Hamburg - Am Montag machte Europol das Ausmaß des größten Wettskandals der Fußballgeschichte öffentlich - und schockierte Fans, Aktive und Offizielle. Doch welche Ligen sind betroffen?
Um das zu klären, leiten Verbände nun Ermittlungen ein. In Spanien ist der Vizepräsident des Ligaverbands (LFP), Javier Tebas, bereits zu der Erkenntnis gekommen, dass in den Profiligen des Landes Partien manipuliert wurden. "Es gibt Spielmanipulationen und illegale Wetten. Es ist zwar nur ein geringer Prozentsatz, aber es gibt diese Korruption auch in Spanien", sagte Tebas der Sportzeitung "Marca".
Nach Ansicht von Tebas wird das Problem allerdings von vielen Verantwortlichen herharmlost oder absichtlich nicht wahrgenommen. "Die Krankeit wird nicht zugegeben, also kann man den Patienten nicht kurieren. Es gibt Institutionen, die sich nicht darüber im Klaren sind, was vor sich geht", so Tebas.
Auch Karl-Heinz Rummenigge ist die bisherige Vorgehensweise gegen Manipulationen nicht drastisch genug. Der Bayern-Boss fordert eine "lückenlose" Aufklärung und plädiert zugleich für eine "harte Bestrafung" überführter Betrüger. "Es geht um die Glaubwürdigkeit des Fußballs", so Rummenigge.
Das Thema schlage auch bei der aktuellen Vollversammlung der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) in Katar "hohe Wellen", berichtet Rummenigge: "Wenn die Leute ins Stadion gehen, müssen sie wissen, dass dort alles sauber und seriös vor sich geht."
luk/sid/dpa
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