Hamburg - Löw hat die Einstellung der heutigen Fußballprofis in Deutschland kritisiert. Nach Meinung des Bundestrainers müsse den Spielern möglichst schnell klargemacht werden, dass sie sich mehr mit ihrem Beruf auseinandersetzen müssen. Dies gelte insbesondere für die Nationalspieler.

Bundestrainer Löw: "Das ist ein untragbarer Zustand"
Er wolle zwar nicht immer das Ausland glorifizieren, "aber wie zum Beispiel bei Arsenal London oder beim AC Mailand gearbeitet wird, das hat eine hohe Professionalität."
Der 48-Jährige sprach auch von der Tendenz, "dass Spieler, wenn sie mal auf der Bank sitzen, sofort ihrer Enttäuschung Luft machen. Es geht nicht, dass die Spieler die Entscheidungen der Trainer nicht akzeptieren und sich öffentlich beschweren. Das ist ein untragbarer Zustand. Da müssen wir entgegenwirken. Bei Spitzenmannschaften ist es gang und gäbe, dass Top-Spieler auch auf der Bank sitzen", so der Bundestrainer.
Unmissverständlich sprach Löw damit auch auf die öffentliche Kritik der beiden DFB-Führungsspieler Michael Ballack und Torsten Frings an. Diese Meinungsverschiedenheiten hätten dem Ruf der Nationalmannschaft geschadet.
"Es war schlecht für das Team. Weil es das positive Bild der Nationalmannschaft zumindest vorübergehend beeinflusst oder sogar verändert hat. Es war zuvor, vor und nach der WM 2006, eine gute Entwicklung zu erkennen. Wir sind Vize-Europameister und spielen erfolgreich in der WM-Qualifikation. Da ist es bedauerlich, wenn es heißt: 'Was ist denn auf einmal bei der Nationalmannschaft los?'", sagte Löw.
goe/sid
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