+++ Fußball-Transferticker +++ Für 20 Millionen - BVB-Stürmer Yarmolenko wechselt zu West Ham

Andriy Yarmolenko wechselt vom BVB in die Premier League. Dort könnte er bald auf Ante Rebic treffen. Dortmund leiht zudem einen Verteidiger von Real Madrid aus. Die Transfers und Gerüchte im Überblick.

Andriy Yarmolenko
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Andriy Yarmolenko


+++ BESCHLOSSENE SACHE +++

Dortmunds Yarmolenko zieht nach nur einem Jahr weiter

Stürmer Andriy Yarmolenko verlässt Borussia Dortmund nach nur einer Saison und geht zum englischen Premier-League-Klub West Ham United. Das gab der BVB bekannt.

Der 28 Jahre alte Nationalspieler aus der Ukraine war von Dynamo Kiew nach Dortmund gewechselt und bestritt sechs Champions-League-, 18 Bundesliga- und zwei DFB-Pokalspiele für die Borussia. Yarmolenko erzielte dabei sechs Tore. Laut britischen Medien soll der Ukrainer umgerechnet 20 Millionen Euro kosten. Vor Jahresfrist hatte der BVB 25 Millionen Euro für den Offensivspieler bezahlt.

"Wir bedanken uns bei Andriy für sein Engagement und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Dortmund hatte Yarmolenko zuletzt vom Trainingsbetrieb freigestellt, damit er Verhandlungen mit anderen Klubs führen konnte. In der Rückrunde war Yarmolenko mit einer Fußverletzung zwei Monate ausgefallen. (bam/sid)

BVB leiht Hakimi von Real Madrid aus

Angreifer Yarmolenko ist weg, ein neuer Außenverteidiger ist schon bald da: Borussia Dortmund hat den 19 Jahre alten marokkanischen Nationalspieler Achraf Hakimi auf Leihbasis von Champions-League-Sieger Real Madrid verpflichtet. Das Geschäft endet mit Abschluss der Saison 2019/2020.

Hakimi kam in der vergangenen Saison unter Trainer Zinédine Zidane für Real Madrid neunmal in der Liga zum Einsatz, erzielte dabei zwei Tore. Fünfmal spielte er außerdem in der Copa del Rey und zweimal in der Champions League. Während der WM in Russland bestritt Hakimi alle Partien Marokkos über die volle Distanz. Der Zugang wird während der USA-Reise (18. bis 26. Juli) zum BVB-Kader stoßen. (aev/sid)

Nani kehrt Heim

Der portugiesische Vizemeister Sporting Lissabon hat Nani verpflichtet. Der Klub begrüßte den 31 Jahre alten Europameister auf Twitter mit den Worten, "Willkommen zu Hause, Nani". Nani spielte bereits in der Jugend für den Traditionsverein, ehe er im Jahr 2007 zu Manchester United wechselte, wo unter anderem er viermal die englische Meisterschaft und 2008 die Champions-League gewonnen hatte. (mru/sid)

+++ GERÜCHTEKÜCHE +++

Manchester United soll an Rebic interessiert sein

Eintracht Frankfurt bekommt im Kampf um den Verbleib von Ante Rebic offenbar immer größere Konkurrenz. Wie die "Sport-Bild" berichtete, sollen auch Manchester United, FC Arsenal und der SSC Neapel Interesse an dem kroatischen Nationalspieler bekundet haben.

Außerdem soll Tottenham Hotspur schon seit Wochen um den bei der WM in Russland stark spielenden Stürmer werben. Als Ablösesumme für Rebic, der beim DFB-Pokalsieger noch einen Vertrag bis 2021 hat, wird rund 50 Millionen Euro spekuliert.

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hatte einen Tag zuvor noch im Interview mit dem Fernsehsender Sport 1 gesagt, mit dem 24 Jahre alten Angreifer fest für die kommende Bundesligasaison zu planen und für ihn "keinerlei Angebote vorliegen" zu haben. (bam/dpa)

Bayern lockt Arp mit Megagehalt

Bayern München steht offenbar vor einer Verpflichtung von Sturmtalent Jann-Fiete Arp. Spätestens ab 2019 soll der 18-Jährige vom Hamburger SV für den Rekordmeister auflaufen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Für einen sofortigen Wechsel bieten die Münchner angeblich eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro, die dem HSV aber deutlich zu niedrig sein soll.

Arp, dessen Vertrag beim Zweitligisten im kommenden Jahr ausläuft, soll in München einen Vertrag über mindestens vier Spielzeiten unterschreiben. Das Jahresgehalt wird von der "Bild" mit fünf Millionen Euro taxiert, was einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro entspricht. Arp hat in seiner ersten Profisaison beim HSV in 18 Einsätzen zwei Tore erzielt. (bam/sid)

Neapels Trainer Sarri vor Wechsel zum FC Chelsea

Der FC Chelsea steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Trainer Maurizio Sarri, der zuletzt die SSC Neapel betreut hatte und dort noch einen Vertrag besitzt. "Die Sarri-Affäre steht kurz vor dem Abschluss, alles hängt von ihm ab", sagte SSC-Präsident Aurelio De Laurentiis bei der offiziellen Vorstellung von Sarris Nachfolger Carlo Ancelotti.

Zuvor hatte bereits die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport" berichtet, dass der 59-Jährige bei den Londonern als Nachfolger seines Landsmanns Antonio Conte einen Vertrag bis 2021 erhalten soll. Der Deal solle noch in dieser Woche abgeschlossen werden, hieß es.

