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Fußball in Spanien: Messi, Ronaldo und Co. wollen streiken

Spaniens Fußballmillionäre fühlen sich nicht fair behandelt: Ihre Gewerkschaft ruft jetzt alle Profis der ersten und zweiten Liga zum Streik auf. Viele Superstars wollen die Arbeit tatsächlich niederlegen - "wir werden nicht spielen", sagt Nationaltorwart Casillas.

AP

Hamburg - Eigentlich sollen Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Co. am 20. und 21. August die neue Saison der ersten spanischen Fußballliga eröffnen. Doch der Auftakt der Primera División und der zweiten Liga droht auszufallen. Denn die Spielergewerkschaft AFE hat die Profis zum Streik aufgerufen. Die Kapitäne von Real Madrid und des FC Barcelona, Iker Casillas und Carles Puyol, unterstützen den Aufruf.

Ziel der AFE ist es, ein Tarifabkommen mit der Profi-Liga LFP abzuschließen. Die Spieler sind empört darüber, dass etliche Vereine die Gehälter der Profis nicht oder verspätet zahlen. "Die Spieler sind zusammen gekommen und haben gesagt 'es reicht'", sagte AFE-Präsident Luis Rubiales.

"Alle Profis der ersten und zweiten Liga haben sich dafür entschieden, den ersten und zweiten Spieltag zu bestreiken, wenn es keine Einigung mit der Liga gibt." Die LFP hat den neuen Vertrag mit der Spielergewerkschaft vorliegen, aber noch nicht unterzeichnet.

Rund 100 Profis unterstützen den Streikaufruf

"Wir leben in einer unglücklichen Situation. Wir wollen nicht mehr Geld, wir wollen, dass die Verträge eingehalten werden", so Rubiales. Laut dem AFE-Präsidenten wurden in der vergangenen Saison rund 100 Profis zusammen etwa zwölf Millionen Euro vorenthalten. Dieses Jahr könnten sich diese Zahlen auf rund 200 Spieler und 50 Millionen Euro erhöhen. "Wir treten für eine Regelung wie in Deutschland, England oder den Niederlanden ein. Dort werden Clubs, die nicht zahlen können, gar nicht erst zugelassen", sagte Rubiales.

Die Profiliga plant, einen Fonds für all jene Spieler zu schaffen, die von ihren Clubs nicht die vereinbarten Gehaltszahlungen erhalten. Die Gewerkschaft hält dieses Vorhaben für unzureichend. "Die vorgesehenen Gelder reichen nicht aus, die Schulden bei den Profis zu begleichen", so der AFE-Präsident.

Bei der Pressekonferenz in einem Madrider Hotel waren neben Casillas und Puyol rund hundert weitere Profis anwesend. Unter anderem auch die Nationalspieler Juan Mata, Xabi Alonso, Sergio García, Santi Cazorla und Fernando Llorente. Damit wollten die Spieler ihre Einigkeit demonstrieren.

"Es ist eine sehr schwierige Situation und ich denke, wir werden nicht spielen", so Nationaltorwart Casillas, der auch Vizepräsident der AFE ist.

max/dpa/sid/AP

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insgesamt 45 Beiträge
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    Seite 1    
1. Einige haben vielleicht Probleme ...
Culpfink 11.08.2011
Also wenn ich so viel Geld hätte wie ein Messi, würde mich das Thema gar nicht interessieren. ;)
2. Messi?
-Spike- 11.08.2011
Zitat von CulpfinkAlso wenn ich so viel Geld hätte wie ein Messi, würde mich das Thema gar nicht interessieren. ;)
Die Spieler aus Liga 2, welche nicht so viel verdienen und regelmäßig ihr Gehalt brauchen aber schon.
3. Vertrag...
Linus Haagedam, 11.08.2011
...ist Vertrag.
4. !
Milkyslice 11.08.2011
Zitat von CulpfinkAlso wenn ich so viel Geld hätte wie ein Messi, würde mich das Thema gar nicht interessieren. ;)
Wenn du so viel Geld wie Messi bekommen würdest, es aber nicht auf dein Konto überwiesen wird, würde es dich interessieren ;)
5. ...
EinäugigerKönigderBlinden 11.08.2011
Zitat von CulpfinkAlso wenn ich so viel Geld hätte wie ein Messi, würde mich das Thema gar nicht interessieren. ;)
Genau! Und diese Haltung nennt man dann "Solidarität", oder?!
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