Podolski-Abschied vom 1. FC Köln: Erst die Klasse halten, dann Titel holen

Es wird ein emotionaler Abschied: Das letzte Spiel von Kölns Lukas Podolski könnte auch das vorerst letzte des Clubs in der ersten Liga sein. Der Nationalspieler hofft aber noch auf den Klassenerhalt - und freut sich schon auf den Titelkampf mit dem FC Arsenal in der Premier League.

Zukünftiger Arsenal-Profi Podolski: "So ein Gefühl hat man nirgends" Zur Großansicht
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Zukünftiger Arsenal-Profi Podolski: "So ein Gefühl hat man nirgends"

Hamburg - Ein Spiel wird er noch für Köln machen - wenn es schlecht läuft. Aber Lukas Podolski will vor seinem Weggang aus der Bundesliga unbedingt noch dreimal für seinen Heimatverein auflaufen - und nach überstandener Relegation den Klassenerhalt feiern.

"Mein Ziel ist es, dass wir mit dem FC in der Bundesliga bleiben", sagte Podolski anlässlich der Pressekonferenz zu seinem Wechsel zum FC Arsenal, der seit Dienstag perfekt ist. Dazu muss der Tabellen-16. (30 Punkte) zunächst auf eine Pleite von Hertha BSC (28) gegen Hoffenheim am Samstag hoffen - oder selbst Champions-League-Finalist FC Bayern besiegen (jeweils 15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Und dann noch den Klassen-Kampf gegen den Dritten der zweiten Liga (derzeit: Fortuna Düsseldorf) überstehen.

Seinem Wechsel in die Premier League sieht der Nationalspieler mit Spannung entgegen, für seinen neuen Club ist er voll des Lobes: "Für mich war klar, dass es bei einem Wechsel ein Top-Club sein muss. Der FC Arsenal hat einen sehr guten Trainer, ein gutes Umfeld, spielt guten Fußball, hat ein tolles Stadion und tolle Fans", sagte Podolski.

"Ich bin jetzt reifer"

Für ihn sei immer klar gewesen, dass ein Wechsel innerhalb der Bundesliga nicht in Frage gekommen wäre. Zwar habe es ein paar Anfragen gegeben, doch er "hätte es nicht verkraftet", sagte Podolski pathetisch. "Wenn man den Tunnel rauskommt und 50.000 die Hymne singen - so ein Gefühl hat man nirgends auf der Welt".

Dass er trotz dieser Liebeserklärung zum FC den Verein wechselt, hat wohl vor allem mit dem desaströsen Umfeld zu tun. Auch bei seinem Abschied wies er noch einmal darauf hin, dass man ihn mit großen Versprechungen von den Bayern zurückgeholt hatte. "Ich hoffe, dass der Club mit dem neuen Präsidium nach vorne marschiert und das aufbaut, was mir schon damals versprochen wurde", sagte der 26-Jährige.

Podolski hatte bereits in der Jugend für die Kölner gespielt und mit 18 Jahren in der Bundesliga-Mannschaft debütiert. 2006 wechselte er zum FC Bayern München, konnte dort jedoch nicht überzeugen. Seit 2009 spielt er wieder für den FC, für den er in bislang 180 Pflichtspielen 86 Tore geschossen hat.

Podolski glaubt, dass er keine Probleme haben werde, sich bei Arsenal durchzusetzen. "Als ich 2006 nach München gegangen bin, war ich vielleicht einen Tick zu jung", so der Nationalspieler: "Jetzt bin ich erfahrener und reifer."

Beim Premier-League-Club will Podolski nun auch wieder Titel gewinnen - eine spätere Rückkehr nach Köln bleibt aber nicht ausgeschlossen: "Klar kann ich mir das vorstellen. Der FC ist und bleibt mein Verein."

bka/sid/dpa

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1. Alles richtig gemacht.
Tom Joad 02.05.2012
Und wir dürfen uns auf die ersten Podolski-Interviews in englischer Sprache freuen ...
2. .
jensen12345 02.05.2012
Zitat von Tom JoadUnd wir dürfen uns auf die ersten Podolski-Interviews in englischer Sprache freuen ...
Denke, dass Podolski nicht schlechter Englisch spricht als 90 Prozent aller Deutschen (inklusive unser beiden Exkanzler G. Schröder und H. Kohl) ;-) Und zwei Sprachen fließend sprechen - wie Podolski es tut - davon können die Allermeisten Deutschen nur träumen ;-)
3.
Bee1976 03.05.2012
Zitat von jensen12345Denke, dass Podolski nicht schlechter Englisch spricht als 90 Prozent aller Deutschen (inklusive unser beiden Exkanzler G. Schröder und H. Kohl) ;-) Und zwei Sprachen fließend sprechen - wie Podolski es tut - davon können die Allermeisten Deutschen nur träumen ;-)
Welche zwei sprachen spricht der Poldi denn FLIEßEND? Polnisch kann ich nicht beurteilen, aber Deutsch bekommt er ja nun wirklich keinen Satz unfallfrei heraus, und genau darauf zielte der spöttische Kommentar des foristen ab. Frei nach Loddar 2 We have a little bit lucky" Was die titel angeht, hat er sich wohl vom Namen blenden lassen, der letzte titel liegt 8 Jahre zurück, das is im Fussballgeschäft eine Ewigkeit. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, der holt nicht einen titel bei den Gunners. Aber er wird wohl jede Saison international spielen.
4. Mach et joot, leeve Jong !!
srimurni 03.05.2012
Zitat von sysopEs wird ein emotionaler Abschied: Das letzte Spiel von Kölns Lukas Podolski könnte auch das vorerst letzte des Clubs in der Ersten Liga sein. Der Nationalspieler hofft aber noch auf den Klassenerhalt - und freut sich schon auf den Titelkampf mit dem FC Arsenal in der Premier League. Fußball: Lukas Podolski verabschiedet sich aus Köln - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,830961,00.html)
Viel Erfolg in England. Ich glaube, die dortige Spielweise kommt ihm entgegen. Aber erst die EM gewinnen !!
5. @Bee1976
jensen12345 03.05.2012
Da du offensichtlich von dir glaubst, so gut über andere urteilen zu können und schnell im Verurteilen bist. Dann bring hier doch mal Beweise für dein Vorurteil, Podolski bekäme keinen Satz unfallfrei heraus. Bring doch mal bitte links zu Interviews aus diesem oder dem letzten Jahr, die das demonstrieren (und jetzt bring bitte kein uraltes, wo er 18 war. Möchte nicht wissen, wie du dich artikuliert hättest in der Öffentlichkeit mit 18). Andernfalls bleibt dein Posting als nichts anderes als ein schlichtes und kleinkariertes Vorurteil stehen.
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