Brasiliens Top-Stürmer Neymar bricht Training ab

Sorgen um Neymar: Der Knöchel schmerzt, Brasiliens Superstar beendet das Mannschaftstraining vorzeitig. Der Verband beschwichtigt.

Neymar hält sich das Sprunggelenk
Getty Images

Neymar hält sich das Sprunggelenk


Plötzlich war Neymar das Lachen vergangen. Frustriert kickte der brasilianische Superstar den Ball übers Feld - mit dem linken Fuß. Mit dem rechten konnte er kaum noch auftreten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte Neymar am Dienstagnachmittag im WM-Quartier der Seleção in Sotschi vom Platz.

Der brasilianische Verband CBF bemühte sich zwar schnell, die Sorgen zu zerstreuen, bereits am Mittwoch soll der teuerste Fußballer der Welt ins Training zurückkehren. Außerdem hätten die Schmerzen nichts mit dem zu Jahresbeginn gebrochenen Mittelfuß zu tun. "Der Knöchel schmerzt", sagte Verbandssprecher Vinicius Rodrigues.

Doch Zweifel bleiben. Schon beim enttäuschenden 1:1 gegen die Schweiz hatte Neymar nach einigen harten Zweikämpfen angeschlagen das Stadion verlassen.

Neymar verlässt das Trainingsstadion
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Neymar verlässt das Trainingsstadion

"Die Gegenspieler treten, darauf müssen die Schiedsrichter mehr achtgeben", hatte der 222-Millionen-Mann geklagt. Teamarzt Rodrigo Lasmar lokalisierte nach einem Pressschlag prompt: "Der Schlag war auf den Knöchel, nicht auf den Fuß. Aus ärztlicher Sicht ist er 100 Prozent spielbereit."

Daran bestehen seit Dienstag berechtigte Zweifel, immerhin spielt der Rekordweltmeister bereits am Freitag seine zweite Gruppenpartie gegen Costa Rica. Schon vor dem Spiel gegen die Schweiz hatte Nationaltrainer Tite gesagt: "Neymar ist noch nicht bei 100 Prozent." Vor drei Monaten hatte Neymar einen Mittelfußbruch erlitten, erst in der WM-Vorbereitung feierte der Superstar des französischen Meisters Paris St. Germain sein Comeback - drei Monate nach der Operation in Belo Horizonte.

Zu Anfang des Trainings hatten sich die Blicke der Beobachter noch nicht auf den Knöchel, sondern auf Neymars Haare gerichtet. Nachdem er für seine "Spaghetti-Frisur" in den sozialen Medien Hohn und Spott einstecken musste (vor allem von Eric Cantona), hat der Spieler seine blonden Locken nun deutlich gestutzt.

feb/sid/dpa/AP



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