Beim Spiel gegen Japan Kolumbianische Fans schmuggeln Alkohol im Fernglas ins Stadion - mit Folgen

Beim Spiel gegen Japan wollten einige kolumbianische Fans auf Schnaps nicht verzichten: Sie schmuggelten den Alkohol in einem falschen Fernglas ins Stadion. Einer ist nun seinen Job los.

Kolumbianische Fans in Saransk
DPA

Kolumbianische Fans in Saransk


Das Auftaktspiel der Fußball-WM verlief für Kolumbien ziemlich ernüchternd. Schon nach fünf Minuten lag das Team gegen Japan in Rückstand und hatte nur noch zehn Mann auf dem Platz. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage.

Ein paar Fans aus Kolumbien wollten den Frust offenbar mit Alkohol herunterspülen. Sie hatten den Schnaps in einem falschen Fernglas ins Stadion von Saransk geschmuggelt und verbreiteten ein Video ihres Schelmenstücks im Internet.

Mit Folgen: Einer der Männer war Angestellter der staatlichen Fluglinie Avianca. Das Unternehmen teilte mit, man werde sich von dem Mitarbeiter trennen. Die beiden anderen Fans sollen nach Angaben kolumbianischer Behörden ein Stadionverbot für den Rest der WM erhalten und müssen zudem ein Bußgeld zahlen.

Das kolumbianische Außenministerium in Bogota sah sich zu einer generellen Ermahnung an alle Landsleute in Russlands Stadien veranlasst. Auf seiner Website forderte das Ministerium die Fans noch einmal eindringlich auf, sich an die Regeln des Gastgeberlandes und der Fifa zu halten. Das erspare den weitgereisten Zuschauern Ärger und den Diplomaten jede Menge Arbeit.

Für Ärger sorgte auch ein anderer Fan. Er filmte sich dabei, wie er auf japanische Zuschauerinnen zuging und sie aufforderte, Beleidigungen wie "Ich bin eine Schlampe" auf Spanisch zu wiederholen. Die Asiatinnen taten, wie ihnen geheißen, weil sie nicht wussten, was die Worte bedeuteten. Der Fan begründete sein Verhalten damit, dass er betrunken gewesen sein.

syd



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