Fußball in Brasilien: Regionalclubs liefern sich wüste Schlägerei

Sie schlugen, traten und beschimpften sich - und das knapp 15 Minuten lang. Nach der Regionalpartie Batatais gegen Marília ist es zwischen den Spielern der brasilianischen Clubs zu einer heftigen Prügelei gekommen. Selbst das Stadion wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Hamburg - Fast eine Viertelstunde lang haben sich Fußballer von zwei brasilianischen Regionalclubs auf dem Platz eine wüste Schlägerei und wilde Verfolgungsszenen geliefert. Die Prügelei (hier klicken für das Video) ereignete sich am Sonntag (Ortszeit) nach dem Abpfiff der Partie zwischen Batatais und Marília im Stadion Oswaldo Scatena im Bundesstaat São Paulo. "Fans, lauft nicht auf den Rasen!", beschwor der Stadionsprecher die Zuschauer, die Zeugen des unwürdigen Schauspiels wurden.

Polizei, Sicherheitskräfte und besonnenere Teamkollegen schleppten die um sich schlagenden Marília-Spieler zum Treppenabstieg in die Kabinen. Doch die Spieler waren kaum zu beruhigen. Immer wieder kamen sie zurück auf den Rasen, beschimpften und attackierten gegnerische Spieler sowie Fans auf den Rängen. Das Internetportal globoesporte.com schrieb von einem "Schlachtfeld". Batatais schaffte in der umkämpften Regionalpartie mit einem 2:1-Sieg (1:1) den Aufstieg in A2-Liga-Serie von São Paulo.

Den Grund für die Schlägerei lieferte offenbar Marília-Stürmer Anderson Cavalo, der in der zweiten Halbzeit die Rote Karte gesehen hatte. Er stürmte nach Abpfiff auf den Rasen und attackierte zwei gegnerische Spieler. Das ließen diese sich nicht gefallen und die Rauferei nahm ihren Lauf. Es wurde getreten und geschlagen, selbst ein provisorisches Dach über dem Treppenabstieg zu den Kabinen ging zu Bruch.

mib/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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till2010 13.05.2013
Was für ein Chaos. Die Sicherheitskräfte waren vollkommen überfordert und standen hilflos auf dem Platz herum anstatt beherzt und konsequent durchzugreifen. Selbst nach Provokationen der Spieler gegen über den Fans eskallierte die Situation nicht. Das war nur pures Glück. In Deutschland hätten Ultras und Hools schon längst den Platz gestürmt. Kompliment an die Zuschauer, das war wahre Größe und Sportsgeist, den man eigentlich von den Spielern erwarten sollte.
2.
Delphianer 13.05.2013
Marília ist von den beiden wenigstens ein halbwegs bekannter Verein. Da waren Wilson Francisco Alves - ein grosser Spieler der Glanzzeit des CR Vasco da Gama in den späten 1940ern und frühen 1950ern, und Paulo Autuori, später Weltpokalsieger mit dem São Paulo FC, mal Trainer. einer der kleinen grossen Vereine.
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