Nach Missbrauchsurteil Malmö FF entlässt Fußballprofi Sarfo

Der Fall schlug in Schweden hohe Wellen: Malmö FFs Kingsley Sarfo wurde wegen Missbrauchs einer 14-Jährigen verurteilt. Sein Verein hat ihm nun gekündigt.

Kingsley Sarfo
imago/ Bildbyran

Kingsley Sarfo


Wenige Tage nach seiner Verurteilung wegen Missbrauchs einer Minderjährigen spielt der ghanaische Fußballprofi Kingsley Sarfo nicht mehr für Malmö FF. Wie der schwedische Fußball-Erstligist mitteilte, wurde der 23-Jährige mit sofortiger Wirkung entlassen.

Am Freitag hatte ein schwedisches Gericht den Mittelfeldspieler zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Nach der Verbüßung seiner Strafe soll er aus Schweden ausgewiesen werden.

Sarfo hatte laut Gericht zweimal Geschlechtsverkehr mit einem 14 Jahre alten Mädchen, obwohl er wusste, wie jung sie war. Obwohl das Mädchen nach eigenen Angaben freiwillig mitmachte, sei das wegen ihres Alters als Missbrauch zu werten. Sarfos Handeln habe gegen die Normen und den Verhaltenskodex verstoßen, teilte der Malmöer Verein mit.

Auch von den Fans des Vereins wurde Sarfo zuletzt massiv kritisiert und teilweise angefeindet. Der Fall fällt in eine Zeit, in der auch in Schweden über vermeintlich kriminelle Migranten und sexuelle Übergriffe durch Asylbewerber diskutiert wird. Der Fall Sarfo hat die Debatte weiter angeheizt.

Sarfo hatte auch aus sportlicher Sicht hohe Wellen in Schweden geschlagen. Sarfo galt zwischenzeitlich als Kandidat für die schwedische Nationalmannschaft. In einem Artikel der "11 Freunde" heißt es, der schwedische Verband hatte sich bereits nach Möglichkeiten für ein beschleunigtes Einbürgerungsverfahren bemüht. Erst 2017 entschied sich Sarfo, für sein Geburtsland Ghana zu spielen.

jan

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