Fußball-WM 2018 Argentinien ist dabei, USA verpassen Teilnahme

Die argentinische Fußballnationalmannschaft hat in der WM-Qualifikation Ecuador mit 3:1 besiegt - und damit ein peinliches Scheitern verhindert. Das Team der USA ist hingegen überraschend ausgeschieden.

Lionel Messi in Quito
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Lionel Messi in Quito


Die argentinische Nationalmannschaft wird 2018 zur Fußballweltmeisterschaft nach Russland fahren - vor allem dank Lionel Messi. Der erzielte beim 3:1 in Ecuador nach frühem Rückstand alle drei Tore (11., 19. und 61. Minute). Damit wendete der zweifache Weltmeister Argentinien bei der Qualifikation ein peinliches Scheitern ab.

Das Spiel fand in Quito statt, im Estadio Olímpico Atahualpa, in 2850 Metern Höhe. Ein Sieg in Ecuador war Argentinien zuvor überhaupt erst ein einziges Mal gelungen. Bei einer Niederlage wäre es sehr wahrscheinlich gewesen, dass erstmals nach 48 Jahren eine WM-Endrunde ohne Argentinien stattfindet (mehr dazu - und zur südamerikanischen WM-Qualifikation - lesen Sie hier).

Neben dem schon qualifizierten Brasilien gelang zudem Uruguay als Zweiter vor Argentinien der Sprung zur direkten WM-Teilnahme: Brasilien schlug Copa-América-Sieger Chile 3:0, das damit nicht in Russland dabei ist. Den vierten WM-Platz sicherte sich Kolumbien dank eines Tors von Jamés Rodríguez vom FC Bayern München beim 1:1 in Peru.

Die Peruaner können als Fünfter in einem Vergleich mit Ozeaniensieger Neuseeland noch zur WM, es wäre die erste WM-Teilnahme seit 1982.

USA verpassen WM-Teilnahme

USA vs Trinidad und Tobago - 1:2
AFP

USA vs Trinidad und Tobago - 1:2

Die Fußballnationalmannschaft der USA verpasste vollkommen überraschend eine Teilnahme an der WM 2018 - sie fehlt erstmals seit 1986 wieder bei einer Weltmeisterschaft. Das Team von Trainer Bruce Arena verlor sein letztes Gruppenspiel bei Trinidad und Tobago mit 1:2 (0:2) und scheiterte damit als Fünfter der Nord- und Mittelamerika-Qualifikation.

Auch der Treffer des Dortmunders Christian Pulisic (47. Minute) half den USA nicht. Für die direkte Qualifikation hätte bereits ein Punkt beim abgeschlagenen Tabellenletzten von der karibischen Insel genügt.

Auf Platz drei sprang Panama, das mit einem 2:1-Erfolg über Costa Rica die direkte WM-Teilnahme schaffte. Auch Honduras (3:2 gegen Mexiko) zog noch an den USA vorbei und spielt in den Playoffs im November nun gegen Australien um einen weiteren Startplatz. Panama ist erstmals für eine WM-Endrunde qualifiziert.

Mexiko und Costa Rica hatten sich bereits zuvor als Erster und Zweiter für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

aar/dpa



insgesamt 22 Beiträge
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bstendig 11.10.2017
1. Die Amis gescheitert
"sad News" würde der größte Amerikaner aller Zeiten twittern. Also lag es vielleicht doch nicht am Klinsmann. Irgendwie freut mich das, diese ganzen Dummschwätzer im Verband könnene jetzt in Ruhe nachdenken.4 Jahre.
zaunreiter35 11.10.2017
2. Ob das
Klinsmann hinbekommen hätte? Es darf angezweifelt werden. US.soccer wird nicht amused sein. Sunil Gulati wird nicht amused sein. Muss es eben wieder das USWNT in zwei Jahren richten. Ach...a propos...die fünf Weltmeisterinnen, die da unterwegs in equal pay waren, werden als patriotische US-Frauen auch enttäuscht gewesen sein, während sie ihre Männer aus der Ferne angefeuert haben. Andererseits haben sie aufmerksam nach Norwegen geschaut und mit dem Ausscheiden ihrer Männer neue argumentative Munition gesammelt. Meinen herzlichen Glückwunsch an den Neuling Panama, die wie Island das erste mal dabei sein werden, während Honduras sich mit Australien messen darf. Argentinien ist in den Anden dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen. Und Peru schlägt sich dann mit Neuseeland herum. Es darf bezweifelt werden, ob beide Teams aus down under dabei sind.
gnarze 11.10.2017
3. Sehr schön...
.... damit haben wir wieder einen schlagbaren Teilnehmer in der KO-.Runde mehr. Und Siege gegen Argentinien sind sogar immer doppelt schön.
dosmundos 11.10.2017
4.
Wäre jetzt ja auch blöd gewesen, so ein Turnier ohne Argentinien. DIe Jungs sind immer für Drama gut...
ge1234 11.10.2017
5. Tja...
... fünf verlorene Jahre unter Klinsmann lassen sich nun mal nicht so einfach abschütteln. Allerdings, wer vermißt schon wirklich die USA bei einer "Soccer"-WM. Wichtig ist, dass " La albiceleste" wieder dabei sind!
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