Bundesliga Wolfsburg bejubelt knappen Sieg gegen Frankfurt

Drei Tore binnen sieben Minuten: Im Spiel zwischen Wolfsburg und Frankfurt erlebten die Zuschauer eine turbulente erste Halbzeit. Am Ende sicherte sich der VfL die ersten drei Punkte der Saison - weil sein Torwart in der Schlussphase stark reagierte.

AFP

Nach den Bayern, Dortmund, Schalke und Leverkusen hat auch die fünfte Mannschaft, die viele Fußballfans in dieser Saison in der Spitzengruppe der Bundesliga erwarten, ihr Auftaktspiel gewonnen. Der VfL Wolfsburg bezwang zu Hause Eintracht Frankfurt 2:1 (2:1). Ivan Perisic (13. Minute) und Bas Dost (17.) erzielten die Tore für die Gastgeber, Stefan Reinartz (19.) traf für Frankfurt.

Vor 25.000 Zuschauern begann die Eintracht forsch und hatte nach nicht einmal zwei Minuten erstmals getroffen - allerdings zählte das Tor von Haris Seferovic nicht. Beim Zuspiel von Luc Castaignos stand der Schweizer knapp im Abseits. In der achten Minute rettete dann Wolfsburgs Josuha Guilavogui vor dem einschussbereiten Castaignos, Stefan Aigner hatte per Kopf aufgelegt.

Und der VfL? Traf bei seiner ersten gefährlichen Aktion. Der von Borussia Mönchengladbach gekommene Max Kruse flankte von der linken Seite in den Strafraum, wo Perisic freistehend zum Kopfball kam und das 1:0 erzielte. Die Eintracht wirkte kurzzeitig schockiert und unsortiert - was prompt das 2:0 für die Wolfsburger zur Folge hatte. Nach einem Einwurf bekamen die Gäste den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, Dost nutzt die Konfusion zum zweiten Treffer aus.

Reinartz köpft nach Flanke von Seferovic den Anschlusstreffer

Dieses Mal ließen sich die Frankfurter davon aber nicht aus dem Konzept bringen, im Gegenteil: Nach einer Flanke von Seferovic köpfte Reinartz den Anschlusstreffer. Und hätte Bastian Oczipka in der 25. Minute nicht knapp am rechten Pfosten des VfL-Tores vorbeigeschossen, die Zuschauer im Wolfsburger Stadion hätten nach nicht einmal einer halben Stunde schon vier Tore gesehen.

Doch auch ohne Treffer blieb es unterhaltsam. Nach einem Tackling von Carlos Zambrano gegen Dost hätte Schiedsrichter Christian Dingert durchaus auf Elfmeter für den VfL entscheiden können (30.). Und auf der Gegenseite zog Marco Russ aus vielversprechender Position ab, sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde jedoch zur Ecke abgewehrt (35.).

Wolfsburg bestimmte in der Folge die Partie, ohne aber sich dabei gute Chancen herauszuspielen. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht, erst eine Aktion von Perisic nach Pass von Kruse in der 60. Minute sorgte für größere Aufregung im Eintracht-Strafraum, doch Frankfurt konnte zur Ecke klären.

Die Gäste brachten in der zweiten Halbzeit offensiv kaum noch etwas zustande. Abgesehen von einer gefährlichen Aigner-Flanke, die Vieirinha vor dem lauernden Makoto Hasebe wegköpfen konnte, gelang es Frankfurt selten, ein durchdachtes Angriffsspiel aufzuziehen. Der VfL seinerseits tat nicht mehr als nötig, um den Vorsprung zu verwalten. Nur einmal geriet der Sieg noch in Gefahr, doch VfL-Torwart Koen Casteels parierte stark gegen den eingewechselten Joel Gerezgiher (79.).

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 2:1 (2:1)
1:0 Perisic (13.)
2:0 Dost (17.)
2:1 Reinartz (19.)
Wolfsburg: Casteels - Vieirinha, Naldo, Klose, Rodriguez - Guilavogui, Arnold (78. Träsch) - Perisic, Max Kruse, De Bruyne (75. Hunt) - Dost (86. Bendtner)
Frankfurt: Hradecky - Hasebe, Zambrano, Abraham, Oczipka - Russ (76. Gerezgiher), Reinartz - Aigner, Inui (46. Ignjovski) - Seferovic, Castaignos (83. Waldschmidt)
Schiedsrichter: Dingert
Zuschauer: 29.126
Gelbe Karten: De Bruyne - Zambrano
Torschüsse: 5:12
Ecken: 7:3
Ballbesitz: 60:40 Prozent

ham



insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
MarkusW77 16.08.2015
1.
Erste Spiel der neuen Saison und nicht ausverkauft. Bitte mehr solche Vereine, dann schwinden wenigstens irgendwann die unnormalen Fernsehgelder und dann die zu hohen Gehälter. Oder so.
nernst 16.08.2015
2. @MarkusW77
Was kann der VfL dafür, dass Frankfurt sein Kontingent nicht ausschöpft und den Gästeblock nicht gefüllt bekommt? 29.100 aus 30.000 Plätze waren besetzt - bis auf die paar oben genannten. Wenn sie den Verein nicht mögen - bitte aber saugen sie sich keine fingierten Pseudoargumente aus den Fingern um ihre Meinung irgendwie begründen zu wollen. Vielen Dank.
brendan33 16.08.2015
3. @nernst
So kann man die Realitäten auch verdrehen. Wenn selbst die reisefreudigsten Bundesligafans den Gästeblock nicht vollmachen, dann ist entweder der Gästeblock zu gross oder der Verein, trotz aller Erfolge, zu unattraktiv.
CobCom 16.08.2015
4.
Zitat von brendan33So kann man die Realitäten auch verdrehen. Wenn selbst die reisefreudigsten Bundesligafans den Gästeblock nicht vollmachen, dann ist entweder der Gästeblock zu gross oder der Verein, trotz aller Erfolge, zu unattraktiv.
Das ist aber schon ein ewiges Ärgernis. Die Karten könnten mengenmäßig ohne weiteres an Heimfans verkauft werden, aber die Blocktrennung läßt das nur zu, wenn der Oberrang für Auswärtsfans geschlossen bleiben würde. Dafür waren es dann aber wieder zuviele Frankfurter Anhänger. Im Übrigen sollte man schon wissen, dass die Anzahl bereitgestellter Auswärtskarten (10%) VERPFLICHTEND vorgegeben ist. Also: Was soll der Heimclub da konkret tun? Allofs ärgerte das schon das komplette letzte Jahr, aber einen einfachen Weg gibt es offenbar nicht.
bernd.stromberg 16.08.2015
5.
Zitat von brendan33So kann man die Realitäten auch verdrehen. Wenn selbst die reisefreudigsten Bundesligafans den Gästeblock nicht vollmachen, dann ist entweder der Gästeblock zu gross oder der Verein, trotz aller Erfolge, zu unattraktiv.
Ich kann weder mit Wolfsburg, noch mit Frankfurt viel anfangen. Mir persönlich ist aber lieber ein Retortenverein mit schnöseligen Erfolgsfans, als ein Verein der für eine der mit Abstand übelsten Hooliganszene Deutschlands bekannt ist: http://fnp.de/nachrichten/politik/Frankfurter-Szene-zaehlt-zu-der-haertesten;art673,1100256
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