Fußball-WM 2018 Russland soll Austragungsorte reduzieren

Die Fifa hat offenbar aus den Erfahrungen mit den Bauarbeiten einiger WM-Stadien in Brasilien gelernt: Der Fußballweltverband möchte, dass Russland das kommende Turnier in weniger Städten ausrichtet als geplant. Das Land wehrt sich.

Russlands Präsident Putin (l.), Fifa-Boss Blatter: Neun Spielorte für die WM
AFP

Russlands Präsident Putin (l.), Fifa-Boss Blatter: Neun Spielorte für die WM


Hamburg - Der Fußballweltverband Fifa strebt bei der Endrunde der Weltmeisterschaft 2018 in Russland offenbar eine Reduzierung der Spielorte an. Nachdem bei der WM 2014 in Brasilien in zwölf Städten gespielt worden ist, soll das kommende Turnier nur noch an neun Orten stattfinden.

Russlands Sportminister Witali Mutko sagte, dass die Fifa aufgrund der Erfahrungen in Brasilien Russland darum gebeten habe, die angedachte Zahl der Austragungsorte von elf auf neun zu reduzieren. Gespielt werden soll allerdings in insgesamt zehn Arenen, da in Moskau das Luschniki- und das Spartak-Stadion als Spielstätten fest eingeplant seien. Dagegen wehrt sich Russland: "Das Konzept der zwölf Stadien in elf Städten bleibt bestehen", zitiert die Agentur Itar-Tass Mutko.

Die Russen hatten geplant, die WM 2018 in zwölf Stadien und elf Städten auszutragen. Im September wird eine Fifa-Kommission die vorgesehenen Orte in Russland besuchen und anschließend gemeinsam mit dem Ausrichter möglicherweise schon eine Entscheidung fällen.

Mutko bezifferte die kalkulierten Kosten für die Um- beziehungsweise Neubauten der Arenen sowie weitere Investitionen in die Infrastruktur auf umgerechnet rund 15 Milliarden Euro. Bei der Vergabe an Russland im Dezember 2010 hatte der russische Präsident Putin in seiner damaligen Funktion als Ministerpräsident von 7,3 Milliarden Euro Kosten für die WM gesprochen.

FC Bayern München gegen VfL Wolfsburg – Wer gewinnt?

psk/sid

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.