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Geburtstag des Bayern-Präsidenten König Uli, der Erste und Letzte

Foto: imago

Er ist verliebt in seinen Verein, rastet regelmäßig aus und macht nebenbei in Würstchen: Uli Hoeneß ist Kult. Jetzt wird der ebenso schillernde wie streitbare Präsident des FC Bayern 60 Jahre alt. Zeit, einem der ganz Großen zu gratulieren.

Los geht es mit dem hochroten Kopf. Wenn Uli Hoeneß seine Augen weit aufreißt, Luft holt und das Blut in Richtung Stirn schießt, ist es wieder Zeit für den nächsten Wutausbruch. Kein anderer im deutschen Fußball rastet so herrlich aus wie der frühere Manager und heutige Präsident des FC Bayern. Niemand sonst polarisiert so sehr wie er. Und niemand war jemals so erfolgreich wie Hoeneß. Am Donnerstag feiert er seinen 60. Geburtstag.

"Ich genieße mein Leben in vollen Zügen", sagt Hoeneß, der zunächst nur im kleinen Kreis, mit Freunden und Familie, feiern wird. Erst am 13. Januar, wenn der Bayern-Tross aus dem Trainingslager in Katar zurückgekehrt ist, wird es eine große Feier in München geben. Es wird eine Party für den erfolgreichsten Titelsammler unter den deutschen Fußballfunktionären (19 Mal Meister, zehn Pokalsiege und ein Triumph in der Champions League), der den umsatzstärksten Verein der Liga auch heute noch prägt. Hoeneß ist der FC Bayern, der FC Bayern ist Hoeneß.


Keiner ist härter zu anderen Clubs, keiner liebt den eigenen so sehr wie er. Wer sich mit ihm oder dem FC Bayern anlegt, macht den größten Fehler seines Lebens. Hoeneß' Lieblingsfeind Willi Lemke, Aufsichtsratsboss von Werder Bremen, hat bis heute "ein nach wie vor miserables Verhältnis" zu dem Geburtstagskind. Als Lemke 1999 Bremer Bildungssenator wurde, sagte Hoeneß: "Erstaunlich, dass ein Mann mit einem solchen Charakter Minister eines Bundeslandes werden kann."

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Uli Hoeneß: Titel, Tore, Temperament

"Kein Mensch hat mich über fast drei Jahrzehnte so niedergemacht wie Uli Hoeneß. Das hat Spuren hinterlassen und mich in meiner Überzeugung bestätigt: So wie der, so will ich nie!", schrieb Lemke in einer Kolumne für die "Sport Bild". Als ein Mitarbeiter des vereinseigenen "FC-Bayern-TV" Hoeneß im Oktober 2008 fragte, ob man beim 1:0-Sieg in Karlsruhe die "Dusel-Bayern" erlebt habe, blaffte der damalige Manager: "Sie müssen sich in der nächsten Woche einen neuen Job suchen." So weit kam es dann aber doch nicht.

Hoeneß, der Choleriker, kann auch anders. 1991 beschaffte er dem alkoholkranken Ex-Bayern-Stürmer Gerd Müller einen Job im Verein. 2003 wurde auf seine Veranlassung hin ein Freundschaftsspiel gegen den FC St. Pauli ausgetragen, um den Hamburger Club vor dem Ruin zu retten. Bevor Sebastian Deisler 2007 wegen Burnouts seinen Rücktritt verkündete, hatte Hoeneß lange mit ihm über dessen Probleme gesprochen.

Vorsatz: Ein paar Kilo abnehmen

Hoeneß schafft es, dass ihn auch die Fans der Konkurrenz respektieren. Vielleicht mögen sie ihn sogar, wegen seiner Geradlinigkeit, seiner Leidenschaft - oder seiner Würstchen aus der eigenen Fabrik. Für eine amerikanische Fast-Food-Kette kalauert er sich derzeit mit Starkoch Alfons Schuhbeck durch Fernsehspots, in denen er dessen Hamburger-Kreationen kritisiert ("Ich hätte da gern ein paar von meinen Würsten drauf"). Sein Vorsatz fürs neue Jahr lautet, ein paar Kilo abzunehmen.

Trotzdem sei er "ein zufriedener Mensch". Der "Welt am Sonntag" sagte er: "Hätte mir jemand als 18-Jähriger eine Karte gegeben und gesagt: Male drauf, was du dir für dein Leben so vorstellst, dann hätte ich es so gemalt, wie es war." Nichts Negatives? "Manchmal bin ich übers Ziel hinausgeschossen."

Über seine Ehefrau Susi, mit der er seit 30 Jahren verheiratet ist, sagte er einmal: "Ich weiß, dass ich das, was ich bin, nie ohne meine Frau geworden wäre." Mit ihr hat er außer Sohn Florian noch Tochter Sabine. Sie werden ihren Vater auch künftig am besten auf dem Handy erreichen. Denn ans Aufhören denkt Hoeneß noch lange nicht. "Ich gehe gerne zur Arbeit". Jeder, der den Fußball mag, wird das gerne hören.

