Fußball-Wettskandal: Spanischer Liga-Vizepräsident spricht von Manipulation

Real-Madrid-Stadion Santiago Bernabeu: In Spanien sollen Spiele manipuliert worden sein Zur Großansicht
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Real-Madrid-Stadion Santiago Bernabeu: In Spanien sollen Spiele manipuliert worden sein

Hunderte Spiele sollen im Zuge des Fußball-Wettskandals manipuliert worden sein. Laut des Vizepräsidenten des spanischen Ligaverbands sind auch Spaniens Profiligen betroffen. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht sich für härtere Strafen für überführte Betrüger aus.

Hamburg - Am Montag machte Europol das Ausmaß des größten Wettskandals der Fußballgeschichte öffentlich - und schockierte Fans, Aktive und Offizielle. Doch welche Ligen sind betroffen?

Um das zu klären, leiten Verbände nun Ermittlungen ein. In Spanien ist der Vizepräsident des Ligaverbands (LFP), Javier Tebas, bereits zu der Erkenntnis gekommen, dass in den Profiligen des Landes Partien manipuliert wurden. "Es gibt Spielmanipulationen und illegale Wetten. Es ist zwar nur ein geringer Prozentsatz, aber es gibt diese Korruption auch in Spanien", sagte Tebas der Sportzeitung "Marca".

Nach Ansicht von Tebas wird das Problem allerdings von vielen Verantwortlichen herharmlost oder absichtlich nicht wahrgenommen. "Die Krankeit wird nicht zugegeben, also kann man den Patienten nicht kurieren. Es gibt Institutionen, die sich nicht darüber im Klaren sind, was vor sich geht", so Tebas.

Auch Karl-Heinz Rummenigge ist die bisherige Vorgehensweise gegen Manipulationen nicht drastisch genug. Der Bayern-Boss fordert eine "lückenlose" Aufklärung und plädiert zugleich für eine "harte Bestrafung" überführter Betrüger. "Es geht um die Glaubwürdigkeit des Fußballs", so Rummenigge.

Das Thema schlage auch bei der aktuellen Vollversammlung der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) in Katar "hohe Wellen", berichtet Rummenigge: "Wenn die Leute ins Stadion gehen, müssen sie wissen, dass dort alles sauber und seriös vor sich geht."

luk/sid/dpa

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fussball11 05.02.2013
Zitat von sysopREUTERSHunderte Spiele sollen im Zuge des Fußball-Wettskandals manipuliert worden sein. Laut des Vizepräsidenten des spanischen Ligaverbands sind auch Spaniens Profiligen betroffen. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht sich für härtere Strafen für überführte Betrüger aus. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wettskandal-in-spanischen-profiligen-wurde-manipuliert-a-881604.html
Das haben wir doch alles beim Radsport schon mal gehabt. Man selbst ist unschuldig, die anderen müsse härter bestraft werden und am Ende waren alle dabei und jeder hat es gewusst . Langsam kommt ans Licht das auch die Kicker keine Engel sind.
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Wettskandal: Fußball-Betrug im großen Stil
Europol
  • AP
    Europol (Europäisches Polizeiamt) ist eine europäische Polizeibehörde mit Sitz im niederländischen Den Haag. Sie soll die Arbeit der nationalen Polizeibehörden Europas bei grenzüberschreitender organisierter Kriminalität (OK) koordinieren und den Informationsaustausch zwischen den nationalen Polizeibehörden fördern.
  • Europol geht es vor allem um eine verbesserte Zusammenarbeit der zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten bei der Verhütung und Bekämpfung von Terrorismus, illegalem Drogenhandel und sonstigen schwerwiegenden Formen der internationalen Kriminalität. Seit 2002 ist Europol befugt, sich an gemeinsamen Ermittlungsgruppen der Mitgliedstaaten zu beteiligen, und kann einzelne Mitgliedstaaten auffordern, Ermittlungen aufzunehmen.
Europol nahm seine Aktivitäten im vollen Umfang am 1. Juli 1999 auf, seit 1. Januar 2010 ist sie offiziell eine Agentur der Europäischen Union (EU). Direktor ist seit Mai 2009 der Brite Rob Wainwright. Finanziert wird die Behörde durch die Mitgliedstaaten. Das jährliche Budget beträgt rund 90 Millionen Euro. (sid)