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Fußball-WM: Politiker wollen Klinsmann vor Sportausschuss zitieren

Die Pleite der DFB-Elf im Italien-Spiel könnte ein politisches Nachspiel haben. Mehrere Bundestagsabgeordnete verlangen, dass Bundestrainer Klinsmann vor dem Sportausschuss des Parlaments erscheint, um sein Konzept für den WM-Erfolg darzulegen.

Hamburg - 1:4 verloren nach einem ganz miesen Spiel, da gerät so mancher in Panik und sieht sich aufgerufen zu handeln. Drei Politiker, die sich quasi von Amts wegen als Kontrolleure des DFB-Teams im WM-Jahr verstehen, hat die "Bild"-Zeitung jetzt aufgetan.

Bundestrainer Klinsmann: "Italien war grausam"
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Bundestrainer Klinsmann: "Italien war grausam"

"Es wäre schön, wenn Herr Klinsmann mal dem Sportausschuss erklären würde, was seine Konzeption ist und wie er Weltmeister werden will. Das Spiel gegen Italien war grausam, und man fragt sich schon, wie er das bis zum Sommer aufholen will", sagte der CDU-Sportexperte Norbert Barthle dem Blatt. Der Bund sei immerhin der größte Sponsor der Weltmeisterschaft.

Klinsmann sollte "dem Sportausschuss sein Konzept erklären, denn es geht ja nicht nur darum, ob eine Mannschaft mal schlecht spielt, sondern um die Frage: Wie präsentiert sich Deutschland", findet die FDP-Sportexpertin Miriam Gruß. Auch der SPD-Sportpolitiker Reinhold Hemker möchte Klinsmann vor dem Ausschuss sehen. "Die WM steht vor der Tür, da muss langsam mal klar sein, wer spielt. Klinsmann hat nur gute Spieler, aber es gibt zu viele Unsicherheiten", sagte Hemker der "Bild". "Er sollte endlich sagen, auf wen er setzt."

Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) hat vor erheblichen Sicherheitsrisiken während der Fußball- Weltmeisterschaft in Deutschland gewarnt. Insbesondere die Übertragung von Spielen auf öffentlichen Plätzen berge Risiken, sagte er der "Lausitzer Rundschau". "Die Fanmeile in Berlin mit bis zu einer Million Besuchern halte ich unter Sicherheitsaspekten für kaum kontrollierbar." Jetzt müsse mit den Beteiligten "dringend" gesprochen werden, sagte der CDU-Politiker.

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