur Großansicht
DPA

Kamera am Spielfeldrand

Die Traditionsvereine Eintracht Frankfurt, Werder Bremen, VfB Stuttgart, Hamburger SV, Hertha BSC und 1. FC Köln haben sich zum Bündnis "Team Marktwert" zusammengeschlossen. Das Ziel: innerhalb des Ligaverbands DFL künftig eine andere Ausschüttung der Fernsehgelder zu erreichen.

Bisher werden die Fernsehgelder nach zwei Kriterien vergeben: 65 Prozent werden gleichmäßig unter allen beteiligten Vereinen aufgeteilt. Die weiteren rund 35 Prozent werden gestaffelt nach dem Tabellenstand an die 18 Erstligisten ausgeschüttet.

Neben diesen beiden Punkten will das "Team Marktwert" eine dritte Säule als Bewertungskriterium durchsetzen: "den tatsächlichen Marktwert eines Klubs", wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt.

"Das bisherige Modell der Aufteilung der TV-Erlöse sollte überarbeitet werden", sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle dem "Handelsblatt". Nach Ansicht des 1. FC Köln und seines Geschäftsführers müsse die Wertigkeit der Vereine für die Liga stärker Berücksichtigung finden.

Was Wehrle unter "Wertigkeit" versteht, nannte er auch: "TV-Reichweiten, die Zahl von Fans und Mitgliedern, objektive Zahlen zu Beliebtheit und Bekanntheit oder Interaktionsraten bei Social Media."

Fernsehgelder sind seit Jahren eine elementare Einnahmequelle des Profifußballs. In den nächsten Monaten werden die Fernsehvermarktungsrechte für die Bundesliga neu vergeben. Die DFL spekuliert auf einen Rekorderlös.

elo/dpa

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insgesamt 133 Beiträge
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1. Guter Vorschlag
nolabel 30.03.2016
Analog sollte das Geld für Werksvereine, Pillenclubs und Reichenspielzeug (Hoffenheim, Leipzig...) gekürzt werden.
2. Der FC Bayern
perser1987 30.03.2016
wird wohl am meisten davon profitieren.
3. Wollen darf man viel
bansky 30.03.2016
Allerdings ist das so eine Sache mit der Tradition. Die bringt nur wenig, wenn die Vereine mittelfristig die 1. Liga aufgrund von Erfolglosigkeit verlassen. Die erfolgsabhängige Verteilung der TV-Gelder und der pauschale Anteil sind ein Modell, dass sicher eher nachvollziehbar ist, als ein lustiger Schlüssel, der Sky-Abonnenten und Zuschauerauslastung in Relation mit der Auszahlung setzt. Lieber mal wieder erfolgreich kicken, liebe Stuttgarter, Hamburger, Berliner etc. - dann klingelt auch die Kasse.
4.
bansky 30.03.2016
Zitat von nolabelAnalog sollte das Geld für Werksvereine, Pillenclubs und Reichenspielzeug (Hoffenheim, Leipzig...) gekürzt werden.
Bla...jetzt hat nur dummerweise z. B. Leipzig eine vergleichsweise hohe Fanauslastung bei Heimspielen (auswärts bisher eher nicht). Im Gegenzug zu Hoffenheim sind da 550.000 Einwohner in der ostdeutschen Stadt. Und wie sich die Spiele im TV verkaufen, weiß auch bisher niemand. Wahrscheinlich gar nicht mal schlecht (zumindest im Vergleich mit Ingolstadt oder Darmstadt).
5. Endlich ... sehr guter Vorschlag.
Stefan72 30.03.2016
Das wird auch mal Zeit. Diese Werks - Vereine haben überhaupt keine nennenswerte Fan-Gemeinde. Beim HSV waren gegen Hoffenheim 400 Gäste Fans... Leverkusen oder Wolfsburg will auch niemand sehen... Von daher wäre die Verteilung der TV Gelder nach "Marktwert" nur fair.
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