Fußball-WM in Brasilien: DFB baut sich eigenes Quartier

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Bundestrainer Löw: Jetzt wird gebaut

Auf der Suche nach einem geeigneten WM-Hauptquartier ist der DFB nicht fündig geworden - jetzt lässt sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihre Unterkunft bauen. Im Bundesstaat Bahia soll eine Wohnanlage mit 13 Häusern für die Nationalspieler und das Betreuerteam entstehen.

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Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund baut sich sein eigenes Hauptquartier für die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Brasilien. In Santo André im Bundesstaat Bahia soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung eine Wohnanlage mit 13 Häusern für die Nationalspieler und das Betreuerteam entstehen.

An einem Tor zur Baustelle würden sich demnach bereits schwarz-rot-gelbe Streifen und die drei Weltmeister-Sterne des DFB finden. Das Camp soll offiziell den Namen "Campo Bahia" tragen.

Das Millionen-Projekt werde von einem deutschen Unternehmen realisiert. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE handelt es sich dabei um die Münchner Hirmer-Gruppe. Bei Hirmer selbst wollte sich noch niemand offiziell dazu äußern und verwies auf die DFB-Pressestelle.

Das Projekt soll zudem mit finanzieller Unterstützung namhafter DFB-Partner entstehen. "DFB-Sponsoren helfen beim Bau. Ich weiß, es ist Mercedes", sagte Siegfried Michler, ein deutschstämmiger Hotelmanager, der "Bild"-Zeitung. Der DFB hat auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE angekündigt, sich noch im Laufe des Tages zu dem Thema zu äußern.

In einem Kilometer Entfernung sollen ein Fußballplatz, das Pressezentrum und weitere Funktionsanlagen angelegt werden. In 15 Kilometer Entfernung von der geplanten Anlage, 30 Kilometer von Porto Seguro entfernt, befindet sich ein Flugplatz, so dass die Nationalmannschaft die Gruppen-Spielorte Salvador, Fortaleza und Recife bequem erreichen kann. Bis zum Endspielort Rio de Janeiro sind es 1100 Kilometer. Dort wird am 13. Juli das Finale angepfiffen.

Löw legt großen Wert auf die Quartierwahl

Die richtige Wahl des WM-Quartiers war für Bundestrainer Joachim Löw nach der Auslosung von zentraler Bedeutung. Schon im Juni hatte sich eine DFB-Delegation im Rahmen des Confed-Cup auf eine Hotel-Test-Tour begeben. Zuletzt hatte Löw die Frist für die Festlegung des WM-Stammquartiers weiter ausgereizt und immer wieder auf den Meldeschluss am 18. Dezember beim Weltverband Fifa verwiesen. Bis zu diesem Tag müssen alle 32 WM-Teilnehmer ihren Standort festgelegt haben.

Während Bundestrainer Löw in der Heimat alle Möglichkeiten auslotete, suchte ein Teil des Nationalmannschafts-Stabes mit Organisationschef Georg Behlau an der Spitze im WM-Land nach dem optimalen Quartier. In den Spielorten Salvador (16. Juni gegen Portugal), Fortaleza (21. Juni gegen Ghana) und Recife (26. Juni gegen die USA mit Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann) wurden zudem Logistik, Unterkünfte und Trainingsmöglichkeiten gecheckt.

Durch die frühen Anstoßzeiten von zweimal 13 Uhr und einmal 16 Uhr Ortszeit (18 Uhr und 21 Uhr in Europa) bleibt es aber nach wie vor eine Überlegung, schon zwei Tage vor dem Spiel aus dem Hauptquartier in den Spielort zu fliegen.

Löw verwies darauf, dass sich dadurch höchstwahrscheinlich auch die gewohnten Abläufe, von den Essens- und Trainingszeiten bis hin zu den Regenerationszeiten, verändern müssten. "Wir haben ja schon erlebt, dass es an ganz winzigen Dingen, an Nuancen, hängt, ob man ins Finale kommt oder zuvor ausscheidet", hatte Löw zuletzt betont.

luk/dpa

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insgesamt 236 Beiträge
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1. 15 km bis zum Flugplatz?
mailschlucker 13.12.2013
Da sollte man doch besser gleich einen direkt neben der neuen Anlage bauen.
2.
fussball11 13.12.2013
Ist schon wieder der erste April?
3. nur gut
sitiwati 13.12.2013
dass Löw nicht auch noch den Weg der Sonne ändern kann !
4. Größenwahn
ctwalt 13.12.2013
DAS ist eines der Dinge, die mich am Fussball so stören
5. Kann es sein, dass im DfB alle größenwahnsinnig
friedensengel 13.12.2013
geworden sind? Ein angemietetes Hotel hat wohl für Löw und Co. nicht gerreicht? ...dann kann das Projekt WM2014 ja beginnen. Welche Ausreden wird er wohl finden, wenn es nicht klappt. Das Quartier scheidet dann aus.
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