Transfer bestätigt Juventus macht Aaron Ramsey zum bestbezahlten britischen Fußballer

Jetzt ist es offiziell: Aaron Ramsey wird den FC Arsenal nach elf Jahren verlassen und ab der nächsten Saison für Juventus spielen. Dort muss er sich gegen Sami Khedira und Emre Can durchsetzen.

Aaron Ramsey
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Aaron Ramsey


Juventus hat den Transfer von Mittelfeldspieler Aaron Ramsey vom FC Arsenal zur kommenden Saison bekannt gegeben. Der 28-Jährige unterschrieb beim italienischen Fußball-Rekordmeister einen ab Juli gültigen Vierjahresvertrag. Der Vertrag von Ramsey in London läuft dann aus, eine Ablösesumme wird nicht fällig.

Wie die Zeitung "The Guardian" und die BBC berichten, soll Ramsey damit dann der bestbezahlte britische Fußballer sein. Darin sind sich beide Medien einig, beim Gehalt sind sie es nicht: Laut BBC verdient Ramsey künftig umgerechnet 456.000 Euro pro Woche, der "Guardian" schreibt von 342.000 Euro.

Lange hatten der FC Arsenal und Ramsey über eine Vertragsverlängerung verhandelt, ehe der Klub sein Angebot im Oktober 2018 zurückzog. Das berichten britische Medien übereinstimmend. Anschließend wurde Ramsey mit verschiedenen europäischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Vom Interesse des FC Barcelona war zu lesen, auch Paris Saint-Germain und der FC Bayern München sollen interessiert gewesen sein. Doch das Rennen machte Juventus.

Konkurrenz für Can und Khedira

Ramsey war 2008 von Cardiff City zum FC Arsenal gewechselt, wo er abgesehen von zwei Kurz-Leihen während der Saison 2010/11 durchgehend spielte. Er gewann in dieser Zeit dreimal den FA-Cup und zweimal den Supercup. In der laufenden Saison kam Ramsey in der Premier League bislang 22-mal zum Einsatz und erzielte zwei Tore. Insgesamt machte er 361 Pflichtspiele (62 Tore) für Arsenal. Maximal 21 Spiele können noch hinzukommen, ehe Ramsey nach Turin wechselt.

Dort wird Ramsey mit namhaften Mitspielern um die drei Plätze, die im 4-3-3 von Juventus vorgesehen sind, konkurrieren. Zu nennen wären da Blaise Matuidi, Miralem Pjanic und Rodrigo Bentancur, aber auch die beiden Deutschen in Diensten von Juventus, Sami Khedira und Emre Can.

Vor allem Khedira hatte in dieser Saison immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, er verpasste deswegen zehn Ligaspiele. Zuletzt kamen beide jedoch regelmäßig zum Einsatz, beim 3:0 gegen US Sassuolo am vergangenen Wochenende hatten sowohl Khedira als auch Can getroffen.

tbe/sid/dpa

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mima84_84 12.02.2019
1.
Jetzt sieht man auch, warum inzwischen Bayern das Dortmund Prinzip kopiert. Die fertigen Weltklasse Spieler bekommt man längst nicht mehr. Juve hat die Bayern aus meiner Sicht inzwischen überholt. Aber das muss ja auch nichts Schlechtes sein, 2001 gewann man ja auch 9nicht die CL, weil man so tolle Fussballer hatte.
aurichter 12.02.2019
2. Wahnsinn
Nur noch pervers diese Gehälter, auch wenn man großzügigerweise berücksichtigt, dass keine Ablöse für Juve fällig wird. Im Land finanzielle Probleme ohne Ende, aber über Angnelli und Fabrica Italiano Automobile Torino die perversen Summen fließen lassen. Da will wohl ein Verein gegen die Sheiks und Ölmagnaten anstinken.
mistermoe 12.02.2019
3.
Zitat von mima84_84Jetzt sieht man auch, warum inzwischen Bayern das Dortmund Prinzip kopiert. Die fertigen Weltklasse Spieler bekommt man längst nicht mehr. Juve hat die Bayern aus meiner Sicht inzwischen überholt. Aber das muss ja auch nichts Schlechtes sein, 2001 gewann man ja auch 9nicht die CL, weil man so tolle Fussballer hatte.
Das ist Ansichtsache. Man muss sich mal vor Augen halten, das ein Gehalt von ca. 400.000 Euro pro Woche (vermutlich netto) eine Ausgabe von ca. 41 Mio Brutto pro Jahr bedeutet. Die muss man a) erstmal erwirtschaften (die restlichen Spieler machen das ja auch nicht für umme) und b) zahlen wollen (Stichwort: Gehaltsgefüge). Ob Juventus jetzt Bayern überholt hat bleibt abzuwarten, was die Gehaltsausgaben angeht haben sie sicherlich überholt, CR7 verdient ja auch ca. 32 Mio Netto! Die Frage ist eigentlich, woher nimmt Juve das Geld dafür, die Seria A ist jetzt nicht gerade ein Publikumsmagnet. Vo daher würde ich eher sagen, ein guter Zug von Bayern, derartige Gehälter nicht mit zu gehen (genau wie auch der BVB) und dann doch lieber auf junge Talente setzen.
ge1234 12.02.2019
4. Nun ja...
Zitat von mistermoeDas ist Ansichtsache. Man muss sich mal vor Augen halten, das ein Gehalt von ca. 400.000 Euro pro Woche (vermutlich netto) eine Ausgabe von ca. 41 Mio Brutto pro Jahr bedeutet. Die muss man a) erstmal erwirtschaften (die restlichen Spieler machen das ja auch nicht für umme) und b) zahlen wollen (Stichwort: Gehaltsgefüge). Ob Juventus jetzt Bayern überholt hat bleibt abzuwarten, was die Gehaltsausgaben angeht haben sie sicherlich überholt, CR7 verdient ja auch ca. 32 Mio Netto! Die Frage ist eigentlich, woher nimmt Juve das Geld dafür, die Seria A ist jetzt nicht gerade ein Publikumsmagnet. Vo daher würde ich eher sagen, ein guter Zug von Bayern, derartige Gehälter nicht mit zu gehen (genau wie auch der BVB) und dann doch lieber auf junge Talente setzen.
... wenn man das Ganze aus der Juves Sicht rechnet, ist es gar nicht so abartig viel. 400.000 netto/Woche sind bei einem italienischen Spitzensteuersatz von aktuell 43% ca. 700.000 brutto/Woche und ca. 36,5 Mio. brutto/Jahr. Rechnet man das auf die gesamte Vertragslaufzeit von 4 Jahren hoch, kommt man auf ein Gesamtinvest von ca. 146 Mio. Zieht man davon eine kalkulatorische Ablösesummer von einmalig ca. 60 Mio., die man für einen Spieler der Kategorie Ramsey mindestens auf den Tisch legen müßte, wieder ab und rechnet die restliche Summe wieder auf ein Jahr runter, so würde ein zu zahlendes Bruttogehalt von ca. 21,5 Mio p.a. übrigbleiben, was einem kalkulatorischen Nettogehalt von ca. 12,25 Mio/Jahr entspricht. Und das ist gerade mal guter Durchschnitt bzw. oberes Mittelfeld bei Vereinen wie Juve, Real, Barca, Bayern etc...
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