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Fifa-Präsident Blatter: "Wir stellen die WM in Russland nicht infrage"

Russlands Präsident Putin (l.), Blatter: "Das hat noch nie etwas gebracht" Zur Großansicht
AFP

Russlands Präsident Putin (l.), Blatter: "Das hat noch nie etwas gebracht"

Trotz der militärischen Intervention in der Ukraine muss Russland nicht den Entzug der WM-Austragung 2018 befürchten. Das stellte Fifa-Boss Blatter klar. Auch ein Boykott sei keine Lösung.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Fifa-Präsident Joseph Blatter hat Russland ungeachtet der Ukraine-Krise das volle Vertrauen für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 ausgesprochen. "Wir stellen die WM in Russland nicht infrage. Wir sind in einer Situation, in der wir den Organisatoren der WM 2018 und 2022 unser Vertrauen aussprechen. Wir warten derzeit noch den Bericht der Ethikkommission ab", sagte Blatter der Nachrichtenagentur dpa.

Auch ein Boykott sei keine Lösung. "Das hat noch nie etwas gebracht", so Blatter. Ähnlich hatte sich zuvor auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geäußert: "Der Boykott von 1980 hat nichts gebracht. Er hat nur den Sportlern geschadet. Der Versuch, über den Sport auf politische Dinge Einfluss zu nehmen, ist gescheitert. Niemand von uns nimmt das Wort Boykott in den Mund, und das wird auch nicht von der Politik erwartet", sagte Niersbach.

Angesichts der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine waren zuletzt Forderungen laut geworden, die WM 2018 zu boykottieren oder das Turnier neu zu vergeben. IOC-Präsident Thomas Bach warnte, dass sich der Sport nicht verleiten lassen dürfe, den Boden der politischen Neutralität zu verlassen.

Bei den Diskussionen um eine mögliche Verlegung der Fußball-WM 2022 (Katar) in die Wintermonate wird es laut Blatter es keinen Alleingang der Fifa geben. "Wir machen keine Schnellschüsse. Die Konsultationen gehen weiter. Wir hören uns alle Bedenken an, dann sehen wir weiter", betonte er auf einer Pressekonferenz.

Am 8. September werde es laut dem Fifa-Präsidenten zu einer großen Sitzung mit Vertretern der Spielergewerkschaft FIFPro, der europäischen Klub-Vereinigung, der Kontinentalverbände und der Ligen kommen. "Dann werden wir darüber diskutieren, was die beste Lösung ist. Wenn man im Sommer nicht spielen kann, muss man im Winter spielen", ergänzte Blatter.

chp/dpa

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insgesamt 63 Beiträge
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1. Und wieder und wieder und wieder
protagon 02.09.2014
... stellt der Spiegel Behauptungen als Fakten dar. Ich fremdschäme mich regelrecht für diese systematische Hetze, die unsere 'Leitmedien' betreiben. Ihr höhlt die Demokratie aus, für Eure Agenda.
2. Richtig so!
9855 02.09.2014
Was soll den Sport mit Politik zu tun haben?
3. Wie Olympia 1936...?
pwc 02.09.2014
Fühlt sich das nicht langsam an wie Olympia 1936, als alle fröhlich zu Hitlers Wettkämpfen nach Berlin kamen? Eine Wegnahme der Spiele (nicht ein Boykott) wäre durchaus vertretbar. In Rußland werden Menschenrechte mißachtet, und es tritt militärisch agressiv auf.
4. Übel
friehelmdampf 02.09.2014
Ich dachte das Thema ist automatisch erledigt. Aber Länder wie Niederlande usw. Werden da konsequent sein als Fußballer würde ich mich weigern in diesem Land zu spielen. Eine WM in Russland das passt gerade nicht in meinen Kopf.
5. Wieso auch?
OlafKoeln 02.09.2014
Blatter hätte die WM auch noch 1944 nach Deutschland vergeben. Sport muß sich ja aus der Politik heraushalten.
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