Gewalt im italienischen Fußball Hooligan nach Schüssen festgenommen

Die römische Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes gegen einen Hooligan des AS Rom: Der 48-Jährige soll vor dem Pokalfinale gegen Neapel auf gegnerische Fans geschossen haben, einer von ihnen kämpft um sein Leben.

DPA

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Es gibt einen Tatverdächtigen nach den lebensbedrohlichen Schüssen auf drei Neapel-Fans vor dem Endspiel um den italienischen Fußball-Pokal: Die römische Polizei hat einen Hooligan des AS Rom festgenommen. Der 48-Jährige soll vor dem Spiel des SSC Neapel gegen AC Florenz (3:1) auf die drei Männer geschossen und einen von ihnen lebensgefährlich verletzt haben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Gegen den polizeibekannten Hooligan wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Der schwerverletzte, 30 Jahre alte Neapel-Fan kämpft weiter um sein Leben. Ärzte hatten laut italienischen Medien in einer Not-Operation in der Nacht zu Sonntag die Kugel entfernt, die die Lunge durchschlagen und die Wirbelsäule getroffen hatte. Mindestens neun weitere Fans erlitten durch Schüsse oder Stiche teils lebensgefährliche Verletzungen.

Die Schießereien ereigneten sich im römischen Stadtviertel Tor di Quinto, wo es bereits zuvor zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen gekommen war. Unter die Masse neapolitanischer Fans, die vor Spielbeginn zum Olympiastadion in Rom strömte, mischten sich offenbar auch römische Hooligans, die die Neapolitaner und die Sicherheitskräfte mit Gegenständen bewarfen. Dabei wurde ein Polizist schwer verletzt.

Im Stadion selbst flogen vor dem geplanten Anpfiff Feuerwerkskörper aus den Blöcken in Richtung Spielfeld. Neapels Kapitän Marek Hamsik versuchte, die Napoli-Fans zu beschwichtigen, und verhandelte mit den Ultra-Führern. Die Partie wurde mit 45-minütiger Verspätung angepfiffen.

psk/dpa



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frank_w._abagnale 04.05.2014
1. Italienische Fußball als Trauerspiel
Sportlich spielt der italienische Fußball in Europa keine Rolle mehr. Durch diese unsäglichen randalierenden Idioten stellt er sich endgültig ins Abseits. Traurig, was aus dem einstmals stolzen Italienern geworden ist.
brunnersohn 04.05.2014
2. schade, dass
Wenige so was Schönes wie Fussball vernichten können. Tod und Spiele.
sappelkopp 04.05.2014
3. Es ist ja gern gesehen, ...
Zitat von sysopDPADie römische Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes gegen einen Hooligan des AS Rom: Der 48-Jährige soll vor dem Pokalfinale gegen Neapel auf gegnerische Fans geschossen haben, einer kämpft um sein Leben. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-in-italien-rom-ultra-nach-schuessen-festgenommen-a-967461.html
...mit dem Finger auf Italien zu zeigen. Was am Samstag in Hamburg passierte, kommt nicht zur Sprache. Sogenannte Fans lieferten sich Schlägereien mit der Polizei. Schlimm dabei ist: Der Steuerzahler zahlt die Polizeieinsätze, während die Vereine Geld verdienen. Den Schlägern passiert nichts. Anstatt sie zu isolieren, festzunehmen und innerhalb von 48 Stunden vor den Richter zu bringen, passiert gar nichts. Stattdessen machen sich diese sozialen Analphabeten einen Spaß draus, die Polizei zu verarschen.
deltametro2 04.05.2014
4. Sollte ich es je zum Diktator schaffen,
würde ich als erstes Religion und Fußball verbieten :-)
noelkenproettel 04.05.2014
5. Und ich dachte
die Hooligans bei uns wären schlimm, aber das was dort in Italien abläuft ist doch wirklich krank, dasist doch nur ein scheiss Spiel, warum müssen den dafür Menschen ihr leben lassen. Da sollte der Welt Fußball Verband mal einige mehrjährige Vereinssperren aussprechen, und es sollte dafür gesorgt werden das die beteiligten Vereine NIEMALS mehr auf Deutschem Boden spielen!
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