Nach Labbadia-Aus Gisdol neuer Trainer des Hamburger SV

Der Hamburger SV hat Markus Gisdol als neuen Trainer verpflichtet. Der ehemalige Coach der TSG Hoffenheim erhält einen Vertrag bis Juni 2017. Zuvor hatte sich der HSV von Bruno Labbadia getrennt.

Markus Gisdol
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Markus Gisdol


Markus Gisdol ist neuer Trainer des Bundesligisten Hamburger SV. Der Tabellen-16. gab die Verpflichtung des 47-Jährigen keine zwölf Stunden nach der Beurlaubung von Bruno Labbadia bekannt. Gisdol, der im Oktober 2015 bei 1899 Hoffenheim freigestellt worden war, wird am Montag vorgestellt und sitzt am Samstag bei Hertha BSC erstmals auf der Bank des HSV. Er unterzeichnete nach Angaben des Vereins auf eigenen Wunsch einen Vertrag bis zum Saisonende.

Klub-Chef Dietmar Beiersdorfer hatte bereits bestätigt, mit Gisdol "Gespräche" geführt zu haben. "Ich bin hundertprozentig von der Mannschaft überzeugt", sagte Beiersdorfer: "In der bestehenden Konstellation wäre die Trendwende nicht möglich gewesen." Nach vier Niederlagen in fünf Partien hatte sich Beiersdorfer gezwungen gesehen, sich von Labbadia zu trennen.

Gisdol hatte die TSG Hoffenheim im April 2013 übernommen und vor dem Abstieg bewahrt. Die beiden Spielzeiten darauf schloss die Mannschaft jeweils auf einem einstelligen Tabellenplatz ab. In der Saison 2015/2016 stand der Klub nach dem zehnten Spieltag auf einem Abstiegsplatz, weshalb Gisdol freigestellt wurde. Vor seiner Zeit bei der TSG arbeitete der Neu-Hamburger unter anderem als Co-Trainer von Schalke 04.

bam/sid



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brotherandrew 26.09.2016
1. Leider ist ...
... mir nicht klar geworden, weshalb Herr Gisdol für den Job qualifizierter sein soll als Bruno Labbadia. Ich habe persönlich gar nichts gegen ihn, nur meinte ich mich zu erinnern, dass er seinen letzten Job verloren hatte, weil seinem damaligen Verein der Abstieg drohte. Es ist letztlich aber egal, denn er wird - egal wie gut er ist - ohnehin beim HSV scheitern. Weil dieser Verein im Hinblick auf Nachhaltigkeit untrainierbar ist.
humble_opinion 26.09.2016
2.
Zitat von brotherandrew... mir nicht klar geworden, weshalb Herr Gisdol für den Job qualifizierter sein soll als Bruno Labbadia. Ich habe persönlich gar nichts gegen ihn, nur meinte ich mich zu erinnern, dass er seinen letzten Job verloren hatte, weil seinem damaligen Verein der Abstieg drohte. Es ist letztlich aber egal, denn er wird - egal wie gut er ist - ohnehin beim HSV scheitern. Weil dieser Verein im Hinblick auf Nachhaltigkeit untrainierbar ist.
So ist es. Der HSV hat es in den letzten Jahrzehnten (!) nie geschafft, ein langfristiges Konzept zu entwickeln und durchzuhalten. Immer wieder diese leidigen Auseinandersetzungen in der Vereinsführung, die sich natürlich auch sportlich auswirken müssen. Das Wort 'Flickschusterei' beschreibt das Alles am besten. Das Ergebnis sieht man: Ich las von 100 Millionen (?) Schulden, die Mannschaft ist eine Söldnertruppe ohne eine gewachsene Achse und der Verein inzwischen ständiger Abstiegskandidat. Bin seit langem HSV-Fan, aber Bundesliga macht keinen Spaß mehr. Nicht nur wegen der ständigen Niederlagen, sondern weil ich mit ansehen muss, wie andere Vereine mit weniger Mitteln erfolgreich arbeiten und hier in Hamburg trotz sehr guter Voraussetzungen die sich ständig ablösenden Dilettanten den HSV abwirtschaften.
berlin99 26.09.2016
3. Gisdol ebenso ein Fehlgriff
Der HSV muss einfach mal absteigen und lernt evtl dann daraus. Die gesamte Führung versagt seit Jahren. Auch Beiersdorfer hat nur Müll eingekauft und der Kader wird nicht sinnvoll erweitert. Es kommen eher zweitklassige Spieler zu erhöhten Preisen. Gisdol hat ebenfalls noch nichts erreicht und ist in Hoffenheim gescheitert. Werden da eigentlich nicht mal Ex Spieler befragt??? Als Bremer kann man nur froh sein, dass dieser Trainer nicht mehr zum SVW geht.
klyton68 26.09.2016
4. Bis März 17
gebe ich dem Herrn. Dann steckt der Karren wieder so weit im Dreck, dass man irgendwie noch auf Platz 16 kommen muss, um in die Relegation zu kommen. Der Mann ist doch eine Verlegenheitslösung. Die Entlassung von Labbadia war in ihrer Art unterirdisch. Vielleicht sollte Herr Kühne die Spieler trainieren.
hansso 26.09.2016
5. Weshalb immer die Trainer
Weshalb wirft man denn immer gleich die Trainer raus - wie jetzt wieder beim HSV. Zeugt es in diesem Fall nicht eher vom Versagen des Managements? Denn was sich das HSV-Managament all die Jahre, und auch jetzt, leistet zeugt nicht gerade von einer Professionalität wie man sie im Profi-Fußball erwartet. Und dann alles auf den Trainer abwälzen - einfach lächerlich.
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