Löw kontert Hummels "Dass man keine Kritik äußern darf, ist mir neu"

Kritik beim DFB? Gerne, kein Problem, sagt Joachim Löw und widerspricht damit Mats Hummels. Der Bundestrainer hat sich vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland mit seinem Verteidiger zusammengesetzt und anschließend einige Dinge klargestellt.

Bundestrainer Löw: "Es ist mein Recht als Trainer, Kritik zu äußern"
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Bundestrainer Löw: "Es ist mein Recht als Trainer, Kritik zu äußern"


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Hamburg - "Beim DFB sieht man Kritik nicht gern." Mit diesem Satz hat Mats Hummels Bundestrainer Joachim Löw nicht gerade begeistert. Es sei "an der Zeit für ein Gespräch" gewesen, um die vergangenen Wochen noch einmal gemeinsam aufzuarbeiten, sagte Löw in Düsseldorf, so sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf das WM-Qualifikationsspiel gegen Irland am Freitag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) vorbereitet.

"Dass man beim DFB keine Kritik äußern darf, ist mir neu. Und das habe ich ihm auch gesagt. Wir sind erwachsen und professionell und sogar froh über konstruktive Kritik", stellte Löw klar.

Hummels gilt als ein Spieler, der seine Meinung immer sehr offensiv vertritt. Der 24-Jährige selbst glaubt, in der Nationalmannschaft mit dieser Eigenschaft öfter anzuecken. Löw sagt dazu: "Wer glaubt, dass wir jemanden nicht aufstellen, weil er seine Meinung äußert, ist weit weg von der Realität."

Der Bundestrainer war jedoch darum bemüht, das Gespräch mit Hummels als positiv zu verkaufen. Die Unterhaltung habe ergeben, "dass wir überhaupt kein Problem miteinander haben", sagte Löw, der ein demonstratives Lob an Hummels hinterherschob: "Es ist mein Recht als Trainer, Kritik zu äußern. Aber ich sehe Mats auf ganz hohem Niveau."

Der Bundestrainer betonte, Hummels sei "ein überragender Innenverteidiger, der bei uns im Detail noch an Dingen arbeiten muss. Aber er hat sich klasse entwickelt und gehört zu den besten auf seiner Position - auch wenn aktuell andere spielen".

Hummels war jüngst in den WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich und die Färöer nur Ersatzspieler gewesen. Stattdessen bildeten Arsenal-Profi Per Mertesacker und Jérôme Boateng vom FC Bayern das Duo in der Innenverteidigung.

ham/sid/dpa



insgesamt 49 Beiträge
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Seite 1
Delden 09.10.2013
1. Löw
Weit weg von der Realität ist meiner Meinung nach der komplette Trainerstab um und mit Löw.
gewabe 09.10.2013
2. Nach der Europameisterschaft
Zitat von sysopGetty ImagesKritik beim DFB? Gerne, kein Problem, sagt Joachim Löw und widerspricht damit Mats Hummels. Der Bundestrainer hat sich vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland mit seinem Verteidiger zusammengesetzt und anschließend einige Dinge klargestellt. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-nationalmannschaft-bundestrainer-loew-kontert-mats-hummels-a-926993.html
Nach der Euro 2012 ist viel Kritik an der Aufstellung und Taktik gegen Italien geäußert worden.Löw und der DFB haben diese Kritik bis heute totgeschwiegen
paul.oberste-frielinghaus 09.10.2013
3. Scheinheilig!
Wenn ein Fußballlegasteniker wie Jerome Boateng einen Fehler macht, wird er totgeschwiegen. Macht ein Verteidiger, der laut vielen Kennern auf Weltklasseniveau spielt einmal einen, zugegeben, dicken Patzer ist er für Löw scheinbar kein Thema mehr. Da stellt sich doch eine kleine Frage mit welchem Maß nun gemessen wird? Weitere Beispiele sind Kießling, Großkreutz usw. Mit Löw gewinnt der DFB keinen Blumentopf!
somro 09.10.2013
4.
Hummels hat nicht gerade einen Lauf. Trotzdem schön, dass er die Klappe auf macht. Er sollte jedoch bedenken, dass kaum ein Bundestrainer so brutal Spieler abgesägt hat wie Löw. Ballack gehört genauso in diese Liste wie Kahn...
Kauzboi 09.10.2013
5.
Zitat von DeldenWeit weg von der Realität ist meiner Meinung nach der komplette Trainerstab um und mit Löw.
Deine Realität will Fussball-Deutschland aber nicht mehr sehen - also den hässlichen Rumpelfussball.
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