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Fußball-Transfers: Geliebt, gewechselt, gehasst

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5. Teil: 60 Millionen und ein Schweinekopf

5. Luis Figo (vom FC Barcelona zu Real Madrid, 2000)

Figo im Real-Trikot: Wenig Freude nach dem Wechsel
REUTERS

Figo im Real-Trikot: Wenig Freude nach dem Wechsel

Portugals Mittelfeldgenie Luis Figo entwickelte sich während seiner sechs Jahre bei Barcelona (1995-2000) zu einem echten Fan-Liebling. Doch die große Verehrung der Anhänger für ihren Mannschaftskapitän schlug in abgrundtiefen Hass um, als Figo 2000 für die Rekordablöse von 60 Millionen Euro zum Erzrivalen Real Madrid wechselte. Der Transfer traf die Barca-Fans umso härter, da der Portugiese während des gesamten Sommers versicherte, er würde nie in Madrid unterschreiben. Die Katalanen beschimpften ihn fortan als "Judas Figo" und richteten sogar die Website AntiFigo.com ein. Sie sollte zu einem Sammelsurium der Beleidigungen gegen den "meistgehassten Spieler Barcelonas" werden. Figo verpasste die Partie gegen Barca in der folgenden Saison wegen einer Verletzung. Als er 2002 ins Camp Nou zurückkehrte, stand das Spiel kurz vor dem Abbruch. Die Barca-Anhänger hatten Whiskey-Flaschen und sogar einen Schweinekopf auf das Feld geworfen. Bei jedem Ballkontakt von Figo hallte ein lautes "Pesetero“"(Geldhure) von den Rängen. Den größten Akt der Missachtung erfuhr der Portugiese jedoch beim EM-Finale 2004 gegen Griechenland: Der bekannte Barcelona-Fan Jimmy Jump flitzte während des Spiels über den Platz und warf eine Barca-Fahne auf Figo.

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