Fußball in Ostdeutschland: Verfassungsschutz beobachtet rechtsextreme Fans

Fan-Gruppierungen des Chemnitzer FC und von Lok Leipzig sind ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Dies bestätigte Sachsens Innenminister Markus Ulbig. Es solle verhindert werden, dass die Rechtsextremisten den Fußball als Bühne missbrauchten.

Chemnitzer Anhänger: Zwei Fan-Gruppierungen im Visier des Verfassungsschutzes Zur Großansicht
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Chemnitzer Anhänger: Zwei Fan-Gruppierungen im Visier des Verfassungsschutzes

Hamburg - Im Kampf gegen Rechtsextremismus beobachtet der Verfassungsschutz auch Anhänger sächsischer Fußballvereine. Vier Fan-Gruppierungen des Regionalligisten Lok Leipzig und des Drittligisten Chemnitzer FC seien im Visier des Geheimdienstes, sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) der "Sächsischen Zeitung".

Die Hooligan-Gruppierung "Blue Caps LE" werde schon länger beobachtet. Jetzt rückten auch "Szenario Lok" sowie die Chemnitzer Ultra-Gruppen "New Society/NS-Boys" und "Hoonara" in den Fokus. Der Innenminister betonte laut dem Bericht, dass die Überwachung nicht dem Großteil der friedlichen Fans oder den Vereinen selbst gelte. Es gehe darum, Rechtsextremisten entgegenzutreten, die den Fußball als Bühne missbrauchten.

Laut Ulbig werden keine Anhänger des Zweitligisten Dynamo Dresden beobachtet. Allerdings laufe gegen die derzeit nicht in Erscheinung tretende "Faust des Ostens" ein Verfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Ulbig sagte der Zeitung, er wolle insgesamt den Druck auf die Neonazi-Szene verstärken. Die Einrichtung einer neuen Polizeieinheit, die Aktionen gegen Rechtsextremisten koordiniert, werde derzeit geprüft.

leh/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. .
Randale Bambule 15.09.2012
Und vor den Nazis in Dortmund werden schön die Augen verschlossen, passt ja nicht ins Bild, dass da rechtsextreme Gruppen seit Jahren agieren wie sie wollen. Ist ja Westdeutschland. Und Doublesieger. Da gibt es so etwas doch gar nicht. Sind ja auch nur 70-100 Personen dort. Kann man schon mal ignorieren.
2. Erst jetzt?
rodelaax 15.09.2012
Dass Rechtsradikale die Ultras unterwandern ist doch nichts neues. Das gibt es in Westdeutschland schon seit Jahrzehnten.
3. Welcher Verfassungschutz ?
zweite_sicht 15.09.2012
Von welchem Verfassungsschutz reden Sie ? Nach den Skandalen der Zwickauer Terrorzelle kann ich nicht sehen, dass wir einen Verfassungsschutz haben. Gemessen an MI5, CIA oder Mossad hat unser Dienst das Niveau einer Stechmücke. Aus diesem Grund kämpfe ich darum, ob ich über Ihren Artikel lachen oder weinen muss !!
4. ...
hans_uwe2@yahoo.de 15.09.2012
Herr Ulbig und sein Ministeriums braucht wohl nach den Skandalen um den 13. Februar in Dresden ein neues Testgelände für seine Überwachungstechnologien, welche der Stasi Freundentränen in die Augen getrieben hätten. Wie ein Vorredner schon schrieb: produktives darf man von diesem Ministerium nicht erwarten - Sachsens und Dresdens Politik, Verwaltung und Justiz sind auf dem rechten Auge blind.
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