Umstrittene WM-Vergabe Japan bietet sich als Katar-Ersatz an

Japan wagt sich aus der Deckung: Falls die Fifa dem Emirat Katar die Fußball-WM 2022 wieder wegnehmen sollte, stünde man als Ersatz zur Verfügung. Die WM-Vergabe an Katar steht seit langem massiv in der Kritik.

WM 2002 in Japan: Damals triumphierte Brasilien im Finale über Deutschland
Getty Images

WM 2002 in Japan: Damals triumphierte Brasilien im Finale über Deutschland


Hamburg - Sollte dem umstrittenen Ausrichter Katar die Fußball-WM 2022 entzogen werden, wäre Japan als Ersatz bereit. "Wenn die Fifa nach einer Alternative sucht - wir besitzen jetzt schon die Stadien, die alle Kriterien erfüllen würden", sagte Kuniya Daini, Präsident des japanischen Fußball-Verbandes JFA, der Nachrichtenagentur AFP.

"Wir richten schon die Olympischen Spiele 2020 aus. Wenn es eine Chance gibt, würden wir gerne auch die WM ausrichten. Ich weiß allerdings nicht, wie wahrscheinlich das ist", sagte Daini. Japan hatte bereits 2002 gemeinsam mit Südkorea die WM ausgerichtet.

Katar steht seit der Vergabe der WM-Endrunde 2022 im Jahr 2010 massiv in der Kritik. Das Ethik-Komitee der Fifa untersucht noch immer die Umstände der Wahl des Exekutiv-Komitees des Weltverbandes, mehrere Mitglieder des Gremiums stehen unter Korruptionsverdacht.

Zudem sorgten die miserablen Arbeitsbedingungen in Katar, die während des Baus der Arena bereits für Hunderte Todesfälle gesorgt haben, für einen weltweiten Aufschrei der Entrüstung. Auch die Diskussion, ob die WM-Endrunde im Wüstenstaat Katar überhaupt im Sommer ausgerichtet werden kann, hält noch immer an.

aha/sid



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driftwood1973 31.03.2014
1. Ein Bonsai - Baum für Blatter reicht da wohl nicht aus
Zitat von sysopGetty ImagesJapan wagt sich aus der Deckung: Falls die Fifa dem Emirat Katar die Fußball-WM 2022 wieder wegnehmen sollte, stünde man als Ersatz zur Verfügung. Die WM-Vergabe an Katar steht seit langem massiv in der Kritik. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2022-japan-stuende-als-ersatz-fuer-katar-bereit-a-961612.html
Schön wäre es: Aber solange Sepp Blatter und Platini bei der Fifa das Sagen haben wird sich nichts an der offensichtlichen Korruption ändern. Was sind schon ein paar tote Bauarbeiter gegen knallharte Petro-Devisen. Am Ende kommt es wohl darauf an, womit die Japaner Blatter überzeugen können. Ich Vermute, daß da ein Bonsaibäumchen als Zeichen der Freundschaft und des guten Willens bei dem großspurigen Schweizer nicht reichen wird.
g.papstein 31.03.2014
2. Das waere
allerdings ein Coup ...
ironbutt 31.03.2014
3. Leider wird das nicht passieren
denn ein Eingeständnis der Korruption müsste ja auch personelle Konsquenzen nach sich ziehen - und das kommt für Blatter und Platini nicht in Frage. Also bleibt die WM in Katar
Beobachter123 31.03.2014
4. Zu schön um wahr zu werden
Das wäre eine ausgesprochene Freude. Japan hat bereits die nötige Infrastruktur und einen perfekt ausgebauten Personennahverkehr. Da fallen ein paar Fußballfans nicht weiter ins Gewicht. Außerdem ist Japan eines der gastfreundlichsten Ländern weltweit.
Flying Rain 31.03.2014
5. Das waere
mal wieder eine WM bei der man nicht unbedingt Angst haben muss zu weit vom Stadion weg zu gehen -> Rio ;)...wäre ne Topsache und soweit ich das noch im Kopf habe haben es die Japaner das letzte mal nicht gerade schlecht gemacht
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