Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Fußball-Weltverband: Fifa macht Millionen-Gewinn

Damit lassen sich auch schlechte Zeiten gut überstehen: Die Fifa verfügt über eine Rekord-Geldreserve von knapp 1,4 Milliarden Dollar. Beim Kongress auf Mauritius beschloss der Fußball-Weltverband zudem härtere Strafen bei Rassismus-Vorfällen - in Zukunft droht sogar ein Zwangsabstieg.

Fußball-Weltverband Fifa: 1,378 Milliarden Dollar Reserve Zur Großansicht
DPA

Fußball-Weltverband Fifa: 1,378 Milliarden Dollar Reserve

Hamburg - Der Fußball-Weltverband Fifa hat das Jahr 2012 mit einem Gewinn von 89 Millionen US-Dollar (68,34 Millionen Euro) abgeschlossen. Einnahmen von 1,166 Milliarden Dollar (895,27 Millionen Euro) standen Ausgaben von 1,077 Milliarden Dollar (826,93 Millionen Euro) gegenüber, berichtete Fifa-Finanzdirektor Markus Kattner am Freitag beim Kongress auf Mauritius. Wichtigster Wirtschaftsfaktor der Fifa bleibt die Weltmeisterschaft. 81 Prozent der Jahreseinnahmen 2012 hängen mit dem Turnier 2014 in Brasilien und dessen Vermarktung zusammen.

Durch den Gewinn sind die Fifa-Reserven auf ein Rekordniveau von 1,378 Milliarden Dollar (1,037 Milliarden Euro) gestiegen. Diese sind als Sicherheit für eventuelle Einkommensausfälle angelegt, zum Beispiel durch eine WM-Absage. Für das WM-Jahr 2014 kalkuliert die Fifa mit Einnahmen von insgesamt 1,080 Milliarden Dollar (831,54 Millionen Euro).

Bei dem Kongress hat die Fifa zudem beschlossen, den Strafenkatalog bei rassistischen Vergehen zu verschärfen. Spieler, Trainer oder Offizielle werden bei Verstößen künftig mit einer Mindestsperre von fünf Spielen belegt. Bei rassistischem Verhalten von Fans droht den entsprechenden Clubs bei Erstverstößen eine Verwarnung, eine Geldstrafe oder ein Spiel ohne Zuschauer im Stadion. In Wiederholungsfällen sieht die Regelung Punktabzüge, den Ausschluss aus einem Wettbewerb oder einen Zwangsabstieg vor.

Ein weiterer Beschluss: Die Vergabe von WM-Endrunden erfolgt künftig durch den Fifa-Kongress. Bisher hatten ausschließlich die Mitglieder der Fifa-Exekutive die Gastgeber von WM-Turnieren bestimmt. Die Änderung inklusive der Begrenzung der Wahl auf nur noch eine WM-Endrunde ist Teil des sogenannten Reformprogramms der Fifa und eine Konsequenz aus den Korruptionsvorwürfen bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 nach Russland und 2022 nach Katar. Die neue Regelung greift erstmals bei der Entscheidung über den Ausrichter der WM-Endrunde 2026.

ham/dpa/sid

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. FIFA-Reserven
eule_neu 31.05.2013
Hier wird sichtbar, wie sehr der Fußball kommerzialisiert wurde. Die Freude am Sport geht verloren, wenn weiterhin solche Gehaltsummen und Summen für Fernsehrechte gezahlt werden. Der Fußball als Abendunterhaltung, wie Talkrunden und ähnliche Sendungen? Bei den Geldsummen bleibt ein schaler Nachgeschmack ...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Die Präsidenten der Fifa
Amtszeit Präsident
1904-1906 Robert Guérin (Frankreich)
1906-1918 Daniel B. Woolfall (England)
1921-1954 Jules Rimet (Frankreich)
1954-1955 Rodolphe W. Seeldrayers (Belgien)
1955-1961 Arthur Drewry (England)
1961-1974 Stanley Rous (England)
1974-1998 João Havelange (Brasilien)
seit 1998 Joseph Blatter (Schweiz)


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: