Fußball-WM 2018 So hoch sind die Prämien für die Spieler

344 Millionen Euro hat die Fifa für die Teilnehmer der WM ausgelobt. Neben den Verbänden kassieren auch die Spieler. Am großzügigsten ist Spanien, Brasilien gibt sich leistungsbezogen.

Deutsche Nationalspieler
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Die Fifa hat die Prämien für die Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 im Vergleich zum vergangenen Turnier um zwölf Prozent erhöht. Die Verbände teilen sich eine Gesamtsumme von etwa 344 Millionen Euro auf. Wie groß ihr Anteil ausfällt, hängt vom Abschneiden der Nationalmannschaft ab.

"Dies ist ein positives Zeichen für die finanzielle Gesundheit der Fifa", kommentierte Verbandsboss Gianni Infantino die Zahlungsbereitschaft des Weltverbands. Für die Fifa selbst lohnt sich das Turnier noch deutlich mehr. Sie erwartet durch die WM Einnahmen von zwei Milliarden Euro.

Der DFB hatte bereits vor einiger Zeit bekanntgegeben, dass die Spieler bei einer erfolgreichen Titelverteidigung 350.000 Euro erhalten soll. In Brasilien waren es noch 300.000 Euro gewesen. DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt zur Erhöhung: "In Russland wäre es ein Titel für die Ewigkeit und deshalb eine besondere Prämie wert."

Bei Erreichen des Viertelfinals bekommt jeder Spieler 75.000 Euro, für den Halbfinaleinzug 125.000 Euro, für den 3. Platz 150.000 Euro und 200.000 Euro für die Endspielteilnahme in Moskau am 15. Juli. "Es ist aber bei der Mannschaft zu spüren, dass für sie diese sportliche Herausforderung im Mittelpunkt steht und nicht wirtschaftliche Aspekte", versicherte Grindel.

In Spanien zeigt man sich traditionell noch großzügiger: 800.000 Euro würde jeder Spieler für den WM-Titel erhalten. Bei ihrem ersten Titel 2010 in Südafrika hatten die Spanier 600.000 Euro erhalten. In Brasilien wären es 720.000 Euro gewesen, das Team schied jedoch bereits in der Vorrunde aus.

Rekordweltmeister Brasilien verteilt sein Geld leistungsbezogener. Die Spieler erhalten nur eine Prämie, wenn sie den Titel holen, die Summe ist geheim. "Das Team erreicht das Halbfinale, verliert dort und bekommt dennoch eine Prämie dafür, das ist nicht in unserem Sinne", sagte Seleção-Manager Edu Gaspar.

tip/sid



insgesamt 8 Beiträge
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pirx64 10.06.2018
1.
Brasilien macht es richtig. Was ist das Minimalziel? Dafür sollte es Geld geben, darunter nichts. Ich würde sagen, das Minimalziel für Deutschland wäre das erreichen des Halbfinale.
srbler 10.06.2018
2. respekt-
finde die brasilianische regelung klasse, sollte der dfb drüber nachdenken , die eingesparte kohle könnte der breitensport sicher gut gebrauchen
StefanXX 10.06.2018
3. Die Neiddebatte ist eröffnet!
Jawohl jetzt werden Sie wieder aus Ihren Löchern kriechen, die ganzen Neider, die finden dass jeder Euro zu viel ist, aber sich dann trotzdem jedes Deutsche Spiel bei der WM reinziehen. Und die zwar gerne mal 20 Euro für nen Kinoabend ausgeben, aber wenn sie umgerechnet alle 4 Jahre 10 Cent indirekt für Spielerprämien ausgeben das schon für unzumutbar halten :-)
hirlix 10.06.2018
4. Die Prämien sind doch eh ein Witz.
Die Spieler verdienen regulär ein Vielfaches der Prämien und steigern durch die WM-Teilnahme ihre Verdienste (zukünftige Gehälter und/oder Werbeverträge) noch weiter. Ich denke nicht, dass auch nur ein Spieler das ganze wegen der Prämien macht oder an die Prämien auch nur einen Gedanken verschwendet. Der Ruhm durch einen weiteren Weltmeistertitel wäre eh kaum in Geld aufzuwiegen.
hileute 10.06.2018
5. Natürlich stehen da die finanziellen intressen im hintergrund wie herr grundel sagt
350k sind doch Peanuts für die Spieler
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