DFB-Auswahl 350.000 Euro für den WM-Titel

In "völlig unkomplizierten" Gesprächen haben sich Verband und Nationalmannschaft auf eine WM-Prämienregelung verständigt. Das Selbstvertrauen ist groß: Geld gibt es erst ab dem Viertelfinale.

Toni Kroos
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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich mit den Spielern der Nationalmannschaft auf eine Prämienregelung für die Weltmeisterschaft in Russland verständigt. 300.000 Euro hatte jeder Spieler nach dem WM-Sieg von 2014 erhalten. Gelingt der DFB-Auswahl im kommenden Sommer die Titelverteidigung, schüttet der Verband sogar noch einmal 50.000 Euro mehr pro Akteur aus.

Die Staffelung entspreche "im Geist den Vereinbarungen, die bereits für die WM 2014 in Brasilien sowie für die beiden Europameisterschaften 2012 in Polen und der Ukraine sowie 2016 in Frankreich getroffen wurden", teilte der Verband mit. Das heißt: Bei einem frühen Scheitern gehen die Spieler leer aus.

Für die Vorrunde und die Achtelfinalqualifikation werden keine Prämien ausgezahlt. Erst bei Erreichen des Viertelfinales bekommt jeder Spieler 75.000 Euro, für den Halbfinaleinzug 125.000 Euro, für den 3. Platz 150.000 Euro und 200.000 Euro für die Endspielteilnahme in Moskau am 15. Juli 2018. Sollte die Mannschaft ihren Triumph von 2014 wiederholen und zum fünften Mal Weltmeister werden, erhält jeder Nationalspieler dafür 350.000 Euro.

"Es ist aber bei der Mannschaft zu spüren, dass für sie diese sportliche Herausforderung im Mittelpunkt steht und nicht wirtschaftliche Aspekte", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. "Die Gespräche mit Kapitän Manuel Neuer und dem gesamten Mannschaftsrat waren stets fair, offen und völlig unkompliziert", sagte Generalsekretär Friedrich Curtius

chh



insgesamt 11 Beiträge
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ahmet.kilic 13.12.2017
1. Lächerlicher monetärer Anreiz
Muss man die Millionäre tatsächlich mit so einem Kleckerbetrag motivieren?
zaunreiter35 13.12.2017
2. Die Raupe Nimmersatt
Die deutschen Fußballmänner sollten sich ein Beispiel an ihren skandinavischen Geschlechtsgenossen nehmen und hier mal zurückziehen. Aber ich frage mich ohnehin, ob der patriarchale DFB, der ja eigentlich auch gemeinnützig statt eigennützig sein soll, etwas von der Kunst des Teilens und der Solidarität versteht. In ihre eigenen schwarzen Taschen können sie wirtschaften. Aber zu mehr Empathie sind sie nicht fähig.
briancornway 13.12.2017
3. Trinkgeld
Zitat von ahmet.kilicMuss man die Millionäre tatsächlich mit so einem Kleckerbetrag motivieren?
Ganz sicher nicht. Kein Spieler wird konzentrierter spielen, mehr laufen oder sich sonstwie doller reinhängen, nur um da ein paar Tausender mehr mitnehmen zu können. Es ist einfach nur eine Art Schutzgebühr, ein Anteil an der Beute, eine Anerkennung. Wie sieht es eigentlich mit dem restlichen Stab aus ? Bekommen auch Zeugwarte, Masseure & Co eine Prämie ?
dr.frustus 13.12.2017
4. @zaunreiter35
Anpassung ist richtig, allerdings wurde in "Skandinavien" von unten nach oben angepasst.
runningstar 13.12.2017
5. Recht preiswert
Da sind andere Titelaspiranten ganz anders drauf und bekommen auch viel früher eine Prämie. Die würden vermutlich nicht mal antreten, wenn sie nicht schon in der Gruppenphase was bekommen würden.
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