Kurzpässe: Roberto Carlos beendet seine Karriere

Roberto Carlos, zuletzt in Diensten von Anschi Machatschkala, hat seine Laufbahn offiziell beendet. Dem italienischen Club AC Siena werden sechs Punkte abgezogen. Außerdem: Juve-Trainer Antonio Conte droht in der Spielmanipulationsaffäre eine härtere Strafe.

Fußballer Carlos: Abschiedsspiel zwischen Anschi Machatschkala und Real Madrid Zur Großansicht
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Fußballer Carlos: Abschiedsspiel zwischen Anschi Machatschkala und Real Madrid

Hamburg - Der frühere Weltmeister Roberto Carlos hat seine Karriere offiziell für beendet erklärt. Das gab der 39-Jährige auf einer Pressekonferenz in der Nähe von Moskau bekannt. Verabschieden will sich der brasilianische Weltmeister von 2002 mit einem Spiel zwischen seinem letzten Club Anschi Machatschkala und Real Madrid, wo Carlos elf Jahre spielte und dreimal die Champions League gewann. In der vergangenen Saison hatte Carlos in Russland nach der Entlassung von Coach Gadschi Gadschijew interimsweise als Spielertrainer beim Verein des Milliardärs Suleiman Kerimow fungiert.

Die Disziplinarkommission des italienischen Verbandes FIGC hat den Vergleichsantrag des italienischen Serie-A-Aufsteigers AC Siena angenommen und den Club zu einem Abzug von sechs Punkten verurteilt. Außerdem muss der Verein eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen. Siena wird eine Verwicklung in den Wett-und Manipulationsskandal vorgeworfen, der Italiens Fußball seit über einem Jahr erschüttert.

Dagegen hat das Sportgericht des FIGC den zwischen Juve-Trainer Antonio Conte und der Anklage ausgehandelten Vergleich überraschend abgelehnt. Drei Monate Sperre und eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro seien "nicht angemessen", urteilte die Kommission in Rom. Sie forderte beide Seiten auf, sich auf eine härtere Strafe zu verständigen. Ansonsten werde der Fall verhandelt. Contes Verteidiger lehnten die Richter daraufhin für die Beurteilung eines zweiten Vergleichs ab. Conte wird die Nichtanzeige von zwei mutmaßlichen Spielmanipulationen in der Saison 2010/2011 bei seinem damaligen Club AC Siena vorgeworfen.

Die Disziplinarkommission verurteilte außerdem den Drittligisten Albinoleffe zum Abzug von einem Punkt und zur Zahlung einer Geldstrafe von 30.000 Euro. Albinoleffe war bereits in einem anderen Verfahren zum Abzug von neun Punkten verurteilt worden, daher startet der Zweitligist mit einem Handicap von zehn Punkten in die neue Saison.

jar/sid/dpa

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