Sarris Abschied aus Neapel war Mitte Mai bekannt geworden. Conte hatte am Montag noch den Trainingsauftakt bei Chelsea geleitet, seit Wochen gibt es aber Spekulationen um einen Trainerwechsel. Der 48-Jährige ist noch bis 2019 den Klub aus London gebunden. In der vergangenen Spielzeit hatte Chelsea als Fünfter der Premier League die Königsklasse verpasst. (aev/sid)

+++ ABGELEHNT +++

Selke wollte nicht nach England

Stürmer Davie Selke von Bundesligist Hertha BSC hat kurz über einen Wechsel auf die Insel nachgedacht. "Es gab Angebote, vor allem aus England. Zum Teil sehr konkret. Ich habe überlegt, ob es Sinn macht", sagte der 23-Jährige der "Sport Bild": "Aber für mich ist es wichtiger, den nächsten Schritt im gewohnten Umfeld zu machen."

In Selkes Vertrag (2022) gibt es angeblich eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 20 Millionen Euro, die er nach der Saison hätte ziehen können. Doch der U21-Europameister will nach einer starken Debütsaison mit Hertha auf einen Europapokalplatz: "Mittelmaß passt nicht zu Berlin. Und bei Hertha will keiner eine graue Maus sein." (bam/sid)



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mrschabak 11.07.2018
1. Mal wieder ordentlich den Heimmarkt leerkaufen
Wann legt endlich mal jemand den Bayern das Handwerk, ständig die Deutsche Liga leer zu kaufen, nur um dann Talente einfach auf der Bank versauern zu lassen? Den Bayern geht es beim Kaufinteresse an Arp in keinster Weise um eine essenziel notwendige Verstärkung des eigenen Kaders, wohl aber einmal mehr um Schwächung sämtlicher anderer Clubs in Liga 1 und 2. Nicht zuletzt deswegen, hat Deutschland ein zunehmendes Problem bzgl. Wettbewerbsfähigkeit in der Liga und auch in der Nationalelf, wie diese WM deutlich gezeigt hat.
cikl 11.07.2018
2. Ja klar...
Genau, damit will sich der FCB den HSV als Top-Konkurrent vom Leibe halten ;-) Immer wieder diese Mär das das nur die bösen Bayern tun, siehe auch https://www.transfermarkt.de/bvb-kauft-am-haufigsten-in-der-bundesliga-ein-werder-und-rb-am-seltensten/view/news/279838 Andere Vereine wie z.B. der BVB tun das ebenso. Bayern steht in Deutschland nur eben am Ende der Nahrungskette... Und sie kaufen junge Talente nicht, um sie auf der Bank versauern zu lassen, sondern weil sie hoffen das er den Durchbruch schafft und sich die Dienste vielversprechender junger Talente sichert. Das es beim FCB nicht einfach ist sich durchzusetzen ist auch klar. Aber so läuft das Geschäft nunmal. In anderen Ländern ist es halt dann Real oder PSG...
benedetto089 11.07.2018
3.
Ich finde Arp ist viel zu gehyped, hab einige HSV Spiele letztes Jahr gesehen und fand ihn nicht besonders. Die Statistik von 2 Toren in 18 Spielen ist für einen Stürmer auch nicht gerade beeindruckend, auch wenn er beim HSV spielt. Ich hoffe Rebic bleibt in der Bundesliga. Bin auch gespannt ob der VfB Pavard halten kann.
Turbo 11.07.2018
4. Sauberes Wirtschaften
Einen Offensivspieler im Zenit seiner Karriere, mit durchaus überraschenden Ansätzen, in Zeiten zweistelliger Transferpreisinflation, IN die PL mit 5 Millionen Verlust abzugeben, das schafft wirklich nur der BVB. Zumal mit Schmelzer, Sahin und Co die „Sündenböcke“ nach wie vor weiter durchgefüttert werden. Und auf Seite der Verstärkungen fiel dem Verein bislang auch nicht viel mehr ein, als sich im BL-Mittelfelf mit überteuerten Preisen zu bedienen. Ein insgesamt schwächerer Kader bei bislang schon geschätzten 50 Mio. Transferausgaben. Da bin ich mal gespannt was Aki noch so tolles macht bis Ende August für den sogenannten Neuanfang. Angeblich könnte der Verein ja 120 Mio, Ablöse für einen Ronaldo aufbringen, sagt er im TV. Gut zu wissen. Das schafft Vertrauen, das macht Mut, das ist Souveränität.
cfp1 11.07.2018
5. der Trend setzt sich fort:
Abgänge bekannter Namen nach England, Zugänge unbekannter von Franz. oder Deutschen Zweitligisten. Ich werde die Bundesliga wohl die nächsten paar Jahr nicht mehr anschauen. Bayern wird Meister und in Europa fliegen alle außer Bayern spätestens im Achtelfinale raus. Was soll daran interessant sein? Die Bundesliga rutscht mehr und mehr in die Zweitklassigkeit. Bald wird uns auch noch Italien in der 5-jahreswerung überholen. Eigentlich eine Schande, dass das bevölkerungs-- und wirtschaftsstärkste Land Europas sich in einer Sportart die im Land derart populär ist (ein Zuschauerrekord jagt den nächsten), sich so das Wasser abgraben lässt und nicht in der Lage ist Europäischen Spitzenfußball anzubieten.
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