WM-Team Griechenland Hinten stark, vorne schwach

Die Stars stehen im Sturm. Doch Griechenland glänzte in der WM-Qualifikation - mal wieder - vor allem durch seine Abwehrstärke. Die griechische Nationalmannschaft im Porträt.

AP/dpa

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Dies ist die 21. Folge der SPIEGEL-ONLINE-Serie: WM-Teams im Porträt. Bis zum Start der Weltmeisterschaft am 12. Juni stellen wir jeden Tag einen Teilnehmer vor.

Das Team
Es ist die dritte Weltmeisterschaft der Griechen. Über die Vorrunde ist das Team bisher nicht hinausgekommen. Doch abschreiben sollte man die Mannschaft deswegen noch nicht, schließlich gelang ihr mit dem EM-Sieg 2004 eine echte Fußball-Sensation. In der Qualifikation zeichnete sich das Team von Trainer Fernando Santos vor allem durch eine stabile Abwehr aus und kassierte mit Belgien zusammen die wenigsten Gegentore aller europäischen Mannschaften, die zehn Gruppenspiele bestritten (vier Gegentore). Das Toreschießen fiel den Griechen hingegen schwer: Sie qualifizierten sich als bester Gruppenzweiter mit den wenigsten geschossenen Toren für die Playoffs (zwölf), dort setzten sie sich gegen Rumänien durch.

Die Stars
Kapitän und Mittelfeld-Routinier Giorgos Karagounis ist der Schlüsselspieler der Mannschaft. Der 37-Jährige, der zuletzt für den FC Fulham spielte, hat bereits 132 Länderspiele absolviert. Neben ihm stehen die Stars des Teams mit Dimitrios Salpingidis (PAOK Thessaloniki), Konstantinos Mitroglou (FC Fulham), Giorgios Samaras (Celtic Glasgow) und Theofanis Gekas im Angriff. Gekas war 2007 als Stürmer des VfL Bochum Bundesliga-Torschützenkönig geworden. Ebenfalls aus der Bundesliga bekannt ist Abwehrspieler Sokratis Papastathopoulos von Borussia Dortmund.

Der Trainer
Fernando Santos ist seit 2010 Trainer der griechischen Nationalmannschaft. Als 53. Nationalcoach trat er die Nachfolge von Otto Rehhagel an, der das Team neun Jahre lang trainiert hatte. Santos hatte unter anderem Trainerposten bei Benfica Lissabon und Paok Thessaloniki. Die größten Erfolge mit dem griechischen Nationalteam waren für den Portugiesen das Viertelfinale bei der EM 2012 und die Qualifikation für die WM in Brasilien. Der 59-Jährige will nach dem Turnier als Nationaltrainer aufhören, die Entscheidung über seinen Nachfolger soll noch vor der WM getroffen werden.

WM-Gegner
Griechenland trifft in der Gruppe C auf Kolumbien (14. Juni, 18 Uhr MESZ), Japan (20. Juni, 0 Uhr) und die Elfenbeinküste (24. Juni, 22 Uhr). Kolumbien gilt als Favorit, die Elfenbeinküste wird als Geheimfavorit gehandelt. Die Gruppe C ist jedoch als offen und am schwersten vorherzusagen, da die vier Mannschaften bei einer WM noch nie gegeneinander gespielt haben. Keines der Teams kam bislang weiter als bis ins Achtelfinale.

WM-Historie
1994 qualifizierte sich Griechenland erstmals für eine WM-Endrunde. Bei der Weltmeisterschaft in den USA verloren die Hellenen alle Spiele und konnten nicht ein einziges Tor erzielen. Mit 0:10 Toren belegten sie den letzten Platz in ihrer Vorrundengruppe. Danach gelang dem griechischen Nationalteam erst 2010 wieder die Qualifikation zur WM. Am 17. Juni 2010 gab es gegen Nigeria das erste griechische WM-Tor und den ersten Sieg in einem WM-Spiel. Es blieb der einzige Sieg: Die Griechen schieden als Gruppendritter hinter Argentinien und Südkorea aus.

WM-Duelle gegen Deutschland
Die beiden Teams sind bei einer WM-Endrunde noch nie aufeinander getroffen. In der Qualifikation zur WM 2002 scheiterte Griechenland an England und Deutschland. Bei Europameisterschaften sind sich die Mannschaften zweimal begegnet: 1980 trennten sie sich in der Gruppe 0:0 und 2012 siegte Deutschland 4:2 im Viertelfinale.

Lesen Sie Montag alles Wichtige zum WM-Teilnehmer Ecuador!

mrr



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