Tore, Titel, Temperament: Die Karriere von Uli Hoeneß in Bildern.

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insgesamt 25 Beiträge
Maynemeinung 05.01.2012
Wenn ich sage, dass ich den FC Bayern nicht mag, bin ich damit ja sicher nicht alleine... Aber den Hoeneß muss man einfach mögen. Der hat sich nie und durch nix verbiegen lassen. Und auch seine gelegentlichen Wutausbrüche [...]
Zitat von sysopEr ist verliebt in seinen Verein,*rastet*regelmäßig aus und*macht die leckersten Würstchen der Welt: Uli Hoeneß*ist Kult. Jetzt wird der ebenso schillernde wie streitbare*Präsident des FC Bayern*60 Jahre alt.*Zeit,*einem der ganz Großen zu*gratulieren. Geburtstag des Bayern-Präsidenten: König Uli, der Erste und Letzte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,806980,00.html)
Wenn ich sage, dass ich den FC Bayern nicht mag, bin ich damit ja sicher nicht alleine... Aber den Hoeneß muss man einfach mögen. Der hat sich nie und durch nix verbiegen lassen. Und auch seine gelegentlichen Wutausbrüche gegenüber den breitarschigen "Bayern-Fans" waren Kult. Hinterfoxig war allenfalls, wie er das Absägen von Christoph Daum eingefädelt hatte, aber das war für ihn wohl eine eiternde Wunde.
alexbln 05.01.2012
eine echte nervensäge, die man aber trotzdem mögen muß. klare kante, klare worte -kein drumherumgerede. glückwunsch.
Zitat von sysopEr ist verliebt in seinen Verein,*rastet*regelmäßig aus und*macht die leckersten Würstchen der Welt: Uli Hoeneß*ist Kult. Jetzt wird der ebenso schillernde wie streitbare*Präsident des FC Bayern*60 Jahre alt.*Zeit,*einem der ganz Großen zu*gratulieren. Geburtstag des Bayern-Präsidenten: König Uli, der Erste und Letzte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,806980,00.html)
eine echte nervensäge, die man aber trotzdem mögen muß. klare kante, klare worte -kein drumherumgerede. glückwunsch.
somasemapsyches 05.01.2012
war er eher mäßig. Ohne Beckenbauer und Co. wäre er wohl kaum in die Nationalelf gekommen. Aber als Manager usw. war und ist er absolut Spitze. Was ich an ihm besonders schätze (persönlich kenne ich ihn aber nicht) ist, [...]
Zitat von sysopEr ist verliebt in seinen Verein,*rastet*regelmäßig aus und*macht die leckersten Würstchen der Welt: Uli Hoeneß*ist Kult. Jetzt wird der ebenso schillernde wie streitbare*Präsident des FC Bayern*60 Jahre alt.*Zeit,*einem der ganz Großen zu*gratulieren. Geburtstag des Bayern-Präsidenten: König Uli, der Erste und Letzte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,806980,00.html)
war er eher mäßig. Ohne Beckenbauer und Co. wäre er wohl kaum in die Nationalelf gekommen. Aber als Manager usw. war und ist er absolut Spitze. Was ich an ihm besonders schätze (persönlich kenne ich ihn aber nicht) ist, dass er NICHTS von sich gibt, was er nicht auch belegen kann und daher nie etwas zurücknehmen oder revidieren muss. So sieht Ehrlichkeit aus. Zudem muss er eine ungemein menschliche Art haben, eine stille Art des Helfens und der Anteilnahme, die mir vollen Respekt abnötigt.
emeinung 05.01.2012
Nein, Du bist wahrlich nicht allein, gehöre auch zum großen, großen Club der FCB-Hasser... Aber immerhin gehört der Uli auch zu den ersten deutsch Raumfahrt-Pionieren. Der von ihm 1976 über das Tor hinausgeschossene Ball [...]
Zitat von MaynemeinungWenn ich sage, dass ich den FC Bayern nicht mag, bin ich damit ja sicher nicht alleine...
Nein, Du bist wahrlich nicht allein, gehöre auch zum großen, großen Club der FCB-Hasser... Aber immerhin gehört der Uli auch zu den ersten deutsch Raumfahrt-Pionieren. Der von ihm 1976 über das Tor hinausgeschossene Ball kreist ja (lt. Stefan Raab) noch heute als Satellit in der Umlaufbahn....
Fassungsloser 05.01.2012
Ach, was wäre die Bundesliga ohne den Herrn Hoeneß...bin beileibe kein Bayern-Fan, aber trotzdem: Herzlichen Glückwunsch und noch viele Jahre!
Ach, was wäre die Bundesliga ohne den Herrn Hoeneß...bin beileibe kein Bayern-Fan, aber trotzdem: Herzlichen Glückwunsch und noch viele Jahre!
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