Fußball in Griechenland Drei Wochen nach Schusswaffen-Skandal wird wieder gespielt

Am 12. März war ein griechischer Fußballfunktionär während eines Spiels bewaffnet aufs Feld gestürmt. Daraufhin setzte die Regierung die "Super League" aus. Jetzt wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen.

Saloniki-Präsident Iwan Savvidis (2.v.l) mit Schusswaffe auf dem Spielfeld
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Saloniki-Präsident Iwan Savvidis (2.v.l) mit Schusswaffe auf dem Spielfeld


Am Osterwochenende finden erstmals seit drei Wochen wieder Spiele der griechischen "Super League" statt. Die Regierung hatte die vorübergehende Einstellung des Ligabetriebs ab dem 12. März beschlossen, nachdem Ivan Savvidis, der Eigentümer von Paok Saloniki, in der Partie gegen AEK Athen mit einem Revolver am Gürtel auf den Rasen gelaufen war. Die Partie wurde in der 89. Minute abgebrochen.

Es war der unrühmliche Höhepunkt einer Reihe von Skandalen im griechischen Fußball. Bereits im Januar hatte die Regierung auf Gewaltexzesse auf den Tribünen reagiert und Auswärtsverbote gegen Fans von Olympiakos, Paok sowie Panathinaikos und AEK Athen verhängt.

Ende Februar war der Trainer von Olympiakos Piräus, Oscar Garcia, ebenfalls beim Auswärtsspiel bei Paok von einem Gegenstand am Kopf getroffen worden. Daraufhin verhängte die Liga einen Punktabzug gegen den Klub aus Saloniki. Als Reaktion stürmten Paok-Anhänger ein Fernsehstudio und zwangen den Moderator, ein Protestschreiben zu verlesen.

mmm/sid



insgesamt 2 Beiträge
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janfred 26.03.2018
1. Fairness
Drei Wochen nach der Aktion des bewaffneten Clubbesitzers dürfen die wirklich fussballinteressierten wieder ihrem Hobby frönen, und sich die Spiele ihrer Vereine ansehen. Da finde ich es etwas unangebracht, in dem Artikel als Aufmacher eben dieses drei Wochen alte Foto von dem verwirrten Mann mit der Waffe im Gürtelhalfter zu bringen. Nach dem Motto: jetzt spielen sie wieder; Aber vergesst bloss nicht diese Aktion. Die Randale wurde von einem ganz geringen Anteil von sog. Fussballfans getätigt. So wie es im übrigen Europa ja leider auch immer wieder der Fall ist. Man sollte also nicht länger auf solche Entgleisungen hinweisen und eine ganz Nation schlechreden. Oder möchte man vom Fehlverhalten einiger Minderheiten von deutschen Fussballfans, Woche für Woche in deutschen Stadien und auf den Anreisewegen zu den Spielen, ablenken? Da ändert sich auch kaum etwas zum Positiven.
SGPDIDA 27.03.2018
2. @1: Fairness? Ernsthaft?
Sie wollen die Verhältnisse im Fußball in Deutschlands mit den aktuellen Ereignissen in der griechischen Liga vergleichen? Wenn sie den Unterschied zwischen ein paar Fußballfandeppen kloppen sich gegenseitig zu ein Vereinschef rennt mit einer Waffe auf Spielfeld und einer Geiselnahme im Fernsehstudie nicht erkennen, dann haben sie wohl wirklich selbst ein Problem?
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