Gehirnschlag mit 36 Ex-Bundesliga-Profi Sassen gestorben

In den neunziger Jahren bestritt Andreas Sassen 79 Bundesliga-Spiele für Uerdingen, den Hamburger SV und Dresden. Schon in seiner Zeit als Profi-Fußballer geriet er aber auf die schiefe Bahn und machte sich als „Wodka-Sassen“ einen Namen. Zuletzt war er als Hilfsarbeiter tätig. Am Wochenende starb Sassen im Alter von 36 Jahren.


Hamburg - "Andy ist vor 14 Tagen mit einem Gehirnschlag zusammengebrochen. Sonntag ist er gestorben", berichtete Sassens Schwester Anja in der "Bild"-Zeitung. Der frühere Bundesliga-Profi verstarb in der Uni-Klinik seiner Heimatstadt Essen.

Seinen Ruf als Skandal-Fußballer hatte Sassen 1993 in Hamburg begründet, als er unter Alkoholeinfluss einen türkischen Taxifahrer ohrfeigte. Auch ein Jahr später bei Dynamo Dresden schlug er über die Strenge und musste gehen (nach Dnjepropetrowsk).

1996 verließ Sassen, mittlerweile beim Zweitligisten Wattenscheid 09 unter Vertrag, seine Ehefrau und den neun Wochen alten Sohn - und brannte mit einer holländischen Bardame durch. Seine Fußballer-Karriere neigte sich dem Ende zu, finanziell hatte er längst nicht ausgesorgt. "Ich habe alles versoffen und verzockt", soll Sassen einmal gesagt haben.

Im August 1997 bedrohte er eine Gastwirtin in Essen mit einer Gaspistole und prügelte sich anschließend mit der Polizei. In den vergangenen Jahren war es still um ihn geworden. Sassen arbeitete als Hilfsgärtner bei der Stadt Essen und jobbte in seinem gelernten Beruf als Anstreicher.



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