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Testspiel Nigeria vs. Schottland: Polizei ermittelt nach kuriosem Eigentor

Nigerias Torwart Ejide (M.): Kurioses Eigentor Zur Großansicht
AFP

Nigerias Torwart Ejide (M.): Kurioses Eigentor

Im Testspiel gegen Schottland hat Nigerias Torwart Austin Ejide den Ball ins eigene Tor geworfen. So jedenfalls sieht es auf Videoaufnahmen aus. Der Treffer wurde nicht gegeben, doch die Partie galt als potenzielles Manipulationsziel. Die Polizei ermittelt.

Hamburg - Die erste Halbzeit war fast vorbei, als das Tor fiel, mit dem sich nun die Polizei befasst: Im Vorbereitungsspiel auf die Fußball-WM zwischen Nigeria und Schottland schleuderte Nigerias Torwart Austin Ejide beim Stand von 0:1 den Ball ins eigene Tor - dabei hatte er ihn schon fest in den Händen gehalten. Ein leichter Kontakt mit dem schottischen Gegenspieler Grant Hanley reichte offenbar aus, um Ejide zu einem der kuriosesten Eigentore überhaupt zu verleiten. (Hier sehen Sie den Treffer im Video.)

Schiedsrichter Lee Probert erkannte den Treffer zwar nicht an, weil er den Kontakt mit Hanley als Stürmerfoul wertete, die Szene sorgte dennoch für mehr Gesprächsstoff als die vier regulären Tore zusammen, die am Mittwochabend in London beim 2:2 (1:1) der beiden Nationalteams fielen. Denn Ejides Aktion erhielt durch eine Meldung im Vorfeld der Partie besondere Brisanz.

Trainer Keshi nimmt seine Spieler in Schutz

Die britische Polizei hatte bereits am Dienstag eine Untersuchung im Zusammenhang mit der möglichen Manipulation des Testspiels eingeleitet. Beamte der National Crime Agency (NCA) hätten laut eines Berichts des "Telegraph" die Fifa aufgefordert, "eine Warnung herauszugeben wegen möglicher Versuche, die Partie zu manipulieren". Nun wird die Begegnung von der Polizei untersucht.

Ejide, 31, steht beim israelischen Erstligisten Hapoel Be'er Scheva unter Vertrag. Er ist einer von vier Torhütern im vorläufigen WM-Kader der "Super Eagles" und gilt als Nummer zwei hinter Stammkeeper Vincent Enyeama. Dass Ejide bewusst versucht haben könnte, ein Eigentor zu erzielen, kann sich Nigerias Trainer Stephen Keshi nicht vorstellen. Der 52-Jährige nahm seinen Torwart in Schutz: "Ich weiß nicht, woher die Gerüchte über die Spielmanipulation stammen. Meine Spieler sind Fußballprofis, keine Gauner."

Nigeria unterlief später sogar ein weiteres Eigentor, das diesmal zählte. Verteidiger Azubuike Egwuekwe erweckte dabei jedoch keinen verdächtigen, sondern einen allenfalls unglücklichen Eindruck, als es ihm misslang, einen Ball von der Torlinie zu klären.

mon/dpa

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insgesamt 44 Beiträge
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1. Keine Ansicht zu erkennen
schmusel 29.05.2014
Wenn man sich das Video anschaut und auf den Elbogen des Torwarts achtet, so sieht man das dieser mit der Schulter des Gegners zusammenprallt - dieser Impuls hat genügt um dem linken Arm diese Bewegung nach hinten aufzuzwängen. Der Fehler war freilich das er seine Rechte nach dem Fangen des Balls runter nahm...
2.
noxig84 29.05.2014
Verbietet endlich diese bekloppten Sportwetten. Danke!
3. Unglücklich
allesmeinz 29.05.2014
Also für mich sieht das nicht unbedingt nach Absicht aus. Der Torwart fängt den Ball und im selben Moment stößt er mit dem Gegenspieler zusammen. Durch diesen Zusammenstoß bewegt sich der Arm nun mal so. Für mich ein unglückliches Eigentor.
4. Die Versuchung ist groß
corcoran42 29.05.2014
Gerade die Jungs aus Afrika stammen teilweise aus bettelarmen Verhältnissen und sind dank ihrer Fußballkünste plötzlich vergleichsweise Top-Verdiener - aber an die Messis und Ronaldos kommen sie gehaltstechnisch natürlich trotzdem nicht mal ansatzweise dran. Wenn dann irgendein dubioser Mafioso für ein Eigentor einen hübschen fünfstelligen Betrag bietet, ist die Versuchung logischerweise groß - zumal in einem Freundschaftsspiel, in dem es letztlich um nichts geht. Ich will das absolut nicht schönreden, es ist und bleibt eine Straftat. Aber über das Angebot zumindest mal nachdenken würde ich wahrscheinlich auch mal. Seien wir mal nicht naiv, weltweit werden wahrscheinlich tagtäglich Spiele verschoben, gerade in den unteren Ligen, die etwas unter dem Radar laufen, oder eben auch bei Nationalteams aus Entwicklungsländern.
5.
hannohonk 29.05.2014
Ganz unglücklich mit dem Handgelenk ins Tor gewinkt, ist klar ihr Schlaumeier. Der Mann ist TorHÜTER, soviel "Unglück", dass das in dem Video den "trügerischen Eindruck von Absicht" macht, gibts garnicht.
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