Umstrittener Funktionär: Teixeira tritt auch aus Fifa-Exekutivkomitee zurück

Ricardo Teixeira hat sein Amt im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes Fifa niedergelegt. Die Entscheidung des Funktionärs habe "persönliche Gründe". Zuletzt war der unter Korruptionsverdacht stehende 64-Jährige schon als brasilianischer Verbandsboss abgetreten.

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Funktionär Teixeira: Auch aus dem Fifa-Exekutivkomitee zurückgetreten

Hamburg - Nun also doch: Der ehemalige brasilianische Verbandschef Ricardo Teixeira ist auch als Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees zurückgetreten. Das teilte der südamerikanische Verband Conmebol auf seiner Internetseite mit. Der 64 Jahre alte Teixeira habe dies dem Conmebol-Präsidenten Nicolás Leoz schriftlich mitgeteilt. Die Entscheidung aus "persönlichen Gründen" sei "unwiderruflich", hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt.

Vor einer Woche war der seit Jahren unter Korruptionsverdacht stehende Teixeira bereits als Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF und als Chef des lokalen WM-Organisationskomitees COL zurückgetreten. Schon einige Tage zuvor hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen beurlauben lassen.

Anschließend hatte die Fifa aber bekannt gegeben, Teixeira werde im Amt bleiben: "Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt Ricardo Terra Teixeira ein Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees. Die Fifa hat weder von Teixeira noch vom Conmebol eine offizielle Mitteilung bezüglich dieses Amtes erhalten."

Teixeira war seit 1994 Mitglied in der sogenannten Fifa-Regierung. Er und sein ehemaliger Schwiegervater, der frühere Weltverbands-Präsident João Havelange, sollen im Zuge des Korruptionsskandals um die 2001 in Insolvenz gegangene Sportvermarktungsagentur ISL Zahlungen in Millionenhöhe erhalten haben. Beide wiesen die Anschuldigungen stets zurück. In Brasilien musste sich Teixeira zudem immer wieder gegen Vorwürfe der Geldwäsche und Steuerhinterziehung wehren.

leh/dpa

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