Fußballweltmeisterin Fatmire Alushi beendet Karriere

Sie war Weltmeisterin und Champions-League-Siegerin, gewann die deutsche Meisterschaft - und ist seit 15 Monaten Mutter. Nun hat Fatmire Alushi ihre Comeback-Pläne aufgegeben und ihre Karriere beendet.

Fatmire Alushi
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Fatmire Alushi


Fatmire Alushi hat 15 Monate nach der Geburt ihres Sohnes ihre Fußballkarriere offiziell für beendet erklärt. "Nach langer und reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, vorerst meine Fußballkarriere zu beenden", teilte die Weltmeisterin von 2007 und zweimalige Europameisterin (2009 und 2013) in einem Statement mit.

Die Entscheidung gegen ein Comeback sei ihr schwergefallen, weil sie "sehr gerne nochmals in einem attraktiven Verein gespielt hätte". Doch leider habe sie mit ihrem Ehemann Enis Alushi keine Stadt gefunden, um ihre "privaten und sportlichen Pläne" zu realisieren. Der Fußballprofi ist derzeit vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg an Maccabi Haifa ausgeliehen.

"Daher habe ich entschieden, mich komplett meiner Familie zu widmen. Ich liebe es sehr, Mama zu sein, unseren kleinen Sohn täglich zu sehen und sein Aufwachsen mit ihm zu erleben. Das wäre sicherlich in dieser Form durch die Fortsetzung meiner Fußballkarriere und die damit verbundenen Reisen nicht möglich gewesen", schrieb sie weiter.

Vor ihrer Babypause und der Geburt ihres Sohnes Arian im November 2015 war Alushi zuletzt beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain aktiv. Ihr letztes Spiel absolvierte die 79-malige Nationalspielerin im Champions-League-Finale 2015 in Berlin gegen ihren Ex-Klub 1. FFC Frankfurt. Vor rund einem Jahr sagte Alushi SPIEGEL ONLINE: "Viele Frauen warten ab und verschieben das Kinderkriegen, weil sie denken, dass sie das Comeback nicht schaffen. Ehrlich gesagt: Leicht ist es auch nicht."

Ihre Fußball-Laufbahn hatte die im Kosovo als Fatmire Bajramaj geborene Offensivspielerin 2004 in der Bundesliga beim FCR Duisburg (heute MSV Duisburg) begonnen, von dort wechselte sie 2009 zu Turbine Potsdam. Auf Vereinsebene feierte sie Triumphe in der Champions League (2010) sowie im Uefa-Cup (2009), zweimal wurde sie deutsche Meisterin (2010 und 2011) und gewann ebenfalls zweimal den DFB-Pokal (2009 und 2014).

luk/sid



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