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Zusammenschluss der Top-Ligen: WLF macht der Fifa Konkurrenz

DFL-Geschäftsführer Seifert: "Wir repräsentieren den Profifußball" Zur Großansicht
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DFL-Geschäftsführer Seifert: "Wir repräsentieren den Profifußball"

Die Top-Ligen im Fußball drängen auf mehr Macht. Mit der Gründung der Organisation WLF erhöhen die Vereine den Druck auf die Fifa. Dort will man Einfluss ausüben.

Der krisengeplagte Fußball-Weltverband Fifa bekommt es mit einem neuen und mächtigen Gegenspieler zu tun. Unter tatkräftiger Mitwirkung von DFL-Boss Christian Seifert haben sich 24 Profiligen einen Tag vor der Fifa-Präsidentenwahl in Zürich zum "World Leagues Forum" (WLF) zusammengetan. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) sitzt in der dreiköpfigen Chefetage der neuen Organisation.

Der neue Verband, dem neben den europäischen Topligen auch Eliteklassen anderer Kontinente angehören, machte keinen Hehl aus seinen Forderungen. "Keine Entscheidung im internationalen Fußball sollte ohne uns getroffen werden, denn wir repräsentieren den Profifußball", sagte der französische Ligachef Frédéric Thiriez, der zu den drei Bossen gehört, die für ein Jahr gewählt wurden: "Deshalb sollten wir dem Exekutivkomitee der Fifa angehören - das wäre normal."

Thiriez gab zu Protokoll, dass er in wenigen Wochen bereits mit 50 Mitglieder-Ligen rechnet. Aus dieser Position der Stärke heraus will das WLF den Weltverband erneuern. "Wir können nützlich sein. Die Krise der Fifa ist da. Wir wollen konstruktiv dabei helfen, die Fifa neu aufzubauen", äußerte Thiriez: "Dabei geht es vor allem um Transparenz und das korrekte Handeln aller Beteiligten."

Obwohl die meisten Ligen die im Raum stehende Mammut-WM mit 40 Mannschaften ablehnen, will die WLF-Führung bei diesem Thema erst das Gespräch mit dem neuen Fifa-Präsidenten suchen. "Wir werden das diskutieren", sagte Thiriez: "Aber wir werden es nicht im Vorfeld strikt ablehnen. Wir sind offen für Diskussionen."

aha/sid

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1. Vorschlag
Lügenimperium 25.02.2016
Ttansfersummen begrenzen und die Milliarden Einnahmen aller spenden. Und dann mittelfristig Fußball spielen anstatt Diven den Ball schubsen lassen.
2.
foolbar 25.02.2016
Zitat von LügenimperiumTtansfersummen begrenzen und die Milliarden Einnahmen aller spenden. Und dann mittelfristig Fußball spielen anstatt Diven den Ball schubsen lassen.
Und machen das mit der Musik- bis Filmindustrie genauso und rufen anschließend den Weltkommunismus aus. Um dann mal wieder ernst zu werden: Ich finde das, vor allem auch unter den letzten Eindrücken der FIFA, eine gute Maßnahme. Zum einen haben die Ligen mehr Mitspracherecht. Bisher hat die FIFA ja eher über die Modularien alleine bestimmt. Und so wie die FIFA zuletzt finanziell gewirkt hat, sehe ich das Geld dann auch lieber bei den Vereinen, als bei irgendwelchen Funktionären.
3. Die gewollten Konstruktionsfehler ...
birdie 25.02.2016
der FIFA sind eklatant: je Land 1 Stimme ohne Berücksichtigung der Mitgliederzahlen. Damit wird der Willkür und der Korruption Tür und Tor geöffnet, wie geschehen. Deshalb ist der Ansatz der WLF genau richtig. Nur auf diesem Weg lässt sich die Macht der FIFA endgültig brechen und ihre korrupten Geldgeier unwiderruflich eliminieren. Das Weihnachtsmännergremium der FIFA steht zu Recht vor dem exitus. Und seine Ent-Blaetter-ung ist Balsam auf unsere verwundeten Seelen.
4. FIFA ade.
paulaschwarz 25.02.2016
Lasst das mal die Profis machen. Dann kann Scheich Salman schmückendes Beiwerk sein - aber kein Entscheidungsträger.
5. Korrekte Überschrift!
ziehenimbein 25.02.2016
Die Ligachefs haben nur eine Aufgabe, soviel Geld wie möglich für ihre Organisationen einsammeln. Nachdem nun allen klar ist, wieviel Geld bei der FIFA zu machen und der Verein mächtig angeschlagen ist, bringt man sich in Position. Letztendlich hat da mit Sicherheit keiner vor sich ein Bein auszureissen und den Profifußball zu einem transparenten und anständigen Sport zu machen, dafür geht es einfach um zu gewaltige Summen. Selbst für den Fall, dass da jemand dabei ist der edle Ziele verfolgt, wird man, wenn er seine Schuldigkeit getan hat und alles in trockenen Tüchern ist, auch seinen Preis kennen oder ihn anderweitig abservieren. Wieso in aller Welt sollte sich ausgerechnet im Fußball etwas zum Besseren wenden? Sorry, das ist nur Wunschdenken!
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